Der Garten am Silberahorn im DFG (Foto: SR/Katja Preißner)

Land und Leute - "Gartendesign im Wandel der Zeit"

  16.07.2018 | 10:52 Uhr

Gärten erzählen Geschichten. Und Geschichte. Was ist passiert, als in deutschen Gärten die Waschbeton-Platte Einzug hielt? Warum waren unregelmäßig geformte Sandstein-Platten plötzlich out? Und wo kamen in den 80ern die Schnörkel her? Gesellschaftsgeschichte lässt sich auch aus Mäuerchen und Beeten lesen. In diesem Fall: die der deutschen Nachkriegsjahrzehnte. Gartendesign im Wandel der Zeit - ein Feature von Katja Preißner. Zu hören am 22. Juli auf SR 3 Saarlandwelle und im Anschluss auch als Podcast.

Kein 50er Jahre-Garten ohne Heidebeet! Durch die Rabatten liefen Sandstein-Plattenwege oder schmale Pfade. In den 60ern und 70ern wurde es grau und massiv: Beton, gerne auch kieseliger Waschbeton, machte sich breit. Und es gab wieder rechte Winkel. Die 80er nahmen, was sie kriegen konnten, und bauten wilde Collagen. In allem subtil verschlüsselt: der Geist der Nachkriegszeit.

Auf Spurensuche in der Region

Mal Flucht und Abwehr, mal nüchterner Pragmatismus, auch Optimismus und selbstbewusster Bruch mit der einen großen Wahrheit. SR 3-Reporterin Katja Preißner war auf Spurensuche in der Region. Im Bexbacher Blumengarten, im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken, im Mannheimer Luisenpark und im Saarbrücker Bürgerpark. Sie hat sich von Expertinnen und Zeitzeugen die Codes entziffern lassen, hat sich die phantasievoll und künstlerisch gestalteten Botschaften der Gärten übersetzen lassen.

Im Anschluss auch als Podcast abrufbar.

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