Gustav Regler vor Schloss Halberg (Foto: SR)

Gustav Regler in Literatur im Gespräch

  16.05.2018 | 10:03 Uhr

In "Literatur im Gespräch" hören Sie diesmal eine Aufnahme aus dem Jahr 1958. Damals führten die Literaturredakteure von Radio Saarbrücken, Fred Oberhauser und Heinz Dieckmann, ein Gespräch mit Gustav Regler über seinen gerade erst erschienenen autobiographischen Roman „Das Ohr des Malchus“. Am Dienstag, 22. Mai, ab 20.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio.

„Im Anfang war die Angst und die Angst war bei mir und ich war in ihr. Dort am Beginn, fünf Jahre war ich alt, standen zwölf Männer unter der Freitreppe des Jagdschlosses, in dem der strenge Bürgermeister meiner Heimatstadt amtierte.“

Mit diesen Worten beginnt Gustav Reglers autobiographischer Roman „Das Ohr des Malchus“ (1958). Regler, am 25. Mai 1898 in Merzig geboren (er starb 1963 in Neu-Delhi), lebte und schrieb zunächst in Nürnberg, dann in Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten floh er über das Saarland nach Paris. Der überzeugte Kommunist engagierte sich im Spanischen Bürgerkrieg und wurde verwundet. Sein Buch „Das große Beispiel. Roman einer internationalen Brigade“ (1940 in englischer Übersetzung unter dem Titel „The Great Crusade“ erschienen) zeichnet diese Erfahrung in drastischen Worten nach. Regler emigrierte schließlich nach Mexiko und distanzierte sich zunehmend vom sowjetischen Modell des Kommunismus. Nach dem Krieg reiste er häufig nach Europa und in die saarländische Heimat.

Einer seiner letzten Besuche im September 1958 war für die damaligen Literaturredakteure von Radio Saarbrücken, Fred Oberhauser und Heinz Dieckmann, willkommener Anlass, Gustav Regler zu einem Interview zu bitten und zu seinem gerade erschienenen autobiographischen Roman „Das Ohr des Malchus“ zu befragen.

Eine Aufnahme vom 24. September 1958 in der Sendung "Literatur im Gespräch" am Dienstag, 22. Mai, 20.04 Uhr, auf SR 2 KulturRadio.

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