Land und Leute (Foto: SR)

Land und Leute - "Die Freimaurer"

  13.02.2018 | 10:50 Uhr

Winston Churchill, Mozart, Goethe, George Washington oder auch Charly Chaplin: Sie alle reihen sich in die Liste berühmter Freimaurer ein. Ein mystischer Geheimbund, der seit 300 Jahren eine Parallelgesellschaft bildetenn, ist das Thema bei "Land und Leute" am 18. Februar 2018, um 12:30 Uhr, auf SR 3 Saarlandwelle.

Mysteriöse Männer in Schwarz, die geheime Rituale bei Kerzenschein abhalten. Hinzukommt, dass ihre Symbole, wie das allsehende Auge, der Spitzhammer oder das Winkelmaß, überall zu sein scheinen. Fast so als würden sie im geheimen die Welt lenken – das glauben zumindest viele Anhänger von Verschwörungstheorien.

Die Men in Black

Aber wie geheim, mystisch und verschlossen sind die Freimaurer nun wirklich? Was tun sie bei ihren wöchentlichen Treffen? Was sind das für Menschen und über was reden sie? Mit diesen Fragen hat sich Lisa Betzholz in ihrem Feature "Die Freimaurer – Zu Gast bei den geheimnisvollen "Men in Black"", das am Sonntag, 18. Februar, 12.30 Uhr, in der Sendereihe "Land und Leute" auf SR 3 Saarlandwelle zu hören ist, beschäftigt. Um sie zu beantworten, hat sie die Johannis-Loge „Zur Stärke und Schönheit“ in Saarbrücken besucht.

Im Zeichen der Aufklärung

Anders als viele glauben, steht die Freimaurerei ganz im Zeichen der Aufklärung. Sie will Menschen zusammenbringen, die sich normalerweise aufgrund ihrer Herkunft und Interessenlage nicht begegnen würden. Werte wie Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Menschenliebe und Toleranz dienen dabei als Orientierungen für Denken und Handeln. Freimaurer wollen durch die stetige Arbeit an sich selbst zu besseren Menschen werden und damit ein Stück weit auch die Welt zu einem besseren Ort machen.

Weibliche Freimaurer

Neben der männlichen Maurerei gibt es auch die weibliche Maurerei. Obwohl es gemischte Logen gibt, ziehen viele eine Trennung der Geschlechter vor. Oft wird hier der Vorwurf von Diskriminierung und Ausgrenzung laut. Doch für die betroffenen Männer bzw. Frauen empfinden die Trennung als Freiheit, weil sie nicht länger unter dem Druck stehen Rollenbilder erfüllen müssen.

Die Steinmetzbruderschaften

Ursprünglich gingen die Freimaurer im Mittelalter aus Steinmetzbruderschaften hervor, die von dem Bau der Kathedralen lebten. Sie trafen sich in Logen, um ihr Brauchtum und ihr Fachwissen auszutauschen und zu konservieren. Um dieses Wissen vor der Konkurrenz zu schützen, verpflichteten sich die Handwerker zur Verschwiegenheit. Diese Verschwiegenheit hält in gewissen Bereichen auch noch bis heute an, besonders wenn es um die geheime Tempelarbeit in der Freimaurerei geht. Ein bisschen verraten sie aber doch.

Das „Land und Leute“-Feature am Sonntag, 18. Februar, um 12.30 Uhr, auf SR 3 Saarlandwelle. Im Anschluss auch als Podcast.

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