Jugendliche mit Rucksäcken (Foto: picture alliance / Patrick Seeger/dpa)

EU verschenkt 15.000 Interrail-Tickets

  12.06.2018 | 17:12 Uhr

Endlich volljährig und auf in ein Sommer-Abenteuer quer durch Europa: Die EU-Kommission verschenkt in diesem Jahr mindestens 15.000 Interrail-Tickets an 18-jährige EU-Bürger. Ab sofort kann man sich zwei Wochen lang für die erste Runde bewerben.

Mit dem sogenannten Travel-Pass kann man in bis zu vier EU-Länder reisen - hauptsächlich per Zug, manchmal per Bus oder Fähre. Unterkunft und Verpflegung zahlt man jedoch selbst. Die Reise darf bis zu 30 Tage dauern und muss zwischen dem 9. Juli und dem 30. September dieses Jahres stattfinden. Eine zweite, kleinere Bewerbungsrunde soll im September folgen.

Begleitpersonen für Behinderte

Um die ersten 15.000 Tickets können sich Jugendliche bewerben, die zwischen dem 2. Juli 1999 und dem 1. Juli 2000 geboren wurden. Anmelden können sich Einzelpersonen oder Gruppen von bis zu fünf Personen. Die Tickets werden nach der Bevölkerungszahl der Staaten verteilt - für Deutschland gibt es also relativ viele. Behinderte können Hilfen wie etwa eine Begleitperson beantragen.

Andere Kulturen kennenlernen

Die Onlinebewerbungsfrist, die am Dienstag gestartet ist, läuft bis zum 26. Juni um 12.00 Uhr. Bewerber müssen Angaben zu ihrer geplanten Reise machen und fünf Quizfragen beantworten, in denen es um das Europäische Kulturerbe-Jahr 2018 und EU-Jugendinitiativen geht. Die Aktion „DiscoverEU“ geht zurück auf die Idee von Aktivisten, jedem EU-Bürger zum 18. Geburtstag ein Interrail-Ticket zu schenken, um die jungen Leute mit dem Kontinent und seinen Kulturen - von vier Ländern - vertraut zu machen.

Pro und Kontra "Discover EU"
Per Interrail gratis durch Europa reisen?
Im Rahmen der Aktion "Discover EU", dem neuen Interrail-Projekt der EU, sollen 15.000 Gratis-Bahn-Pässe an junge Leute verlost werden, mit denen sie in einem bestimmten Zeitraum bis zu vier EU-Länder bereisen dürfen. Eine gute Idee, findet Korrespondent Holger Romann - sein Kollege Malte Pieper aber sieht das anders. Zwei Meinungen - pro und kontra.

Über dieses Thema wurde auch in SR 3-Kiosk vom 12.06.2018 berichtet.

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