Wir im Saarland - Kultur (06.02.2019)

Wir im Saarland - Kultur

 

In dieser Woche geht es in Wir im Saarland - Kultur um das Saarländische Staatstheater, das in rotem Licht erstrahlt. Außerdem: Ein Künstler malt Bilder mit seinem Telefon und die spitze Feder der Arbeitskammer hat Geburtstag: Der Karikaturist Kurt Heinemann wird 80.

Sendung: Mittwoch 06.02.2019 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Staatstheater in " Romeo und Julia"-Stimmung

Ein oscarprämierter Blockbuster auf der Theaterbühne. Und weil die Liebesgeschichte so schön ist, erstrahlt das Saarländische Staatstheater zur Premiere von "Shakespeare in Love" in rotem Licht. Sieben "Oscars" und ein Millionenpublikum vor den Leinwänden – das ist die Erfolgsgeschichte des Films "Shakespeare in Love". Shakespeare sucht in dieser frei erfundenen Geschichte nach Inspiration und Erfolg, denn seine Taschen sind leer und sein Magen knurrt. Sein Problem: eine Schreibblockade. Die löst der große Autor durch den Einsatz von Hormonen. Er verliebt sich in die wunderschöne Lady Viola und hat plötzlich die Idee zu einer Liebesgeschichte, die wir als "Romeo und Julia" gut kennen. Bettina Bruinier hat sich an die Inszenierung des berühmten Stoffs herangewagt und Generalintendant Bodo Busse inszeniert anlässlich der Herz-Schmerz-Geschichte sein Großes Haus mit Rotlicht. Susanne Kirchhofer war dabei.


Die spitze Feder des "Arbeitnehmer"

Seine Bilder kennen viele – seinen Namen wenige. Jahrzehntelang prägten seine Karikaturen die Zeitschrift "Arbeitnehmer". Nun wird der saarländische Zeichner und Cartoonist Kurt Heinemann 80 Jahre alt. Von 1969 bis 2017 gestaltete er das Titelblatt des "Arbeitnehmer", der Zeitschrift der Arbeitskammer des Saarlandes, die achtmal im Jahr in die Haushalte der Saarländer gelangt; immerhin mit einer Auflage von 25.000 Stück. Kurt Heinemann zeichnet von Hand, ganz traditionell, so wie er es an der Saarbrücker Werkkunstschule einst gelernt hat. Und seine Bilder sind so, wie sie bei einem Cartoonisten sein sollen: frech, hintersinnig und politisch unkorrekt. Er ist kein Mann, der ins Rampenlicht drängt. Doch zu seinem 80. Geburtstag zeigt die Arbeitskammer erneut eine Ausstellung mit aktuellen Cartoons: "Alte Nazis und die neuen Rechten." Uwe Loebens hat Kurt Heinemann besucht.


Kunst mit dem Smartphone

Was für uns alle gilt, gilt besonders für diesen Mann: Ein Leben ohne Smartphone ist vielleicht denkbar, aber sinnlos. Seit fünf Jahren macht Rocco Indovina Kunst mit dem Smartphone. "Die Zeit wird immer weniger, wir stehen immer mehr unter Druck. Und ich versuche einfach nur, jede Minute, jede Sekunde meines Lebens zu nutzen. Und das kann ich nur durch diese Art von Smartphone", sagt Rocco Indovina. Er malt ausschließlich auf dem Display des Smartphones. Dafür kombiniert er mehrere Mal- und Zeichen-Apps. 200 Stunden braucht er im Schnitt für eines seiner Bilder, die wenn sie für ihn fertig sind auf Leinwand übertragen werden. Einfache und klare Botschaften sind darauf zu sehen, und die nimmt Susanne Kirchhofer unter die Lupe.


Interview mit Barbara Wackernagel-Jacobs zur Veranstaltungsreihe 'Altersbilder im Wandel'

Viele Menschen wollen so lange wie möglich aktiv bleiben, ob arbeitend oder ehrenamtlich sozial engagiert. Wissenschaftler wissen längst, dass das Ende der Arbeit mit Beginn der Rente - auch wenn zunächst herbeigesehnt - häufig den Verlust von Tagesstruktur, Wertschätzung und sozialen Beziehungen bedeutet, nicht selten tut sich ein ‚schwarzes Loch’ auf. Unternehmen melden Fachkräftemangel, brauchen das Fachwissen der Älteren, die Gemeinwesen brauchen eine engagierte und interessierte Bürgerschaft. Nie waren die Chancen zum Umdenken größer, Altersbilder müssen hinterfragt werden, eine neue Erzählung des Alterns ist gefordert. Dies ist Inhalt des Films „Sputnik Moment. 30 gewonnene Jahre“ und Thema der Veranstaltungsreihe „Altersbilder im Wandel“ an, die mit einer Fotoausstellung und einer Podiumsdiskussion am 7.2.19 um 19 Uhr in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen startet. Mit dabei ist neben dem ehemaligen Bremer Oberbürgermeister Henning Scherf die Filmproduzentin Barbara Wackernagel-Jacobs, die als Autorin und Produzentin am Film „Sputnik Moment“ mitgewirkt hat. Mit ihr spricht Moderatorin Susanne Gebhardt über das Umdenken beim Thema Alter.


  • Musical  12.02.2019 Elvis – Das Muscial – Saarlandhalle Saarbrücken; Beginn: 19.00 Uhr

  • Stepptanz 10.02.2019 Magic of the Dance – die Original Irish Dance Show  – Saarlandhalle Saarbrücken; Beginn: 19.00 Uhr  

  • Comedy 15.02.2019 Özcan Cosar  – Stummsche Reithalle Neunkirchen; Beginn: 20.00 Uhr

  • Ausstellung bis 10. 06. 2019 Maréchale Michel Ney- Stationen eines beherzten Lebens  – Städtisches Museum Saarlouis;


30 Jahre mehr Leben

Wir werden immer älter, fühlen uns aber länger fit und agil. Die Veranstaltungsreihe "Altersbilder im Wandel“ regt zum Neudenken an. Viele Menschen wollen so lange wie möglich aktiv bleiben, ob arbeitend oder ehrenamtlich sozial engagiert. Wissenschaftler wissen längst, dass das Ende der Arbeit mit Beginn der Rente - auch wenn zunächst herbeigesehnt - häufig den Verlust von Tagesstruktur, Wertschätzung und sozialen Beziehungen bedeutet, nicht selten tut sich ein 'schwarzes Loch’ auf. Unternehmen melden Fachkräftemangel, brauchen das Fachwissen der Älteren, die Gemeinwesen brauchen eine engagierte und interessierte Bürgerschaft. Nie waren die Chancen zum Umdenken größer, Altersbilder müssen hinterfragt werden, eine neue Erzählung des Alterns ist gefordert. Dies ist Inhalt des Films "Sputnik Moment. 30 gewonnene Jahre“ und Thema der Veranstaltungsreihe "Altersbilder im Wandel“ an, die mit einer Fotoausstellung und einer Podiumsdiskussion am 7.2.19 um 19 Uhr in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen startet. Mit dabei ist neben dem ehemaligen Bremer Oberbürgermeister Henning Scherf die Filmproduzentin Barbara Wackernagel-Jacobs, die als Autorin und Produzentin am Film "Sputnik Moment“ mitgewirkt hat. Mit ihr spricht Moderatorin Susanne Gebhardt über das Umdenken beim Thema Alter.


Moderation: Susanne Gebhardt

Die Moderatoren des neuen Vorabends: Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt und Marcel Lütz-Binder. (Foto: SR)

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