Wir im Saarland - Kultur (16.01.2019)

Wir im Saarland - Kultur

 

Das Festival der Blauen Herzen – Max Ophüls Preis feiert 40. Jubiläum. Was haben Til Schweiger, Christiane Paul, Shooting-Star Liv-Lisa Fries und rund die Hälfte der deutschsprachigen Schauspielelite gemeinsam? Irgendwann zu Beginn ihrer Karriere haben sie den Max Ophüls Preis gewonnen. Wir im Saarland – Kultur hat einige von ihnen getroffen und zeigt, wie der Preis zur Karriere-Startrampe wurde. Moderatorin Susanne Gebhardt geht in der Festivalausgabe der Sendung mit den Zuschauern ins Kino.

Sendung: Mittwoch 16.01.2019 18:50 Uhr


Die Themen der Sendung


Schauspieler Leonard Kunz

Das Max-Ophüls-Filmfestival ist für viele das Sprungbrett zu einer beachtlichen Karriere. 2017 hat Leonard Kunz die Trophäe für seine Darstellung im Kurzfilm "Jenny“ erhalten. Im Herbst hat Susanne Kirchhofer Leonard Kunz in Berlin am Filmset besucht. "Danach ging alles ziemlich schnell“, sagt Nachwuchspreisträger Leonhard Kunz. Das Max-Ophüls-Filmfestival war noch gar nicht richtig zu Ende, da hatte der 1992 geborene Schauspieler bereits ein Angebot zum Casting für einen großen Kinofilm. Im letzten Jahr wurde der Spielfilm "Das schönste Paar“ auf dem Toronto International Film Festival vorgestellt und vom Publikum gefeiert – auch wenn Kunz für seine authentische Darstellung eines gewalttätigen Jugendlichen erst mal ausgebuht wurde. Susanne Kirchhofer hat Leonard Kunz am Filmset in Berlin besucht.


Regisseur Christian Schwochow dreht in London

Bad Banks, Bornholmer Straße, Der Turm, NSU: Die Liste der preisgekrönten Spielfilme, Mehrteiler und Serien von Christian Schwochow ist lang. Einer seiner ersten Erfolge war der Publikumspreis für seinen Abschlussfilm "Novemberkind“ beim Ophülsfestival 2008. Jetzt ist Schwochow der erste nicht britische Regisseur, der zwei Folgen der urbritischen Serie "The Crown“ inszeniert. Dem Saarbrücker Filmfestival ist Schwochow eng verbunden; noch 2018 entschied er in der Hauptjury mit über die Vergabe der wichtigsten Ophülspreise. Seine Regiekarriere ging seit seinem Publikumspreis bei Ophüls steil durch die Decke; völlig ungeplant, wie er selbst erzählt. Jedes Projekt sieht er als neue Herausforderung, Streben nach Sicherheit ist nicht seine Sache. Dass er als erster ausländischer Regisseur jetzt für den Streamingdienst "netflix“ Folgen der Serie "The Crown“ über das britische Königshaus inszeniert, klingt wie ein Traum. Obwohl die Dreharbeiten strengster Geheimhaltung unterliegen, konnte Susanne Kirchhofer Christian Schwochow in London zum Interviewtermin treffen.


Schauspieler Simon Schwarz

Schon gut 20 Jahre ist es her, dass der Wiener Simon Schwarz die Trophäe entgegennahm – für seine Rolle im Film "Die Siebtelbauern“. Der Beginn einer langen Karriere des gerade 48 Jahre alt gewordenen Schauspielers. Wir trafen ihn bei Dreharbeiten in der Nähe von München. Manche halten ihn für einen Zwilling von Johann von Bülow; beide sind zu Hause in Film und Fernsehen. Vom Theater hat sich Simon Schwarz mittlerweile praktisch verabschiedet; nicht, weil er keine Angebote hätte, sondern weil er es hasst, von vielen Menschen beobachtet zu werden. Die Schauspielerei ist für ihn Therapieersatz, er liebt es, abgründige Charaktere auszuloten. Dass er als Wiener charmant und humorvoll ist, konnten wir bei den Dreharbeiten in einem Autohaus in Bayern erleben.


Ehrenpreis für Iris Berben und eine prominent besuchte Eröffnung

Jedes Jahr verleiht das Festival einen Ehrenpreis an Filmschaffende, die sich in besonderem Maß für den Filmnachwuchs verdient gemacht haben. Zum 40. Jubiläum geht dieser Preis an die Schauspielerin und Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben. Noch im November gratulierte Iris Berben dem Filmproduzenten Günter Rohrbach in seiner Heimatstadt Neunkirchen zum 90. Geburtstag – aber in Saarbrücken beim Max Ophüls-Festival war sie tatsächlich bislang noch nicht zu Gast. Jetzt nimmt sie ihren Ehrenpreis entgegen und präsentiert zwei ihrer vielen Filme dem Publikum. Anders Ronald Zehrfeld, Hauptdarsteller im Film "Das Ende der Wahrheit“, das mit seiner Weltpremiere das diesjährige Ophülsfestival eröffnete; er war vor einigen Jahren als Jurymitglied eine ganze Woche in Saarbrücken anzutreffen. Wir im Saarland – Kultur traf zum Auftakt des Nachwuchsfestivals entspannte und sympathische Schauspielstars.

Eine Geschwisterliebe – Das Drama „A Gschicht über d’Lieb“

16 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konkurrieren um insgesamt 9 Preise. Jeder träumt natürlich vom Hauptpreis für den besten Spielfilm, der – inclusive Verleihförderung – mit 36.000 Euro dotiert ist. Doch vor der Preisverleihung stehen die Filmvorführungen in den Saarbrücker Kinosälen mit anregenden Diskussion zwischen Filmteams und Publikum. Moderatorin Susanne Gebhardt trifft das Filmteam des schwäbischen Dramas nach der Uraufführung im Cinestar zum Gespräch.


Moderatorin: Susanne Gebhardt

Die Moderatoren des  Vorabends: Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt und Marcel Lütz-Binder. (Foto: SR)

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