Wir im Saarland - Kultur (21.11.2018)

Wir im Saarland - Kultur

 

In dieser Woche berichten wir über die Reise von Louis Reidelstürz, der von Napoleon geadelt wurde und dessen Vater es in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verschlug, die Band Powerwolf, die von armenischen Werwölfen singt und über Manu Meta, der über seine Lebensgeschichte als Landei rappt.

Sendung: Mittwoch 21.11.2018 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Familiensaga mit Napoleon

Einer, der sich wortwörtlich hochgekämpft hat: Louis Reidelstürtz kämpfte für Napoleon, wurde von ihm in den Adelsstand erhoben und so wohlhabender Bürger von Saarlouis-Beaumarais. Seine Familiengeschichte erzählt Stephan Friedrich. 600 Seiten ist das Buch dick und erzählt von der außergewöhnlichen Geschichte der Familie Reidelstürtz und deren Lebensgeschichten, die bis nach Amerika in den Unabhängigkeitskrieg führten. Ein historisches Panorama, das Hobbyhistoriker Stephan Friedrich, ein Nachfahre der Familie, in 12 Jahren aus unterschiedlichen Archiven bis hin zum Militärarchiv in Versailles zusammengetragen hat. Das Buch "Schlage die Trommel“ erzählt von Saarländern, die Geschichte geschrieben haben.


Powerwolf und das "Sakrament der Sünde"

Düstere lange Mähnen, bedrohlich geschminkte Gesichter und auf der Bühne harte Gitarrensounds und Kreuze. Die Band Powerwolf lässt die gute alte Heavy-Metal-Romantik wieder aufleben. Und startet durch. Vor ein paar Jahrzehnten, als die Kirche sich noch ernsthaft fragte, ob Rockmusik und Heavy Metal nicht Satanswerk sei, hätten sie das Zeug gehabt für die große Provokation: Powerwolf singt von Christentum, Werwölfen, alten rumänischen Sagen oder dem Lupus Dei, also dem Wolf Gottes. Das alles in kernigen Songs, in denen neben Orgelklängen auch mal ein Kirchenchor auftritt. Man hört diese Songs, ist von der musikalischen Qualität, die die Band mittlerweile große Hallen füllen lässt, begeistert, und fragt sich, was das eigentlich ist: ein Ausdruck postmoderner Spiritualität? Eine Pose? Ein Statement? Uwe Loebens hat die Band beim Heimspiel in der Saarbrücker Saarlandhalle beobachtet und begeisterte Fans getroffen.


Manu Meta rappt vom hartgekochten Landei

Die Filmemacherin Sarah Moll hat fünf Menschen im Saarland nach ihrem Song gefragt – und die Geschichten dazu ins Bild gesetzt. Diesmal erzählt der saarländische Rapper Manu Meta von dem, was ihn musikalisch bewegt. „Anstatt Beats pick ich bald wieder Würmer in Omas Garten, in all den Jahren meine Wurzeln nie verraten.“ Für den saarländischen Rapper Manu Meta gibt es nicht das eine Lied, das eine besondere Begebenheit seines Lebens erzählt; wer genau hinhört, entdeckt in all seinen Texten, was ihn bewegt. Nach Jahren, in denen er in der Welt unterwegs war, ist er seit einiger Zeit wieder ganz bodenständig im Saarland anzutreffen, wohnt sogar im Haus der Großeltern in Blieskastel: „Geboren als Ei vom Land, wildgewachsen, hart gekocht – die Flügel weit gespannt.“ Folge 4 der „Lieder des Lebens“.


Kulturtipps aus der Redaktion

  • Theater 08.12.2018 Aschenputtel  – Illipse Illingen; Beginn: 19.30 Uhr  

  • Klassik 30.11.2018 Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken - Kaiserslautern – Congresshalle Saarbrücken; Beginn: 20.00 Uhr

  • Gospel 08.12.2018 Soweto Gospel Chor – Stadthalle Merzig; Beginn: 20.00 Uhr

  • Musik 06.12.2018 Stevie Wonder Tribute – Festsaal Saarbrücker Schloss; Beginn: 19.00 Uhr


Moderation: Susanne Gebardt

Die Moderatoren des neuen Vorabends: Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt und Marcel Lütz-Binder. (Foto: SR)

Artikel mit anderen teilen