Logo der Sendung "Wir im Saarland - Kultur" (Foto: SR)

Wir im Saarland - Kultur extra

 

In dieser Woche hat "Wir im Saarland - Kultur extra" über eine Begegnung mit Dirigent Sébastien Rouland, das Saarbrücker Salonensemble und ein Treffen mit der Musikerin Heidrun Mertes berichtet. Außerdem besuchten wir Krimi-Autor Torsten Markwirth und schauten uns die Künstlerporträts von Werner Richner an.

Sendung: Mittwoch 01.08.2018 18:50


Die Themen am 1. August


Sébastien Rouland (Foto: SR)

Leidenschaft für die französische Oper – eine Begegnung mit Sébastien Rouland

Zur Vertragsunterzeichnung kam er auf der Durchreise von Kopenhagen nach Tokio. Sébastien Rouland ist ein viel beschäftigter Dirigent. Zur nächsten Saison wird er Generalmusikdirektor in Saarbrücken – wo man ihn bereits gefeiert hat. Als Eröffnungspremiere des neuen Generalintendanten Bodo Busse am Saarländischen Staatstheater im September 2017 dirigierte Sébastien Rouland die Grand Opéra „Guillaume Tell“ von Gioachino Rossini; ein großer Publikumserfolg, hochgelobt auch von der Kritik. Sébastien Rouland liebt die französische Oper – und ist damit ganz auf der Linie des Staatstheaterintendanten. Karsten Neuschwender hat ihn getroffen und einen überzeugten Europäer und herzlichen Menschen kennen gelernt.


Saarbrücker Salonensemble Algirdas Drevinskas Elizabeth Wiles (Foto: Pressefoto)

Herzig und charmant – das Saarbrücker Salonensemble spielt fürs Gemüt

Man spürt sie bei dieser Musik richtig, die Atmosphäre eines Wiener Kaffeehauses. Das Saarbrücker Salonensemble lässt diese gutbürgerliche Gemütskultur wieder auferstehen. Aber ganz entstaubt, frisch und charmant. Frank Grandjean spielt Kontrabass, hauptsächlich im Saarländischen Staatsorchester. Seine Frau Ewgenia streicht in der Deutschen Radio Philharmonie die Geige. Zusammen spielen sie im „Saarbrücker Salonensemble“, das Frank vor einigen Jahren gegründet hat. Eine Herzensangelegenheit, weil in der Musik, die das Salonensemble spielt, viel Platz für Gefühl ist. Und für Humor – nicht zuletzt, weil es in den Konzerten immer auch besondere Auftritte von Musikern und Schauspielern wie Rudolph Schasching, Helmut Eisel oder Jürgen Kirchhoff gibt.


Musikerin Heidrun Mertes (Foto: SR)

Gambe und farbiges Garn – ein Besuch bei Heidrun Mertes

Häufig hat man sie bei den Tagen der Alten Musik im Saarland (TAMIS) gehört: Heidrun Mertes hat sich mit der Gambe einen festen Platz in der regionalen Szene erspielt – als vielseitige und umtriebige Musikerin. Sie spielt E-Bass, studierte Cello und Biologie und entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer prägenden Persönlichkeit am historischen Cello, der Gambe. Heidrun Mertes ist in vielen musikalischen Epochen zu Hause. Das wurde ihr schon in die Wiege gelegt:  Ihr Vater, Freimut Mertes, gründete Bongos Bigband. Und ihr Bruder Wolfgang Mertes ist als Geiger sowohl im saarländischen Staatsorchester als auch als Solist zu hören. Isabel Heine hat Heidrun Mertes nicht nur beim Muszieren getroffen; auch an der Nähmaschine entfaltet die Musikerin höchste Virtuosität. 


Torsten Markwirth (Foto: SR)

Mordende Mediziner - ein Besuch bei Krimiautor Torsten Markwirth

"Ich hasse nichts mehr, als einen schwachen Schluss", sagt Torsten Markwirth. Deshalb hat er selbst angefangen zu schreiben; Krimis aus einem Milieu, das der Homburger Kardiologe am besten kennt: Ärzte und ihr Umfeld. "Stell Dir vor, Du bist krank, und kein Arzt ist nüchtern" - so lautet der Untertitel des Buchs "Alkohol". Darin beschreibt er das Scheitern eines Mediziners, dessen Leben aus den Fugen gerät, der zwar von Kollegen gestützt, am Ende aber doch zum Mörder wird. Klar, der Roman ist Fiktion - sein Thema aber leider nicht: Alkoholismus ist ein weit verbreitetes Problem unter Medizinern. Markwirth geht es darum, Sensibilität für eine stigmatisierte Krankheit zu schaffen - einerseits. Denn andererseits hat er als Autor den Ehrgeiz, ein spannendes Buch zu schreiben. Das ist ihm gelungen, findet Autorin Maria C. Schmitt. Auch in den Büchern "Obdachlos" oder "Fett". Sie hat den Arzt besucht: zu Hause und in seiner Wirkungsstätte im Krankenhaus - in Bereichen, die sich oft den Augen der Öffentlichkeit entziehen.


Fotograf Werner Richner (Foto: SR Fernsehen)

Hautnah und brillant – die Künstlerporträts von Werner Richner

Er hat das richtige Auge für den Moment und für das, was Menschen charakterisiert. In seinem Buch „Hautnah“ porträtiert der Fotograf Werner Richner saarländische Künstler. Hautnah, bestechend persönlich, und brillant bis ins Detail. Eine einzigartige Momentaufnahme durch alle künstlerischen Sparten. Es sind die Augen, die ihn am Anfang des Porträtierens interessieren. Wie weit sind sie geöffnet? Wohin blicken sie? Am meisten interessieren den Fotografen Werner Richner die Augen von Kreativen, die ohnehin, meint zumindest der Fotograf, mehr als andere Berufsgruppen eine ganz eigene Ausstrahlung und Optik haben. Fast achtzig Porträts hat Richner in seinem Buch versammelt. Sven Rech durfte dabei sein, wie Richner aus einem Augenblick einen Moment für die Ewigkeit schaffte.


Sommerpause bei Wir im Saarland – Kultur. Die Moderatoren Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt, Marcel Lütz-Binder und Isabel Sonnabend führen durch die Highlights der vergangenen Sendungen.

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