Logo der Sendung "Wir im Saarland - Kultur" (Foto: SR)

Wir im Saarland-Kultur

 

In dieser Woche geht es in Wir im Saarland - Kultur um bedeutende Bildimpressionen, Beton und 3000 Sänger. Stimmgewaltig ist mit 120 Chören "Sing City" in St. Wendel. Bedeutend und stimmungsvoll ist die Begegnung Max Slevogts mit Frankreich. Und gewaltig stimmungsvoll sind die Betonskulpturen von Beate Haltern.

Sendung: Mittwoch 05.09.2018 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Die SR 3-Bühne auf dem Chorfestival "Sing City" am 02.09.2018 in St. Wendel (Foto: SR/Pasquale D'Angiolillo)

Sing City - 3000 Sänger bringen St. Wendel zum Klingen

Eine Stadt singt. 120 Chöre sangen einen Tag in St. Wendel ihre Lieder. Die vierte Ausgabe von "Sing City" veranstaltet vom Saarländischen Chorverband, war vor allem eines: Eine großartige Begegnung mit Stimmen und Stimmungen.

Seit 2012 veranstaltet der saarländische Chorverband das Chor-Festival "Sing City". Es hat nachhaltige Impulse in der regionalen Chorlandschaft gesetzt und das gute alte Chorsingen verjüngt und belebt. Mehr als 3000 Sängerinnen und Sänger bespielten am Wochenende zehn Bühnen in St. Wendel. Und es war nicht nur ein Festival für die "ohnehin" aktiven Sänger; beim öffentlichen Singen konnte wie schon zuvor in Saarbrücken, Saarlouis und Homburg jeder mitmachen.


Max Slevogt, Segelboote auf der Alster am Abend (Foto: Pressefoto/Saarlandmuseum/: bpk / Nationalgalerie, SMB / Andres Kilger)

Max Slevogt - Die erste große Ausstellung im Saarlandmuseum seit der Wiedereröffnung

Er ist einer der großen Impressionisten Deutschlands. Zum 50-jährigen Jubiläum des Saarlandmuseums und zum 150. Geburtstag des Malers beleuchtet die Großausstellung die Verbindung Max Slevogts zu Frankreich.

Etwa 190 Werke sollen ein zentrales Thema der Kunst des 19. Jahrhunderts beleuchten, dazu noch eines, das bisher kaum im Fokus stand: Der Einfluss französischer Impressionisten auf den Maler und Grafiker Max Slevogt. Ausgewählte Arbeiten von namenhaften Künstlern wie Delacroix, Manet, Monet, Renoir, Cézanne und van Gogh treffen hier auf Hauptwerke des deutschen Malers. Ein Großteil dieser hochrangigen Slevogt-Werke stammt aus dem Saarbrücker Eigenbestand; das Saarlandmuseum verfügt über eine bedeutende Sammlung Slevogts. Ergänzt wird diese durch kostbare Leihgaben aus renommierten nationalen und internationalen Museen. Uwe Loebens hat die Impressionen auf sich wirken lassen und ordnet sie ein.


Die Zartheit von Beton - Skulpturistin Beate Haltern (Foto: SR Fernsehen)

Die Zartheit von Beton - ein Besuch bei der Skulpturistin Beate Haltern

Beton ist ein schwerer und grober Werkstoff? Nicht für Beate Haltern. In ihrem Atelier in St. Ingbert formt sie aus Künstlerbeton filigrane Skulpturen, leicht und geschwungen wie Pflanzen und doch hart und beständig.

Bunker schaut sie sich gerne an. Aber nicht aus Faszination für die gewichtigen Zeugen einer gewalttätigen Vergangenheit, sondern weil sie sich für die farbigen und tatsächlich sehr ästhetischen Strukturen interessiert, die entstehen, wenn sich die Natur die klobigen Kriegsruinen zurückholt. Diese Strukturen finden sich in ihren Bildern und Betonskulpturen wieder - und zeugen von einer einfachen aber weitreichenden Erkenntnis: Natur und von Menschen gemachte Kultur gehört immer zusammen. Untrennbar.


100. Geburtstag Leonard Bernstein (Foto: SR)

Leonard Bernstein zum 100. Geburtstag - der Mensch hinter dem Genie

Er war eines der großen Musikgenies des vergangenen Jahrhunderts: Leonard Bernstein. Seine Beethoveninterpretationen sind Legende, seine " West Side Story" ist Kult. Ein Blick auf den Menschen hinter dem Genie.

Mit gerade einmal 27 Jahren wurde er Chefdirigent des New York City Symphony Orchestras - und das sollte erst der Anfang einer großen Karriere sein. Als Komponist wurde er mit dem Musical "West Side Story" weltbekannt. Er war ein Charismatiker, dem überall auf der Welt die Herzen zuflogen. Anlässlich seines 100. Geburtstages am 25. August hat nun seine älteste Tochter Jamie ein Buch mit dem Titel "Famous Father Girl" geschrieben, über die Beziehung zu ihrem Vater. Ein Vater, der sie mit Liebe und Inspiration überschüttete, der jedoch bisweilen auch unerträglich und dominant war und der zu Hause daran erinnert werden musste, dass auch er ein gewöhnlicher Mensch war. Jamie Bernstein erzählt von den Schattenseite ihres Vaters, über seine Bisexualität, aber auch darüber, wie seine großen Werke entstanden. Am Ende ist es vor allem eine Liebeserklärung an ihn und ihre Familie.


Moderation: Susanne Gebhardt

Die Moderatoren des neuen Vorabends: Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt und Marcel Lütz-Binder. (Foto: SR)

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