Logo der Sendung "Wir im Saarland - Kultur" (Foto: SR)

Wir im Saarland - Kultur extra

  23.07.2018 | 12:15 Uhr

In Wir im Saarland - Kultur Extra sehen Sie den Graffiti-Star Banksy und den Leibniz-Chor aus St. Ingbert, der mit seinem Chor in der legendären Carnegiehall in New York auftrat. Ralph Schock berichete außerdem über die saarländische Kindheit in den 1950er Jahren und besuchte die Metalqueen Jennifer Haben.

Sendung: Mittwoch 25.07.2018 18.50


Die Themen am 25. Juli


Foto von Street-Art Künstler Banksy in der Völklinger Hütte (Foto: SR)

Popstar und Phantom – Banksy im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Er ist einer der Stars der Graffiti-Szene. Banksy beschäftigt sich mit wichtigen Bildmotiven der modernen Kommunikationsgesellschaft und deutet diese um. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte widmet dem Urban-Art-Künstler nun eine Ausstellung. "Banksy’s Dismaland & Others - Fotografien von Barry Cawston“ spürt in sehr eindrücklichen Bildern dem Phänomen Banksy nach.

Der britische Künstler Banksy ist ein Phantom, dessen Identität die Öffentlichkeit nicht kennt und der doch der größte Star der internationalen Urban Art ist. Banksys Projekte "Dismaland" und "Walled Off Hotel" erreichten 2015 und 2017 weltweite Resonanz. Erstmals werden die Banksy-Projekte mit den Fotografien von Barry Cawston im Zusammenhang präsentiert. Banksy schätzt diese Fotos so sehr, dass er sie in seinen eigenen Internetauftritt integriert hat. Barry Cawston ist damit zum "offiziellen" Banksy-Fotografen geworden. Maria C. Schmitt hat die Ausstellung für " Wir im Saarland-Kultur“ besucht, die auch dessen neuestes New Yorker Werk zeigt.


Leibniz-Chor in New York (Foto: Leibniz-Chor)

Saarländische Sänger in der Carnegiehall – der Leibniz-Chor in New York

Es waren sicher die aufregendsten Tage ihrer Chorgeschichte: Dirigent Timo Uhrig durfte mit seinem St. Ingberter Leibniz-Chor nach New York reisen, um an der Uraufführung eines Werks von Karl Jenkins in der berühmten Carnegie Hall mitzuwirken. Die Einladung kam per E-Mail und wurde von Chorleiter Timo Uhrig erst mal nicht ernst genommen. Dann schaute er genauer hin.

Die Karl Jenkins-Gesellschaft suchte weltweit Chöre, die an einer Uraufführung des walisischen Komponisten mitwirken wollen. Der Leibnitz-Chor hatte im vergangenen Jahr bereits Musik von Jenkins gesungen, weshalb man in New York auf die Sänger aufmerksam wurde. Und so machten sich die saarländischen Sänger auf in die Carnegie Hall – einem der legendärsten Konzertsäle der Welt. Isabel Heine erzählt ihre ganze Geschichte.


Kaffeeschmuggler und Steckdosenmäuse – eine Kindheit in den 50ern (Foto: Buchverlag)

Literarische Erinnerungen – Ralph Schocks erzählerisches Debüt

Als Sachbuchautor und Journalist ist er bekannt: Der pensionierte SR-Literaturredakteur Ralph Schock. Nun hat er einen Erzählband vorgelegt, in dem es zwischen Kaffeeschmugglern und Hausschlachtung um eine saarländische Kindheit in den 1950er Jahren geht. Er schrieb seine Doktorarbeit über Gustav Regler, und der blieb in seinem späteren beruflichen Leben ein Schwerpunkt seines Schaffens.

Über Jahrzehnte prägte Ralph Schock die Literaturredaktion des Saarländischen Rundfunks und war Herausgeber mehrerer Bücher über die Geschichte des Saarlandes seit dem Ersten Weltkrieg. Als Autor trat er bislang nur in Form von journalistischen, wissenschaftlichen und Sachbüchern hervor. Nach seiner Pensionierung erschien sein belletristisches Erstlingswerk "Kaffeeschmuggler und Steckdosenmäuse. Eine Kindheit in den 50ern“, das Uwe Loebens mit Interesse gelesen hat.


Metalqueen Jennifer Haben (Foto: SR Fernsehen)

Absoluter Wille zur Musik – Metalqueen Jennifer Haben

Sie war ein süßes kleines Mädchen, das mit hübschen Liedern die Herzen erfreute. Sympathisch ist die junge Frau Jennifer Haben geblieben; musikalisch allerdings geht’s mittlerweile härter zu. Ihre Band "Beyond the Black“ liebt den Metal und tourt bis nach Russland.

Schon als Kind trat sie in Fernsehshows wie TV total oder im Kinderkanal KiKa auf, wo sie als „Beste Stimme 2007“ gekürt wurde. Das Singen hat sie nie gelassen – und mit ihrer Band "Beyond the Black“ ist die 22-Jährige mittlerweile international unterwegs. Mit dieser Band pflegt sie den „Symphonic Metal“, der harte Gitarrenriffs und satten Synthi-Sound mit mittelalterlich inspirierten Klängen mixt. Mit ihrem Auftritt beim legendären Rockfestival "Wacken“ gelang der Remmesweilerin der Durchbruch.


Die Autorin Mariella Heyd (Foto: SR)

Katzen und andere kuriose Erscheinungen – die Fantasyautorin Mariella Heyd

Sie ist bekennende Tierfreundin, ruft in ihren Büchern schon mal dazu auf, Katzen kastrieren zu lassen und hat auf der Leipziger Buchmesse den Indie Autor Preis bekommen."Elfenfehde“ heißt der Debutroman von Mariella Heyd. So wahnsinnig viel weiß man bislang nicht über sie.

Mariella Heyd wurde 1989 geboren, arbeitete als Gesundheits- und Krankenpflegerin und ist nun Studentin. Ihre Freizeit widmet sie ihren drei Katzen und der Belletristik. Seit ihrer Kindheit ziehen sie Romane aller Art in ihren Bann. Besonders R. L. Stines „Fear Street“- Reihe hat in ihr schon früh das Interesse am Sonder- und Wunderbaren geweckt. Bereits im Alter von zwölf Jahren schrieb Mariella Heyd eigene Kurzgeschichten, später entdeckte sie das Bloggen für sich, und verwirklichte 2016 mit ihrem Debütroman "Elfenfehde“ ihren Traum vom eigenen Buch. Uwe Loebens hat die junge Autorin besucht.


Sommerpause bei Wir im Saarland – Kultur. Die Moderatoren Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt, Marcel Lütz-Binder und Isabel Sonnabend führen durch die Highlights der vergangenen Sendungen.

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