Wir im Saarland - Kultur (29.09.2021)

Wir im Saarland - Kultur

 

In dieser Sendung zeigen wir Highlights des 20. Warndt-Weekends an der deutsch-französischen Grenze mit zahlreichen Events rund um das Thema Kultur und Freizeit. Außerdem stellen wir die Musical- und Countrysängerin Henriette Schreiner aus Merzig vor.

Sendung: Mittwoch 29.09.2021 18:50


Die Themen der Sendung


Ein Lied für Daddy - die Musicaldarstellerin Henriette Schreiner

Eine Geschichte, die in Merzig beginnt und bis nach Nashville führt. Im Mekka der Countrymusik in den USA hat die saarländische Musicaldarstellerin Henriette Schreiner ihre ersten eigenen Songs aufgenommen.

"Addams Family", "La Cage aux Folles", der "Der kleine Horrorladen" - Henriette Schreiner ist mittlerweile in großen Musicalproduktionen zu sehen. Ausgebildet wurde die Merzigerin an der Musikhochschule in Leipzig und lebt mittlerweile in Berlin. Immer wieder ist sie in ihrer alten Heimat zu erleben. Chris Ignatzi porträtiert eine junge Sängerin, die sich mit eigenen Countrysongs einen Traum erfüllt hat. Und einer davon ist für ihren Vater...


Gelebtes Kulturerbe - das 20. Warndt-Weekend

Ein kleines Barockschlösschen bei Forbach, Führungen im Erlebnisbergwerk Velsen, eine Malwerkstatt oder kulinarische Eigenheiten des Dörfchens Ludweiler - das und mehr gab es zu entdecken beim 20. Warndt-Weekend, das die Kultur an der deutsch-französischen Grenze erlebbar macht.

Seinen Namen trägt der Warndt schon seit dem Mittelalter: Damals war der Wald für Untertanen verboten (verwarnt) und den Herrschaften zur Jagd vorbehalten. Im 17. Jahrhundert wurde er Zufluchtsort für französische Hugenotten und mit ihnen zur Wiege der Glasindustrie an der Saar. Mehr als 40 verschiedene Veranstaltungen aus den Bereichen Sport, Kultur, Musik und Natur gaben am vergangenen Wochenende Einblicke in das Kulturerbe der deutsch-französischen Warndt-Region.

Das kleine Festival wird getragen von zahlreichen Vereinen, Verbänden sowie Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze. Chris Ignatzi hat mit seinem Kamerateam einige der Veranstaltungen besucht und zeichnet ein farbiges Bild der Jubiläumsausgabe des Warndt-Weekends.


Die Autorin Chimamanda Ngozi Adichie ("Americanah") (Foto: dpa / picture alliance / Frank Rumpenhorst)

"Trauer ist das Glück geliebt zu haben"

Diese Frau kickt das Patriarchat, von Lagos aus. Chimamanda Ngozi Adichie. Sie ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen Afrikas und Feminismus-Superstar. Aber sie hat gelernt: "Die Männer müssen mitmachen. Ein System, das so männlich dominiert, so männerbezogen und einfach insgesamt so männlich ist, können wir nicht ohne die Männer ändern." Adichies Feminismus ist undogmatisch und soll durchaus Spaß machen.

Beim TED-Talk sagte sie: "Da Feminismus als unafrikanisch galt, beschloss ich, mich fortan ‚eine glückliche afrikanische Feministin‘ zu nennen. Ich war also eine glückliche afrikanische Feministin, die Männer nicht hasst und Lippenstift und High-Heels für sich selbst trägt. Das war natürlich Spaß, aber das Wort Feministin hat so viel negativen Ballast: ‚Du hasst Männer, du hasst BHs, du hasst die afrikanische Kultur‘ und so weiter."


Moderation: Jochen Erdmenger

Eine Stimme von SR 2: Jochen Erdmenger (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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