Wir im Saarland - Kultur extra (21.07.2021)

Wir im Saarland - Kultur extra

Hier sehen Sie das Video vom 14. Juli  

Ein Blues-spielender Pfarrer, der schreibt, ein Naturpädagoge und Liedermacher und die Sängerin gutgelaunter Songs über Gott und das Leben sind Themen in Wir im Saarland - Kultur extra.

Sendung: Mittwoch 21.07.2021 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Edith Haffner (Foto: SR)

Mit Glauben und Gitarre - Edith Haffner und ihre Lieder

Helfen und anderen Menschen Gutes tun, das ist für Edith Haffner wichtiger Lebensinhalt. Als Deutschlehrerin hilft sie Menschen aus anderen Ländern, in ihrer neuen Heimat zurechtzukommen. Außerdem will sie mit ihrer Musik Geld sammeln für Kinder in Kamerun.

Sie hat schon im Präsidentenpalast von Gabun gesungen, war im staatlichen Fernsehen Kameruns zu sehen und will es jetzt noch mal wissen: Die Dudweiler Sängerin Edith Haffner hat ihre erste CD mit christlichen Liedern rausgebracht. Dem Glauben, aber auch Deutschland verbunden ist sie seit ihrer Kindheit, als ein deutscher Pfarrer in ihrer Heimat Kamerun sie mit der deutschen Sprache in Verbindung brachte und sie mitnahm zur Arbeit in den Armenvierteln. Während ihres Germanistikstudiums in Deutschland hat sie ihren Mann kennengelernt und lebt seither in Dudweiler. Dort hat sich Chris Ignatzi ihre Geschichte erzählen lassen.


Jörg Metzinger - Herr Sutter (Foto: Verlag)

Jörg Sutter und sein Erfinder Jörg Metzinger

Sicher kein Zufall: Herr Sutter heißt mit Vornamen Jörg, ist Berufschrist, und hat lange auf ein Spenderherz gewartet. Die Parallelen zu dem Saarbrücker Pfarrer Jörg Metzinger liegen auf der Hand. Allerdings hat der 1962 geborene Theologe, Bluesfan und Mitbegründer der "Bunt statt Braun"-Bewegung noch eine Menge mehr zu erzählen als biografisches.

Zum Beispiel vom "Spasti-Sebasti" oder der milchkaffeefarbenen Emily, Kinder, die im Wohlstandsambiente der 90er Jahre aufgewachsen sind, und mit denen Pfarrer Sutter immer wieder zu tun hat - auch beruflich. Nach „Herr Sutter und seine Schwestern“ - eine Kurzgeschichte über 424 Tage "Wartehaft", wie Metzinger den Aufenthalt in der Heidelberger Universitätsklinik nennt - ist nun "Herr Sutter und diese Kinder" im Geistkirch-Verlag erschienen. Uwe Loebens stellt den Autor und die Geschichten von Herrn Sutter vor.


Kulturbahnhof Püttlingen (Foto: SR )

Kulturbahnhof Püttlingen coronagerecht fit gemacht

Einer der charmantesten Kulturorte des Saarlandes. Ob Konzerte, Ausstellungen oder Vorträge - der Kulturbahnhof Püttlingen hat weit über die Ortsgrenzen hinaus Anziehungskraft. Mit Bundesfördermitteln wurde er nun fit gemacht für die nächste Saison unter Corona.

Eine Milliarde Euro zusätzlich wurden Kulturstaatsministerin Monika Grütters für das Programm "Neustart Kultur" bewilligt. Das ist eine Verdoppelung des Fördertopfs, aus dem auch Geld ins Saarland fließt. Unter anderem zum Kulturbahnhof Püttlingen. Das Geld hat das Kulturforum Köllertal dazu genutzt, unter anderem eine coronagerechte Besuchersteuerung aufzubauen. Chris Ignatzi hat sich die Situation vor Ort angesehen.


Frank Friedrichs (Foto: SR)

Psychohygiene und Lieder zum Nachdenken - der Musiker Frank Friedrichs

Wenn man sich Frank Friedrichs mit seiner ungebändigten Haartracht und seiner Gitarre anschaut, kann man sich fragen, ob sich da ein Liedermacher aus der alten Zeit in die Moderne verirrt hat. Die Antwort ist: Ja und Nein - denn Frank Friedrichs ist zeitlos.

Er singt von Liebe, aber auch von den Schwierigkeiten des Alltags. So, wie sie jeder erleben kann - und das macht seine Lieder echt und nahbar. "Manchmal denke ich mir, ich könnte mit meinen Sachen Leute zum Nachdenken bringen", sagt Frank Friedrichs, "für mich ist es immer schon so eine Art Psychohygiene gewesen." Der Liedermacher und Naturpädagoge aus Beckingen singt von einer gesünderen und menschlicheren Welt - nicht naiv und sentimental, sondern reflektiert und so, dass man ihm interessiert zuhört. Auf seinem neuen Album "Frau Holle" arbeitet er auch mit Größen aus der deutschen Popmusikszene zusammen.


Galerie Eileen (Foto: SR)

Mal gucken, was kommt - die Galerie Eileen in Saarbrücken

Eine junge Frau mit einer einnehmenden Mischung aus Optimismus, Mut und Tatendrang. Obwohl das Saarland nicht zu den lukrativen Kunstmärkten gehört und diese Situation durch Corona nochmal schwieriger geworden ist, hat die Kunsthistorikerin Eileen Scherer kürzlich eine Galerie eröffnet.

Als sie noch vor ihrem Studium in New York das Museum of Modern Art besucht hat, war die Sache eigentlich klar: Mit Kunst zu arbeiten und irgendwann eine eigene Galerie zu eröffnen, das war fortan das Ziel. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst und Germanistik arbeitete die 29-Jährige erst einmal für ein Personaldienstleistungsunternehmen. Da ist sie immer noch, die Arbeit macht ihr Spaß. Aber: Sie konnte auf eine Teilzeitstelle reduzieren und hat sich in Saarbrücken mit der "Galerie Eileen" nun ihren Traum erfüllt. Einfach mal gucken, was kommt - das ist ihre Devise. Und trotz Corona ist es ihr bereits gelungen, Kunst zu verkaufen. Uwe Loebens über Eileen Scherer und ihre neue Galerie.

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