Wir im Saarland - Kultur (31.03.2021)

Wir im Saarland - Kultur

 

70 Jahre Europainstitut und die Frage, wie es der Europäischen Union geht, Kunst mit handgeschöpftem Papier und wie aus dem Gänsegretel von Fechingen die Ottweiler Gräfin wurde sind Themen in "Wir im Saarland - Kultur".

Sendung: Mittwoch 31.03.2021 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


70 Jahre Europa-Institut an der Universität des Saarlandes

Gegründet vor 70 Jahren als Ausbildungsstätte für europäische Diplomaten, bildet das Europa-Institut an der Universität des Saarlandes heute den juristischen Nachwuchs aus aller Welt in europäischem und internationalem Recht aus. Die Absolventen besetzten wichtige Posten in obersten Gerichten, in der Politik und internationalen Ämtern.

Gegründet wurde das Europainstitut an der Universität des Saarlandes mit dem Ziel, die Verständigung zwischen den europäischen Völkern zu fördern und an der Gestaltung eines friedlichen Europas mitzuarbeiten. Das ist immer noch ein Schwerpunkt, auch wenn sich das Institut von einem europäischen zu einem global agierenden Institut weiterentwickelt hat. Jährlich kommen 75 Studierende aus aller Welt und werden von 70 Dozentinnen und Dozenten aus Wissenschaft und Praxis ausgebildet. Uwe Loebens über die Geschichte einer der wichtigsten europäischen Ausbildungsstätten.

Zu Gast im Studio: Prof. Dr. Robin van der Hout

Im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger erzählt Professor Dr. Robin van der Hout von seiner Zeit in Saarbrücken. Außerdem spricht der Absolvent des Europainstitutes über die Ehemaligen-Vereinigung "Ever" und den Zustand von Europa.


Handgeschöpfte Kunst - die Papierarbeiten von Karin Karrenbauer-Müller

Das, was sie auf der Modeschule gelernt hat, reichte ihr nicht. Deshalb hat Karin Karrenbauer-Müller angefangen zu experimtieren. Mit Textilmalerei, Acyrl und handgeschöpften Papieren. Herauskommen beeindruckend schöne Objekte - abstrakt und organisch zugleich.

Das Material ist wichtig. Aus Baumwollfastern, Hanf oder Flachs schöpft Karin Karrenbauer-Möller feine Papiere, deren filigrane Oberflächen sie künstlerisch weiterverarbeitet. Ihre flächigen und linienhaften Motive entstehen durch Pulpenmalerei, eine Technik, bei der das flüssige Papier eingefärbt wird. Harriet Weber-Schäfer porträtiert eine Künstlerin mit einer Vorliebe für ungewöhnliche kreative Techniken.


Mon Trésor (15) - Eine Gräfin aus Fechingen

Ein handfester Skandal: Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken verliebt sich in das Kindermädchen seiner Mätresse und heiratet Katharina Kest, die 1784 vom Kaiser höchstpersönlich zur Gräfin gemacht wurde. Eine märchenhafte Lovestory, und bis heute ist der Aufstieg des 17-jährigen Fechinger Gänsegretels im Gedächtnis.

Die Ernennung Katharina Kests, verbrieft mit einem Siegel in goldener Kapsel, ist Teil der Ausstellung "Mon Trésor", die bedeutende Kulturschätze der Großregion kleinen, persönlichen Schätzen aus dem Alltagsleben der Menschen gegenüberstellt. Es geht darum, ein lebendiges Bild der Kulturgeschichte des Saarlandes und der angrenzenden Länder zu zeigen. Wegen Corona war die Ausstellung viele Monate nicht für die Öffentlichkeit zu sehen. Wir im Saarland stellt ausgewählte Objekte vor. Maria C. Schmitt erzählt den kometenhaften Aufstieg des Gänsegretel.


Wolfgang Niedecken (Foto: SR)

Verdamp lang her: Wolfgang Niedecken zum 70.

Eigentlich wollte Wolfgang Niedecken ja Coverversionen von Bob Dylan und den Rolling Stones spielen. Dann begann er Songs auf Kölsch zu schreiben. Spätestens mit „Verdamp lang her“ gelang ihm der Durchbruch. Und das ist verdammt lange her – zum 70. Geburtstag von Wolfgang Niedecken.

"Das Authentischste, was du machen kannst, ist doch, dass du in deiner Sprache singst, in der du fühlst, in der du womöglich auch träumst, in der du denkst. Warum in aller Welt soll ich da um eine Ecke denken?“, sagt Wolfgang Niedecken. Kölsche Mundart und sozialkritische Texte wurden zu seinem Markenzeichen. 1979 erschien das Debütalbum "Wolfgang Niedeckens BAP rockt andere kölsche Leeder". In den folgenden Jahren wurde BAP zur international gefeierten Rockband. Von seinem Leben erzählt er in der gerade erschienenen Autobiografie „Wolfang Niedecken: 70 Jahre“.


Moderation: Jochen Erdmenger

Eine Stimme von SR 2: Jochen Erdmenger (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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