Wir im Saarland - Kultur (24.02.2021)

Wir im Saarland - Kultur

 

Wie das Historische Museum Reichskanzler Otto von Bismarck wieder in neuem Glanz erstrahlen lässt, wie sich der Püttlinger Kulturbahnhof fit für die nächste Saison in Coronazeiten macht, und wie ein Altarbild aus dem frühen 16. Jahrhundert in den Dillinger Dom kam, erzählt "Wir im Saarland - Kultur".

Sendung: Mittwoch 24.02.2021 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Reichskanzler Bismarck im Historischen Museum

1880 malte Anton von Werner den so genannten Saarbrücker Rathauszyklus. Eines der sieben großformatigen Gemälde stellt eine Szene der berühmten Schlacht von Spichern im Krieg 1870/71 dar. Zwei Bilder werden für die Ausstellung "Monumente des Krieges" restauriert

Eigentlich sollte der frisch restaurierte Reichskanzler Otto von Bismarck ab 27. Februar im Historischen Museum Saar zu sehen sein. Schon im Januar war er zur Überarbeitung von seinem St. Ingberter Depot nach Saarbrücken gebracht worden. In seiner Ausstellung über "Monumente des Krieges" wollte das Museum einen neuen Blick auf unsere Wahrnehmung des deutsch-französischen Konfliktes werfen. Wann die Ausstellung allerdings für das Publikum geöffnet werden kann, ist bislang unklar - wegen Corona müssen die Museen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Wie geht das Museum mit der Situation um? Anette Bak hat die Restaurierung mit einem Kamerateam begleitet, und Museumschef Simon Matzerath spricht über den Umgang seines Hauses mit der Ausstellung in Pandemiezeiten mit Moderator Marcel Lütz-Binder .

Zu Gast im Studio

Diese Woche ist der Chef des Historischen Museums, Simon Matzerath, zu Gast im Studio bei Wir im Saarland Kultur. Unter anderem spricht er über den Umgang seines Hauses mit der Ausstellung in Pandemiezeiten.


Mon Trésor - Folge 11: Das Dillinger Triptychon

Es gilt als eines der höchst geschätzten Kunstwerke im Saarland: Das Dillinger Triptychon. Es stammt von einem bisher unbekannten niederländischen Meister. Normalerweise wird es nur an Weihnachten im Dillinger Dom ausgestellt, derzeit ist es Teil der Ausstellung "Mon Trésor".

Das mittlere Altarbild zeigt die Anbetung des Kindes durch die drei Weisen, der linke Flügel die Verkündigung an Maria, der rechte die Geburt Jesu in Bethlehem. Ursprünglich stammt das Triptychon aus der Kapelle im Dillinger Schloss, Ende der 1960er Jahre wurde es restauriert - und seine Urheberschaft ist bis heute ungeklärt. Stammt es wirklich vom niederländischen Maler und Kupferstecher Lucas van Leyden? Derzeit ist das Altarbild Teil der Ausstellung "Mon Trésor" die in der Völklinger Hütte persönliche Gegenstände kulturgeschichtlichen Schätzen aus der Großregion gegenüber stellt. Pandemiebedingt ist die Ausstellung aber nicht fürs Publikum geöffnet. Uwe Loebens stellt ausgewählte Exponate in "Wir im Saarland - Kultur" vor.


Katharina Ritter und ihre erste eigene Ausstellung in der Stadtgalerie

Sie will die Stadtgalerie Saarbrücken zu einem Ort der "kritischen Zuversicht" machen - und Zuversicht braucht sie. Denn die erste von der Interimsdirektorin Katharina Ritter allein verantwortete Ausstellung findet pandemiebedingt erstmal nur online statt.

Natascha Sadr Haghighian thematisiert Technologie, Biologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Joni Majer beschäftigt sich mit dem idealen Gesicht und Florian Huth setzt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Original und Nachahmung auseinander - allesamt Themen, in denen wichtige gesellschaftliche Problematiken auftauchen - Katharina Ritter setzt in Auswahl und Umsetzung dieser Ausstellung auf Dialog, bezieht Studierende des Fachs "Kuratieren" der HBK Saar mit ein - und bildet diese Ausstellung in unterschiedlichen Formaten auch online ab. Harriet Weber-Schäfer allerdings durfte in der Stadtgalerie drehen und stellt die ausgestellten Arbeiten und die Interimsdirektorin Katharina Ritter vor, deren Bewerbung um die Nachfolge der ans Saarlandmuseum gewechselten Andrea Jahn als Chefin der Stadtgalerie läuft.


Kulturbahnhof Püttlingen coronagerecht fit gemacht

Einer der charmantesten Kulturorte des Saarlandes. Ob Konzerte, Ausstellungen oder Vorträge - der Kulturbahnhof Püttlingen hat weit über die Ortsgrenzen hinaus Anziehungskraft. Mit Bundesfördermitteln wurde er nun fit gemacht für die nächste Saison unter Corona.

Eine Milliarde Euro zusätzlich wurden Kulturstaatsministerin Monika Grütters für das Programm "Neustart Kultur" bewilligt. Das ist eine Verdoppelung des Fördertopfs, aus dem auch Geld ins Saarland fließt. Unter anderem zum Kulturbahnhof Püttlingen. Das Geld hat das Kulturforum Köllertal dazu genutzt, unter anderem eine coronagerechte Besuchersteuerung aufzubauen. Chris Ignatzi hat sich die Situation vor Ort angesehen.


Moderation: Marcel Lütz-Binder

Marcel Lütz-Binder (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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