Wir im Saarland - Kultur (18.11.2020)

Wir im Saarland - Kultur

  17.11.2020 | 14:21 Uhr

Wie wollen wir leben? Dieser Frage geht "Wir im Saarland - Kultur" mit einem Blick auf die Stadtplanung nach und erörtert, inwieweit eine internationale Bauausstellung hier in der Region Sinn ergeben kann. Außerdem: Ein nostalgischer Blick in eine Töpferwerkstatt aus dem Jahr 1962.

Sendung: Mittwoch 18.11.2020 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Nachhaltige Architektur und zeitgemäßes Leben

Die Coronakrise hat die Welt wirtschaftlich, politisch und sozial aus den Angeln gehoben. Die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen, erhält dadurch eine Dringlichkeit. Diese Fragen behandelt die ARD in der Themenwoche "#Wie Leben - bleibt alles anders?". Wir im Saarland - Kultur wirft einen Blick auf Architektur und Stadtplanung.

Unter nachhaltiger Architektur versteht man im Wesentlichen die Verwendung umweltverträglicher, wiederverwertbarer Baumaterialen und die Einrichtung niedrig energetischer Gebäude. Dazu zählt aber ebenso eine Stadtplanung, die gleichermaßen der Verödung der Innenstädte wie den explodierenden Mieten mit sozialverträglicher Wohnbebauung entgegen tritt. Uwe Loebens schaut sich für "Wir im Saarland - Kultur" um, ob das im Saarland gelebt wird.


Wie wollen wir leben? Ein Gespräch über eine internationale Bauausstellung fürs Saarland

Kann eine internationale Bauausstellung (IBA) Impulse für die Entwicklung der Großregion geben? Architekturprofessor Stefan Ochs meint ja - und will eine IBA ins Saarland holen. Was kann sie der Stadt - und Regionalentwicklung bringen?

Internationale Bauausstellungen gehören seit gut 100 Jahren zum Werkzeugkasten der Stadt- und Regionalentwicklung und der Bau- und Planungskultur - mittlerweile nicht nur in Deutschland. Jede IBA ist anders und jede Stadt bzw. Region muss ihre Experimentierfelder zu Fragen des Planes und Bauens für sich finden und festlegen. Während die ersten IBA vor allem mit ihrer Architektur Neuland betraten, haben sich internationale Bauausstellungen in ihrer räumlichen Dimension und gesellschaftlichen Bedeutung seither stark verändert:

Heute sind IBA Baukultur-Ausstellungen, die neben ästhetischen und technologischen Aspekten zunehmend komplexe soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen in ihre Arbeit einbeziehen. Seit Jahren bemüht sich der Saarbrücker Architekturprofessor Stefan Ochs darum, eine IBA ins Saarland zu holen. Seit 2012 prüft das Land zusammen mit Vertretern der Hochschulen, ob eine Bauausstellung eine geeignetes Instrument ist, die strukturelle Entwicklung des Bauwesens in der Großregion weiterzuentwickeln. Über den Stand der Diskussion spricht Prof. Stefan Ochs mit "Wir im Saarland - Kultur"- Moderator Jochen Erdmenger.


Der Schatz der Saarländer*innen - Folge 3: Das Keramikkunstwerk "Boulevard"

Ein Baum, eine Taschenuhr oder eine alte Fotografie - all das kann von großem persönlichen Wert sein. Die Ausstellung" Mon Trésor" will persönlichen Gegenstände kulturgeschichtliche Schätze aus der Großregion gegenüberstellen. Wir heben in jeder Sendung einer dieser Schätze, mindestens so lange, bis die Ausstellung endlich eröffnet werden kann. Diese Woche: Keramik aus Saargemünd.

Ob die Keramikwerkstätten in Saargemünd oder die bahnbrechende Fotoausstellung "Family of Man" in Luxemburg - unsere Großregion ist reich an kulturgeschichtlichen Orten und Objekten, die viel über unsere Geschichte erzählen. Eine Auswahl davon hat das Weltkulturerbe Völklinger Hütte für das erste große Ausstellungsprojekt in diesem Jahr zusammengetragen.

Entstanden sei eine "veritable Wunderkammer der Gegenwart, eine Schatzhalle der Geschichte und Geschichten aus der Mitte Europas", schwärmte Kulturerbechef Ralf Beil. Wann die ursprünglich für den 8. November 2020 geplante Eröffnung stattfinden wird, steht erst mal in den Sternen. Uwe Loebens stellt den "Wir im Saarland - Kultur"- Zuschauer*innen ausgewählte Stücke in einer Serie vor. Im dritten Teil blickt er auf das Keramikkunstwerk "Boulevard" in der Fayencerie von Saargemünd.


Töpfern im Jahr 1962

Wild toupierte Frisuren, Miniröcke, alte Automarken - Aufnahmen aus den 1960er Jahren wecken nostalgische Gefühle und bei vielen ja sogar noch Kindheitserinnerungen. In der SR Mediathek werden einige 100 dieser Film- und Radioschätze jetzt allen zugänglich gemacht. Wir heben einige besonders schöne Beiträge noch mal ins Fernsehen.

Zum UNSECO Welttag des Audiovisuellen Erbes haben die ARD- Landesrundfunkanstalten und das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) das Projekt Retro gestartet. eine Sammlung von Fernsehbeiträgen aus den 1950er und 1960er Jahren.

Es soll Einblicke in die "frühe Fernsehberichterstattung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR geben". Das Projekt Retro startete mit 9000 Videobeiträgen und soll in Zukunft rund 40.000 Videos anbieten. Diese werden in der ARD Mediathek online gestellt und damit allen zugänglich. Uns interessieren besonders die Beiträge aus unserer Vorgängersendung "Westmagazin", dem ersten Kulturmagazin des SR.


 (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Moderation: Jochen Erdmenger

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