Wir im Saarland - Kultur (30.09.2020)

Wir im Saarland - Kultur

 

Ein Buch über die tonnenschweren Stahlskulpturen Robert Schads, ein Porträt über die leichtfüßigen Genreüberquerungen zwischen Pop und Klassik des Chronatic Quartets und eine Zeitreise in die 50er Jahre, das sind Themen der kommenden Sendung von Wir im Saarland - Kultur.

Sendung: Mittwoch 30.09.2020 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Prägende Künstlerinnen der Nachkriegszeit

Sie haben wesentliche Entwicklungen der 50er und 60er Jahre mitgeprägt: Künstlerinnen wie Sofie Dawo, Jolande Lischke-Pfister oder Margarete Palz. Einige ihrer wichtigsten Werke zeigt die Ausstellung "Partikel" im Saarbrücker KuBa.

Seit fünf Jahren zeigt die Galerie im KuBa Saarbrücken jährlich eine Ausstellung mit ausgewählten Werken aus der Kunstsammlung des Saarlandes. In diesem Jahr geht es um Frauen, die entweder als Autodidaktinnen oder an unterschiedlichen Institutionen wie der Saarbrücker Kunst und Handwerk ausgebildeten Künstlerinnen in den 50er und 60er Jahren wesentliche Impulse für die Entwicklung der regionalen Kunstszene gegeben haben.

Dabei sind sowohl figürliche Ansätze als auch abstrakt geometrische Arbeiten zu sehen. Harriet Weber-Schäfer hat sich die Ausstellung mit der noch sehr aktiven Künstlerin Margarete Palz gemeinsam angeschaut.


Vivaldi mit Drumset - das Crossoverprojekt "Chronatic Quartet"

Mozart trifft Supertramp, Brahms begleitet Freddy Mercury, und Robbie Williams steigt zu Vivaldi auf die Bühne. Das Chronatic Quartet verschmilzt unterschiedliche Musikstile und sprengt die Grenzen von Klassik und Pop. Und nicht nur das: Auf ihrer Reise mit rockender Geige begleiten das Quartett mit Musikern aus dem Saarland und Nordrhein- Westfalen auch Eigenkompositionen.

Die Wurzeln des " Chronatic Quartets" reichen über zehn Jahre zurück: Unter dem Namen "Fourtissimo" gegründet, haben die vier Musiker ihre Spuren in der Musikwelt hinterlassen. 2016 erhielten sie den Kulturpreis der Stadt Saarlouis, gestalteten diverse Veranstaltungen des Saarländischen Rundfunks mit, waren zum Deutschlandfest in Berlin eingeladen und traten auch im Ausland auf.

2018 erfolgte der "Relaunch". Als "Chronatic Quartet" erfüllen sich seitdem Tobias Paulus (Violine), Marco T. Alleata (Bass), Benedikt ter Braak (Piano) und Jan Friedrich (Schlagzeug) einen Traum, arrangieren Musikstile, die oft nur getrennt präsentiert werden, zu einer Einheit und fügen fantasievolle Eigenkompositionen hinzu. Chris Ignatzi hat das Quartett vor seinem Auftritt begleitet.


Tanzende Tonnen - Stahlskulpturen von Robert Schad in Saarlouis

"Sie sind tonnenschwer und wirken, als würden sie tanzen", sagt Robert Schad über seine Skulpturen. 35 Tonnen Stahl hatte er 2018 nach Saarlouis gebracht, wo 18 seiner gewichtigen Skulpturen aufgestellt wurden und einige Monate das Stadtbild prägten. Gleichzeitig war seine Kunst in Metz zu sehen. Nun ist zu diesem Ausstellungsprojekt ein Buch erschienen.

"Deux Villes - Zwei Städte" hieß der Skulpturenparcours, der sich quer durch die Städte Saarlouis und Metz in Lothringen schlängelte. Robert Schad, einer der wichtigsten Bildhauer Deutschlands, denkt gerne groß: Seine Stahlskulpturen erreichen nicht selten die Höhe von Bäumen oder Gebäuden. Und solche Kolosse wollen erstmal aufgebaut sein - so leicht und filigran sie auch wirken mögen.

Susanne Kirchhofer war dabei, als ein Stahlgigant seinen Weg in die Innenstadt von Saarlouis fand, und lässt sich von Robert Schad seine Skulpturenphilosophie nahebringen. Bilder zu den Skulpturen und Texte zum Künstler und seiner Philosophie sind nachlesbar im Buch "Zwei Städte - Metz und Saarlouis im Dialog. Skulpturen von Robert Schad", das gerade in der Reihe "Kunst im öffentlichen Raum" des Instituts für Aktuelle Kunst in Saarlouis erschienen ist.


Filmfestival Max Ophüls Preis im Kern erhalten


Reduzierte Programme, ein konsequentes Hygienekonzept, und die dezentrale Bespielung unterschiedlicher Kinos - so soll die 42. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis im kommenden Januar trotz Corona aussehen. Im Studiogespräch spricht Festivalchefin Svenja Böttger über Schwierigkeiten, aber auch über Chancen in der Pandemie.

Eines ist den Macher*innen des wichtigsten deutschen Nachwuchsfilmfestivals Svenja Böttger und Oliver Baumgarten sehr klar: Die kommende Ausgabe wird anders. Dabei wollen die beiden so viele Filme im Kino zeigen wie irgend möglich, denn für sie lebt das Ophüls-Festival von der menschlichen Begegnung und dem gemeinsamen Filmeschauen und -diskutieren.

Zu Gast im Studio

Svenja Böttger - Chefin des Festivals Max Ophüls Preis

Mitte Januar wird das Festival jetzt stattfinden - und damit mitten im Winter und mit großen Unwägbarkeiten. Daher gibt es verschiedene Szenarien, die an neue Coronaverordnungen angepasst werden können. Darüber und wie es überhaupt ist, in diesen Zeiten Festivalchefin zu sein und auf die Jagd nach Filmen zu gehen, spricht Svenja Böttger mit Jochen Erdmenger im Wir im Saarland-Studio. 


Das Musikfestival "Resonanz" unter Coronabedingungen

Künstlerischer Leiter Sebastian Studnitzky wird beim Musikfestival "Resonanz" im Oktober 2020 selbst auftreten. Auch für ihn ist die Organisation unter Coronabedingungen eine Herausforderung. Für ihn gilt es, die Spezifika des Festivals auch coronagerecht beibehalten und in Szene setzen zu können. Besondere Schwierigkeiten könnte es durch die Anreisen aus den teilweise krisenhaften Grenzgebieten geben.


Moderation: Jochen Erdmenger

Eine Stimme von SR 2: Jochen Erdmenger (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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