Wir im Saarland - Kultur extra (24.04.2019)

Wir im Saarland - Kultur extra

Kulturorte im Saarland

 

In unserer "Wir im Saarland - Kultur extra"- Sendung zeigen wir Ihnen noch einmal eine Auswahl der schönsten Kulturorte der Region.

Sendung: Mittwoch 24.04.2019 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Hemmersdorf, ein Kulturort mit Potenzial

Sie kommen aus Los Angeles - und spielten in Hemmersdorf: Die alternative Rockband "Spain" genießt Kultstatus. Chris Burr hat sie ins Gasthaus Gellendorf geholt. Das Gasthaus Gellendorf ist ein Ort, der im positiven Sinn nostalgische Gefühle weckt. Ein Haus aus der guten alten Zeit, in der es hinter der eigentlichen Gaststätte noch einen Raum mit einer Bühne gab. Den zu beleben hat sich der (Jung-)Hemmersdorfer Chris Burr zum Ziel gemacht. Als Konzertagent hat er über hundert Bands im Portfolio, deren Touren er vom Saarland aus plant und organisiert. Darunter ist die Band "Spain" um Josh Haden, den Sohn von Jazzlegende Charly Haden. Das Konzert schlug ein, der Saar war voll - und Chris Burr will weitermachen. Konzerte im Gasthaus, sogar ein Musikfestival, das viele Säle im Dorf bespielt, stellt er sich vor. Denn ausgerechnet das kleine Hemmersdorf an der Nied, sagt Chris Burr, bietet phantastische Voraussetzungen.


Kulturort Auberge Rouge

Ein rotes Gasthaus? Nein, die Auberge Rouge im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual ist kein Etabilssement.... vielmehr ein ungezwungener Ort für Kunst und Kulinarik, gestaltet und geleitet von der Künstlerin Dagmara Woznika und dem Filmregisseur Kolin Schult. Ein Raum solle es sein, in dem sich die Menschen wie auf einer Bühne begegnen, die ihre Realität abbildet. Sagt Kolin Schult, den es ins Saarland verschlagen hat. Dafür haben er und seine Partnerin einen gemütlichen Treffpunkt gestaltet. Mal gibt es Musik, mal Ausstellungen - beispielsweise mit Bildern von Kolin Schults Vater HA Schult, der international als Aktionskünstler arbeitet und eigenwillige Porträts berühmter Persönlichkeiten anfertigt.


Kulturort: Das Kurhaus Harschberg bei St. Wendel

Es war vieles: Ein Kurhaus für Eisenbahner, Verwaltungssitz und Standort für das Militär. Nun entsteht im Kurhaus Harschberg bei St. Wendel ein Kulturzentrum, das von Bernhard Wasmund nicht nur akustisch mit viel Liebe aufgebaut wird. Früher wurde hier gegessen, heute ist die ehemalige Kantine ein Konzertraum mit einem ganz eigenen Charme: An den Wänden sind skulpturale Holzelemente angebracht, um die Akustik des Raums zu verbessern. Und immer häufiger finden hier hochkarätige Konzerte statt - zuletzt mit der Band "For Free Hands" des Berliner Jazzgitarristen Andreas Braun. Ermöglicht werden solche Auftritte durch die Zusammenarbeit des Kurhauses mit dem Jazzförderkreis St. Wendel. Karsten Neuschwender hat den ungewöhnlichen Kulturort besucht und findet ihn atmosphärisch angenehm und akustisch niveauvoll.


Kulturort: Kunstwettstreit im Literaturcafé

Er verbindet Bier mit Belletristik und Latte Macchiato mit Lyrik: Jean Dib Ndour, selbst Schriftsteller, hat in Metz sein literarisches Café eröffnet und eine pittoresken Kulturort geschaffen. Jean Dib Ndour kam 2002 aus dem Senegal nach Metz. In seinem literarischen Café finden zwischen alten Schreibmaschinen, Telefonen und Büchern Lesungen, Konzerte und so genannte Art Battles, also ein Wettstreit zwischen Künstlern statt. Er selbst schreibt gerade an seinem dritten Buch, das wie die anderen sehr autobiografische sein wird. Harriet Weber-Schäfer stellt Jean Dib Ndour vor und hat ihn bei einer Art Battle in seinem Café in der Metzer Fußgängerzone besucht.


Kulturort: Kunst in der Schuhfabrik eine ehemalige Fabrik wird zum Kulturort

Als Oliver Werner und Christina Lentes 2015 die alte Schuhfabrik in Schwarzenacker erwerben, blätterte an den Wänden die Farbe, und das alte Gebäude war in einem bedenklichen Zustand. Mittlerweile haben sie dort Ferienwohnungen eingerichtet und die große Halle wurde mit der Ausstellung "Kunst in der Fabrik" kulturell genutzt. Es soll eine Ausstellungsreihe werden, in der sich regionale Kulturschaffende präsentieren wollen. Und nicht nur das. Die historische Schuhfabrik mit seiner gläsernen Produktionshalle soll nach seiner Renovierung das kulturelle Leben in Homburg bereichern. Gebaut wurde die Schuhfabrik 1950, als 1988 nutzte die Evangelische Kirchengemeinde die Räumlichkeiten für Hochzeiten, Taufen und andere Gemeindeveranstaltungen. Doch die Kirche konnte das Gebäude nicht mehr unterhalten - so übernahmen Oliver Werner und Christina Lentes die alte Schuhfabrik und haben sie in den letzten Jahren liebevoll renoviert, das historische Ambiente wieder hergerichtet und sogar einen Bauerngarten an der Frontseite des ortsbildprägenden Gebäudes eingerichtet. In der ehemaligen Schuhfabrik finden auch Kulturveranstaltungen statt.


Kulturort: Die Legende lebt - die Musikkneipe "Bahnhof Würzbach"

Züge halten hier immer hoch -doch seit 1981 ist das Bahnhofsgebäude in Niederwürzbach kein reiner Bahnhof mehr, sondern ein Kulturort erster Klasse. Seit über 30 Jahren ist er eine erste Adresse für Musik und Kleinkunst. Wenn Steffi Wolter um 16 Uhr die Tür zum Bahnhof aufschließt, hat sie meist schon eine Schicht hinter sich: Tagsüber geht sie einem festen Job nach, abends leitet sie eine der führenden Musikkneipen der Region. Sie liebt den Bahnhof und seine Menschen. Die kommen teilweise seit Jahrzehnten hierher - zum entspannten Genießen auch von Kultur. Der Würzbacher Bahnhof ist Legende, es treten regelmäßig Bands auf und ab und zu gibt es auch Kleinkunst. Detlef Schönauer beispielsweise tritt hier auf. Oder zuletzt der Wahl-Berliner Jochen Prangster, ein Comedian, der den Bahnhof noch auf früheren Zeit kennt: Vor vielen Jahren spielte der gebürtige Saarländer hier mit seiner Ärzte-Coverband. Karsten Neuschwender stellt den Bahnhof in der Reihe " Kulturorte" vor.


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