Wir im Saarland - Kultur extra (17.07.2019)

Wir im Saarland - Kultur extra

 

Die besonderen Trompeten des Instrumentenbauers Karl-Albert Kunz, ein Krimi vom Saarpolygon und der eigenwillige Grafiker Hans Husel sind Themen der "Wir im Saarland - Kultur" Extra-Sendung.

Sendung: Mittwoch 17.07.2019 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Mord und Totschlag im Bekanntenkreis – der Krimiautor Klaus Brabänder

Figuren erfinden muss er nicht. Denn am liebsten lässt Autor Klaus Brabänder Persönlichkeiten aus seinem Bekanntenkreis in seinen Krimis auftreten. So warten seine Freunde mit Spannung darauf, welche Rolle sie in den Geschichten Brabänders spielen.

Der Tatort im vierten Fall von Kommissar Joachim Schaum, genannt Josch, ist spektakulär: Das Saarpolygon in Ensdorf ist einer der Schauplätze im Krimi „Gegenwind“ von Klaus Brabänder. Maria C. Schmitt  hat den Autor und seinen Verleger dort getroffen und begleitete Brabänder zu einem weiteren zentralen Krimi-Ort. In Spiesen, wo seine Lebensgefährtin wohnt, traf sie einige der Menschen, die als Vorlage für unterschiedliche Figuren in seinen Büchern dienten. „Ich dachte mir, die sitzen alle hier vor der Tür, nimm doch die, die sind authentisch“, erzählt Klaus Brabänder. Der Autor beschreibt viel von seinem eigenen Leben und würzt es mit einer ordentlichen Prise Mord und Totschlag.


Meister des klingenden Metalls

Trompetenbauer sind Alchimisten, sie machen aus Blech Gold. Könnte man sagen. Karl-Albert Kunz ist ein gefragter Meister seines Fachs. Ein Porträt im Rahmen der neuen Serie über Instrumentenbauer im Saarland.

Er setzt auf individuelle Beratung. Denn immer dann, wenn Karl-Albert Kunz eine seiner Trompeten fertig hat, beginnt die Feinarbeit: Dann wird das Instrument auf die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden angepasst. Wie spricht das Instrument an? Wie soll es am Ende klingen? In seiner Werkstatt in Eschringen geht es oft um diese Fragen, denn die Haupttätigkeit von Karl-Albert Kunz liegt im Neubau von Instrumenten. Obwohl er auch für verschiedene Blechblasinstrumente kompetenten Service anbietet.


Kunst, Grafik und Geräusche – eine Begegnung mit Hans Husel

Er ist Künstler, Grafiker, Freejazzbegeisterter, Konzertveranstalter, kurz gesagt: Ein Original. Hans Husel gehört zu den farbigsten Persönlichkeiten in der Saarbrücker Kulturszene. Eine Würdigung.

Werbung hat ihn nie interessiert, obwohl er immer auch Werbung gemacht hat. Aber nur für das, was ihm selbst wichtig war. So hat er neben seiner Kunst Plakate für die Stadtgalerie entworfen und für die Konzerte, die er dort und später im Künstlerhaus organisiert hat - meist Freejazz oder improvisierte Musik. Hans Husel ist das, was man gerne authentisch nennt. Sehr vielschichtig in seiner Persönlichkeit hat er der regionalen Kulturszene wichtige Impulse gegeben. Uwe Loebens zeichnet diesen faszinierenden Menschen nach, so, wie es ihm am besten gerecht wird: in einem filmischen Mosaik.


Café & Co. – Teil 2 der Serie über Kaffeehäuser an der Saar

Seit Generationen sind sie Treffpunkte für Literaten, Philosophen und Menschen, die einfach mal bei einer guten Tasse Kaffee miteinander reden wollen. Saarländische Kaffeehäuser erzählen Kulturgeschichte. Im zweiten Teil der Serie geht es um das Café Kraus in Sankt Ingbert.

Jahrzehntelang war das Café Kraus in der Mittelstadt Sankt Ingbert eine Institution. Vor rund einem Jahr hat die Konditormeisterin Marie-Christine Knapp das leerstehende Café wiedereröffnet. Den Namen erhielt es von Josef Kraus, der Konditorei samt Kaffeehaus 1924 gegründet hatte. Das größte Café am Ort war damals aber das Café Schmelzer. Auf zwei Etagen konnten die Gäste Kaffee und Kuchen genießen und im Ballsaal sogar rauschende Feste feiern. Einen regelrechten Café-Boom verdankte die Stadt der aufstrebenden Industrie. Selbst der bekannte 1878 geborene Maler Albert Weisgerber entstammte einer Bäckerei samt Gaststätte. Heute sind viele Sankt Ingberter froh, dass es ihr Café Kraus wieder gibt.


Mit Herzblut – der Musiker, Lehrer und Festivalmacher Thorsten Gand

Er ist Lehrer, Jazzpianist und arbeitete schon mal als Manager beim Staatsorchester. Und wenn man einen typischen Charakterzug von Thorsten Gand beschreiben sollte, dann ist es der: Es kommt weniger drauf an, was man macht, sondern wie.

„Mit Herzblut“ ist eine Umschreibung, die im ersten Moment kitschig wirken könnte. Ja, das wünschen wir uns alle für das, was wir im Leben tun. Weil es dann besonders ehrlich und gut ist. Die Realität sieht oft anders aus, denn Routine und die Erkenntnis, dass nicht jeder Traum verwirklichbar ist, lassen das Handeln „mit Herzblut“ oft in schnödem Alltag enden. Bei Thorsten Gand ist das anders. Alles, was er macht, macht er aus Überzeugung und mit einem guten Schuss Leidenschaft. Ob er Jazzklavier spielt, als Schullehrer tätig ist oder, wie kürzlich, ein kleines, feines Jazzfestival im Warndt organisiert.


Sommerpause bei Wir im Saarland – Kultur. Die Moderatoren Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt, Marcel Lütz-Binder und Christine Alt führen durch die Highlights der vergangenen Sendungen.