Logo der Sendung "Wir im Saarland - Kultur" (Foto: SR)

Wir im Saarland - Kultur

 

In dieser Sendung haben wir gezeigt, wie das Centre Pompidou Metz anhand von hochkarätigen Bildern die Bedeutung von Farbe in der Kunst untersucht. Außerdem haben wir Günter Litwinschuh und seine Briefmarkenkunst besucht und gefragt, was Denkmäler in der heutigen Zeit leisten können.

Sendung: Mittwoch 02.05.2018 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Ausstellung (Foto: SR)

Die Sanftheit der Farbe Rosa - Das Centre Pompidou untersucht die Buntheit der Kunst

Was wäre die Welt ohne Farbe? Farbe ist nicht nur bunt, sondern immer auch mit Gefühl verbunden – meinte schon Goethe. Das Centre Pompidou Metz untersucht anhand von hochkarätigen Bildern die Bedeutung von Farbe in der Kunst.

Einer der großen Künstler des 20. Jahrhunderts bringt es auf den Punkt: „Ich will nur noch meine Farben zum Singen bringen, ohne all die Regeln und Verbote zu berücksichtigen“, sagte Henri Matisse und prägte mit seine Konzentration auf die Farbe als solche die Kunst des 20. Jahrhunderts. Anhand einer Auswahl moderner und zeitgenössischer Meisterwerke aus dem Centre Pompidou zeigt „Das Abenteuer Farbe“ die anhaltende Beschäftigung von Künstler*innen mit diesem Thema; welche Gefühle und Empfindungen Farben transportieren, aber auch, wie sie zu unbegrenzten Reflexionen über ihre Materialität und Spiritualität anregen können. Isabel Heine hat Besucher*innen zu ihren Farbempfindungen in der Ausstellung befragt.


Günter Litwinschuh und seine Briefmarkenkunst (Foto: SR)

Charmante Provokationen - Günter Litwinschuh und seine Briefmarkenkunst

Ein Papst in Unterwäsche, Nietzsche auf dem Weg zum Weib mit Peitsche in der Hand oder Heidi Klum im Negligée –das sind Motive des Briefmarkenmalers Günter Litwinschuh. Er nimmt Originalbriefmarken und zeichnet eine Geschichte drum herum gerne provozierend.

Sein Motto: Den sorgfältig gestalteten Briefmarken etwas Unkonventionelles entgegensetzen. Mittlerweile ergänzt Günter Litwinschuh seit 15 Jahren Postwertzeichen zu originellen Bildern. Dass er darin seine Berufung gefunden hat, war reiner Zufall. Vor knapp 15 Jahren löste der Saarbrücker Künstler und ehemalige Lehrer eine Briefmarkensammlung auf. Weil er die Marken nicht einfach wegwerfen wollte, begann er, um sie herum zu malen. Tagelang, manchmal sogar Jahre lang arbeitet er an einem einzigen Motiv. Emil Mura hat Litwinschuh besucht und stellt ihn und seine Kunstwerke vor.


Denkmal (Foto: SR)

Zeitgemäße Erinnerungskultur – was Denkmäler leisten können

Wir leben in Zeiten zunehmender Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und abnehmendem Geschichtsbewusstsein. Ein Mittel dagegen können Denkmäler sein. Aber was können diese leisten, und was ist ihr Auftrag?

Sonja Beeck ist Architektin und erarbeitet auch Ausstellungen zu Themen der NS-Vergangenheit. Gerade nahm sie in Saarbrücken an einem Kolloquium über die Gedenk- und Erinnerungsarbeit teil. Das Kolloquium fand statt anlässlich der Präsentation einer Internetseite, die alle Gedenkorte in der Großregion zusammenfasst, Informationen zu den einzelnen Gedenkstätten anbietet und miteinander verknüpft. Sie soll im Herbst online gehen. Ein lobenswertes Projekt, das aber auch Fragen aufwirft: Wie sollte man grundsätzlich Erinnerungsarbeit gestalten und mit welchen Zielen. Uwe Loebens hat sich mit Sonja Beeck und der Kunsthistorikerin Juliane Heise getroffen und spürt der Fragestellung anhand der Denkmäler unserer Region nach.

Dazu im Studiogespräch: Andrea Wandel und Wolfgang Lorch, die mit ihrem Saarbrücker Architekturbüro in ganz Deutschland Denkmäler zur Judenverfolgung entworfen und realisiert haben und spätestens seit dem Bau der Münchner Synagoge internationales Renommee als Architekten genießen.


Moderation: Susanne Gebhardt

Die Moderatoren des neuen Vorabends: Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt und Marcel Lütz-Binder. (Foto: SR)

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