Wir im Saarland - Grenzenlos (24.01.2022)

Wir im Saarland - Grenzenlos

 

Diese Woche stellen wir Ihnen einen Informatiker aus Nancy vor, der Sie in die spannende Welt der Perspektiven entführt. Außerdem geht es um die Rastatter Prozesse, den Wiederaufbau des Hobbit-Hauses nach dem Ahr-Hochwasser und um Spaziergänge mit Wolfshunden.

Sendung: Montag 24.01.2022 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Versteckt: Informatiker aus Nancy entschlüsselt Van Eyck-Code

Warum sehen Fotos, Gemälde und Zeichnungen so aus, wie sie aussehen? Wie verhalten sich die Objekte im Bild zueinander und zu ihrer Umgebung? Alles eine Frage der Perspektive! Der Informatiker Gilles Simon aus Nancy hat kürzlich eine Entdeckung gemacht, die als kleine Revolution in der Kunstwelt gilt.

Simon, der normalerweise im Bereich Augmented Reality arbeitet, konnte mithilfe von Computersimulationen und einem ausgeklügelten Algorithmus nachweisen, dass der Maler Jan Van Eyck im 15. Jahrhundert eine „Perspektiv-Maschine“, bestehend aus vier Dioptern, genutzt haben muss. Wir haben Simon in Nancy besucht und lassen uns von ihm in die spannende Welt der Perspektive mitnehmen.

Université de Lorraine

Gilles Simon
Bureau C143
LORIA, Campus Scientifique, BP 239
54506 Vandœuvre-lès-Nancy
Frankreich
Tel.: +33 (0)3 83 59 20 67
Email: gilles.simon@loria.fr


Vergessen: Die Rastatter Prozesse in der französischen Besatzungszone

Die Rastatter Prozesse sind heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei gehörten die NS-Kriegsverbrecherprozesse in der französischen Besatzungszone zu den größten nach dem Zweiten Weltkrieg. Gleich im ersten Prozess ging es um Verbrechen an Häftlingen im Lager Neue Bremm direkt vor unserer Haustür.

Jahrzehntelang standen die Prozesse im Schatten der großen Nürnberger Prozesse, außerdem unterlagen die Gerichtsakten einer Sperrfrist von 100 Jahren. Nachdem die Sperrfrist vorzeitig aufgehoben worden ist, sind nun große Teile der Prozessakten zum ersten Mal einsehbar.

Langfilm „Kriegsverbrecher vor Gericht - Die Rastatter Prozesse“ in der ARD-Mediathek (91 Minuten):

Eine 45-minütige Version des Films läuft am 27.01.22 um 20.15 im SR-Fernsehen.


Verankert: Wiederaufbau des „Hobbit-Hauses“ nach Ahr-Hochwasser

In Ahrweiler steht ein ganz besonderes Haus, das einem Hobbit-Haus gleicht. Das Hochwasser im vergangenen Sommer hat auch hier seine Spuren hinterlassen. Wieviel Wasser ins Fundament gesickert ist, ist noch unklar. Besitzer Wolfgang Schlagwein will es wieder aufbauen, wie es einmal war. Wir besuchen Schlagwein in seinem ungewöhnlichen Haus und sprechen mit ihm über seine große Herausforderung.


Verzückt: Spazierengehen mit Wolfshunden im Elsass

Einmal in Begleitung von Wolfshunden spazieren gehen – kein alltäglicher Ausflug, ist aber möglich im Elsass. In Thal-Marmoutier erzieht Laurence Goetz bei sich zu Hause ein Dutzend Hunde. Sie bietet neben Spaziergängen auch sportlichere Joggingläufe für Interessierte an und gibt gleichzeitig Tipps zum Umgang mit Hunden. Wir besuchen Laurence Goetz bei einigen ihrer Ausflüge.

Lakota Cani-Rando

Laurence Goetz
58, rue des Tilleuls
67440 Thal-Marmoutier
Frankreich
Telefon: +33 (0)6 36 56 48 76
Email: lakotacanirando@gmail.com
Website: www.lakotacanirando.com


Kurz und gut

Tipps und Trends für die Großregion [mehr]


Ferien beim Nachbarn: Nature et Détente in La Bresse

Françoise Homberg hat über 30 Jahre in einer Bank gearbeitet, bis sie sich dazu entschied, ein Gästehaus zu eröffnen. Ihre Tochter und sie sind leidenschaftliche Reiterinnen. Irgendwann hatten sie keine Lust mehr, ihre Pferde auf anderen Höfen stehen zu haben. Sie machten sich in den Vogesen auf die Suche nach einem Haus mit umliegenden Wiesen und fanden einen ehemaligen Bauernhof, der bereits einige Jahre zuvor von einem Architekten umgebaut worden war. Wir besuchen die Hombergs in ihrem gemütlichen Ferienhaus in La Bresse.

Ferienhaus "Nature et Détente La Bresse"

Françoise und Claus-Dieter Homberg
33 Route de Gérardmer
88250 La Bresse
Frankreich
Tel.: +33 (0)7 87 89 05 24


Moderation: Marcel Lütz-Binder

Marcel Lütz-Binder (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Kurz und Gut (Foto: SR)

Kurz und gut

Tipps und Trends aus der Großregion

Deutsch-Französisches Kurzfilmfestival in Metz

Nach einem Online-Jahr findet das deutsch-französische Kurzfilmfestival „Les petits claps“ („Die kleinen Klappen“) dieses Jahr wieder vor Publikum statt. Am Freitag werden im Metzer Kino „Klub“ ab 19.30 Uhr Kurzfilme aus Deutschland und Frankreich gezeigt. Sie stehen unter dem Motto: „Durch die Zeit“. Die Filme laufen direkt hintereinander, in Originalsprache, mit Untertiteln in der jeweils anderen Sprache. Das Festival ist ein Projekt von deutschen und französischen Studierenden der Uni Metz. Der Eintritt kostet drei Euro. Es gelten die 2G-Regel und Maskenpflicht.

Weitere Informationen: www.facebook.com/petitsclaps2022

Festival International du Film Fantastique in Gérardmer

Thriller, Science Fiction-, Fantasy- und Horror-Filme laufen beim Festival International du Film Fantastique in Gérardmer. Die meisten feiern dort ihre Premiere. Auch dieses Festival soll vor – wenig – Publikum stattfinden. Mit 2G und Maskenpflicht. Trotz Pandemie werden auch einige Film-Promis nach Gérardmer kommen. Das Filmfest geht von Mittwoch bis Sonntag. Ein Einzelticket kostet 10, der Festivalpass 100 Euro.

Weitere Informationen: www.festival-gerardmer.com

Ruhige Tierwelt in den Vogesen

Im Regionalen Naturpark Ballons des Vosges – im Grenzgebiet zwischen Lothringen und dem Elsass – hängen zurzeit Banner mit der Aufforderung, die heimische Tierwelt in Ruhe zu lassen. Die Skifahrer und Fußgänger sollen auf den Pisten und Wegen bleiben und die Tiere nicht beim Winterschlaf oder später beim Brüten und der Aufzucht des Nachwuchses stören. Bei Nichtbeachtung drohen Strafen bis zu 450 Euro. Die Banner richten sich an Touristen und Einheimische und sollen bis Ende Juni hängen bleiben.

Weitere Informationen: www.quietudeattitude.fr/le-programme

Zweisprachiges Briefmarken-Buch aus Luxemburg

Mit dem zweisprachigen Briefmarken-Buch „Dat ass Lëtzebuerg“ („Das ist Luxemburg“) lädt die Luxemburger Post wieder ein zu einer Rundreise durch das Großherzogtum. Zu den Themen Wein, Architektur, Bräuche und Feste haben vier Künstler jeweils vier Briefmarken gestaltet. Das Buch enthält die Original-Briefmarken sowie Porträts ihrer Schöpfer. Die philatelistische Reise ist im Buchhandel und im Online-Shop der Luxemburger Post erhältlich und kostet 39 Euro.

Weitere Informationen: www.postphilately.lu

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