Wir im Saarland - Grenzenlos (28.06.2021)

Wir im Saarland - Grenzenlos

 

In der kommenden Sendung stellen wir einen Belgier und sein Fahrradmuseum vor, erklären, warum Schengen für viele ein Traumort ist und geben Tipps, wie man zu Corona-Zeiten Urlaub in der Grenzregion machen kann.

Sendung: Montag 28.06.2021 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Ungebremste Leidenschaft: Ein Belgier und sein Fahrradmuseum

Seit seiner Jugend hat Philippe Tibesar aus Arlon auf zwei Rädern Gipfel bezwungen und an Amateurrennen teilgenommen. Doch seine Begeisterung für den Sport begrenzt sich schon lange nicht mehr nur aufs Fahren allein. In über 50 Jahren hat er Fahrräder gesammelt von der Draisine bis zum Rennrad, außerdem Trikots und Poster. Das Museum für seine Schätze hat er mit den eigenen Händen gebaut. Wir haben den Fahrrad-Fan kurz vor dem Start der Tour de France besucht.

Musée du Cycle
Rue de Stehnen 44
6700 Weyler (Arlon)
Tel.: +32(0)63 21 72 03
Email: museeducycle@yahoo.fr
Website: www.museeducycle-weyler.be


Schengen (Foto: SR)

Verheißungsvoller Name: Schengen steht für Reisefreiheit und offene Grenzen

Der Ort Schengen löst in vielen Ländern der Welt Sehnsüchte aus. Im Saarland ist allgemein bekannt, wo er liegt und natürlich auch, dass hier ein Abkommen unterschrieben wurde, mit dem schrittweise die Grenzkontrollen in Europa wegfielen. Für uns heute eine Realität. Anderswo in der Welt ist Schengen vor allem der Name eines Visums und damit gleichbedeutend mit dem Einlass in eine Art Paradies, das für viele unerreichbar bleibt. Daher ist das luxemburgische Moseldörfchen im Dreiländereckt Touristenmagnet für Menschen aus allen Kontinenten.


Unbeschwerter Urlaub: Reisen in der Großregion trotz Corona

Die Sommerferien stehen im Saarland vor der Tür. In Frankreich, Luxemburg und der Wallonie gibt es viele schöne Orte und Landschaften zum Urlaubmachen. Aber welche Corona-Regelungen gelten mittlerweile in den drei Ländern? Was müssen Touristinnen und Touristen beachten, wenn sie über die Grenze fahren und wenn sie wieder zurückkehren? Antworten auf diese und andere Fragen unserer Zuschauerinnen und Zuschauer beantwortet für uns SR-Frankreichreporterin Kerstin Gallmeyer.

Brauche ich Tests für die Einreise?

Frankreich: Alle ab 11 Jahren brauchen einen negativen PCR-Test oder einen Antigentest (Schnelltest), der nicht älter als 72 Stunden ist. Wenn man nachweisen kann, dass man vollständig geimpft ist oder eine Corona-Infektion hatte, die nicht länger als 6 Monate her ist, braucht man keinen Test.
Außerdem wird eine Ehrenerklärung benötigt, dass man keine Symptome hat. Die kann man untern anderem auf SR.de herunterladen, dann ausfüllen, ausdrucken und dabei haben. Ausnahmen von der Testpflicht bestehen bei Einreisen auf dem Landweg von weniger als 24 Stunden und in einem Umkreis von 30 km vom eigenen Wohnort.

Luxemburg: Bis letzten Samstag hat das Auswärtige Amt noch vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Luxemburg gewarnt. Seit 27.06.2021 ist Luxemburg aber kein Risikogebiet mehr. Wenn man aus dem Saarland mit dem Auto nach Luxemburg fährt, gibt es keine Beschränkungen – weder Testpflicht, noch Quarantäne.

Belgien: Auch recht unkompliziert, wenn man aus dem Saarland nach Belgien fahren möchte. Deutsche dürfen grundsätzlich wieder ohne triftigen Grund einreisen.
Belgien hat ausländische Länder und Regionen je nach Infektionslage in rot, orange und grün eingeteilt. Das Saarland ist im Moment orange. Bei orange und grün ist keine Testpflicht und auch eine Quarantänepflicht vorgesehen.
Allerdings muss man innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise ein elektronisches Einreise-Formular ausfüllen (den Link dazu gibt es auf den Seiten des Auswärtigen Amts), versenden, aber auch elektronisch auf dem Handy oder als Ausdruck dabei haben bei der Einreise, falls man kontrolliert wird – andernfalls kann das bis zu 250 Euro Geldbuße kosten. Wenn man aber mit dem Auto einreist und sich unter 48 Stunden in Belgien aufhält, braucht man das Formular nicht.

In keinem der Länder braucht man einen zusätzlichen Test, um eine Unterkunft zu buchen.

Was muss ich beachten, wenn ich in den drei Ländern essen gehen will?

Frankreich: In Frankreich braucht man keinen Test in den Restaurants und Cafés – weder für Außen, noch für innen. Allerdings ist die Personenanzahl beschränkt auf sechs Gäste an einem Tisch. Und drinnen ist die Auslastung auf 50 Prozent begrenzt. Drinnen gilt allerdings eine Maskenpflicht.

Luxemburg: Im Außenbereich können bis zu zehn Gäste zusammensitzen – ein Test ist nicht nötig. Im Innenbereich ist das ein bisschen anders. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder können bis vier Personen ohne Test zusammensitzen oder bis zehn Gäste mit einem so genannten Covid-Check. Das ist entweder ein offizieller Nachweis über eine vollständige Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein gültiger negativer PCR- oder Schnelltest. Gültig heißt in diesem Fall bei PCR nicht älter als 72 Stunden, bei Selbsttests 48 Stunden. Des Öfteren kann man auch einen Schnelltest vor Ort machen.

Belgien: Auch in Belgien gibt es keine Testpflicht für Cafés und Restaurants.

Was muss ich bei einem Tagesausflug, beispielsweise nach Metz, beachten?

Frankreich: Man braucht ein gültiges negatives Schnelltest-Ergebnis, um offiziell einreisen zu dürfen, sowie die Ehrenerklärung, dass man keine Symptome hat. Für das Museum sollte man vorher ein Ticket über die Webseite buchen – das gilt am entsprechenden Tag für einen Zeitraum von zwei Stunden, den man sich vorher ausgesucht hat – z.B. von 10 bis 12 oder 14 bis 16 Uhr. Man kann es aber auch spontan an der Tageskasse probieren. Drinnen ist auf jeden Fall eine Mund-Nasen-Schutz Pflicht und genügend Abstand zu den anderen Besuchern vorgeschrieben.

Luxemburg: Man braucht keinen Test für die Einreise. Die Museen sind geöffnet. Aber auch hier muss die Maskenpflicht eingehalten werden.

Belgien: Hier ist für Aktivitäten wie Museumsbesuche aber auch für Unterkünfte eine Vorabreservierung vorgeschrieben. Das geht zum Beispiel über die Webseite belgien-tourismus-wallonie.de.

Was gilt an weiteren Beschränkungen im Land?

Frankreich: Draußen gilt keine Maskenpflicht mehr, nur noch wenn sich nicht genügend Abstand einhalten lässt, wie z.B. auf Wochenmärkten. Drinnen ist aber nach wie vor Maskenpflicht, in öffentlich zugänglichen Räumen wie Geschäften oder Bahnhöfen.

Luxemburg: Ebenfalls ist hier Maskenpflicht in öffentlichen Räumen, in Verkehrsmitteln, Geschäften, und grundsätzlich überall dort, wo ein Mindestabstand von 2 Metern nicht eingehalten werden kann.

Belgien: Es gilt ein Abstand von 1,50 Meter, Maskenpflicht im ÖPNV inkl. Haltestellen, sowie in Geschäften, z.T. auch in Einkaufsstraßen. Die Gemeinden können selbstständig Zonen im öffentlichen Raum festlegen.

Brauche ich einen Test oder muss ich in Quarantäne, wenn ich wieder zurück ins Saarland komme?

Frankreich, Luxemburg oder Belgien sind alle drei keine Risikogebiete mehr, deshalb braucht man auch keinen Test und muss nicht in Quarantäne, wenn man auf dem Landweg – also mit dem Auto, Bahn oder Bus oder auch mit dem Fahrrad – ins Saarland zurückreist.

Die Lage kann sich schnell verändern und weiterentwickeln. Man sollte regelmäßig bei der Planung und vor der Abreise die aktuelle Situation überprüfen. Bei uns im Programm und auf SR.de oder auch auf den Seiten des Auswärtigen Amts kann man sich immer über den neuesten Stand informieren.

Mehr Informationen auf www.SR.de/grenze


Immaterielles Weltkulturerbe: Streuobstwiesen sind Lebensraum für 5000 Arten

Sie sind prägend für das Bild in unserer Großregion: Streuobstwiesen mit Apfel-, Birnen- oder Mirabellenbäumen. Die eher unscheinbaren Landschaften sind bei Tieren und Pflanzen sehr beliebt. Beispielsweise dienen Höhlen in den Stämmen alter Obstbäume Buntspechten oder Siebenschläfern als Behausungen. Die Blüten sind Nahrung für Bienen und zwischen den Wurzeln finden seltene Haselmäuse ein Versteck. Das Paradebeispiel für Biodiversität hat die UNESCO zum immateriellen Kulturerbe ernannt.


Ferien beim Nachbarn: Übernachten in einer grüne Oase mitten in Straßburg

Anne Gerber hat viele Jahre gekämpft, um ein zerfallenes Fachwerkhaus nahe des Europäischen Parlaments in das Gästehaus „Du Côté de chez Anne“ verwandeln zu können. Denn es gehört samt Grundstück der Stadt Straßburg. Doch inzwischen ist sie stolze Pächterin und hat das Haus und den großen Garten aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Für ihre Gäste stellt sie sich am Sonntagmorgen gerne drei Stunden in die Küche, um ein aufwendiges Frühstück vorzubereiten – denn alles was Anne tut, macht sie mit Leidenschaft und Hingabe.

Du Côté de Chez Anne
Anne Gerber
4, rue de la Carpe Haute
67000 STRASBOURG
Tel.: +33 (0)3 88 41 80 77
Email: contact.ducotedechezanne@gmail.com
Website: www.du-cote-de-chez-anne.com


Kurz und gut

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Moderation: Christine Alt

Christine Alt (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)


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Die schönsten Gästehäuser in der Region
In der Reihe "Ferien beim Nachbarn" besuchen wir regelmäßig Gästehäuser in der Region. Ob in den Ardennen, der Champagne, im Elsass, in Lothringen, den Vogesen oder Wallonien – jede Region hat ihren ganz eigenen Charme. Eine Auswahl der schönsten Häuser haben wir hier für Sie zusammengestellt.


Ausflugstipps in der Region
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Handverlesene Ausflugstipps mit kulturellem Gehalt in unserer Großregion - das ist Tour de Kultur. Unsere Reporter nehmen Sie mit auf Entdeckungsreise.

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