Wie alles anfing - Die 20er Jahre an der Saar

Wir im Saarland - Grenzenlos extra

Wie alles anfing - Die 20er Jahre an der Saar

Ein Film von Annette Bak  

Heute ist das Saarland ein eigenständiges Bundesland. Das Ergebnis eines langen Prozesses, der vor genau hundert Jahren mit den Bestimmungen des Versailler Vertrags begonnen hat. Wir blicken zurück auf die 20er Jahre an der Saar.

Sendung: Montag 27.07.2020 18.50 Uhr

Seit Januar begeht das Saarland das „Saarhundert“. Denn vor hundert Jahren wurde unsere Region zum ersten Mal zu einem eigenständigen politischen Gebilde.

Nach der Kapitulation des Deutschen Kaiserreichs am Ende des Ersten Weltkriegs verlangt Frankreich unter anderem den Zugriff auf das Industrierevier an der Saar. Der Versailler Vertrag unterstellt die Region dem neu gegründeten Völkerbund, und zwar begrenzt auf 15 Jahre. Danach soll die Bevölkerung selbst über ihre Zukunft entscheiden. Am 10. Januar 1920 beginnt das Mandat.

Alltag in den Zwanzigern

Soweit die „große“ Geschichte. Aber was waren die Zwanziger Jahre an der Saar für eine Zeit? Wie sah der Alltag aus? Für die Menschen ist alles ungewohnt: Neues Geld, neue Ausweise, neue Fahne. Frankreich darf nicht nur die Saargruben ausbeuten, es versucht auch, auf alle Bereiche des Lebens wie Schule, Sprache und Kultur Einfluss zu nehmen. Das missfällt vielen. Denn sie fühlen sich nach wie vor als Deutsche und zeigen das auch – ob beim Sport, in Vereinen oder bei öffentlichen Veranstaltungen. Berühmte Künstler und Schriftsteller kommen in die Region, die als Experimentierfeld gilt. Gleichzeitig halten technische Neuerungen wie Radio und Kino Einzug.

Das alles zeigt: Die 20er Jahre an der Saar waren weit mehr als nur der Beginn des Weges „heim ins Reich“.

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