Wir im Saarland - Das Magazin (21.04.2022)

Wir im Saarland - Das Magazin

 

Diese Woche berichtet „Wir im Saarland – Das Magazin“ über die saarländische Landwirtschaft – von der Digitalisierung bis hin zum Wagnis vom Soja-Anbau im Bliesgau und Rückbesinnung auf alte Linsensorten. Außerdem gehen wir der Frage nach, was sich durch das Gesetz zum Schutz der männlichen Küken wirklich verändert hat.

Sendung: Donnerstag 21.04.2022 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Besser pflanzen - Digitalisierung auf dem Acker

In der Landwirtschaft werden immer mehr Bereiche digitalisiert. Die genaue Erfassung von relevanten Daten erhöht die Effizienz. Der Landwirt wird zu Systemadministrator. Da bleibt von bäuerlicher Romantik nicht viel übrig. Gut so, sagen die Befürworter. Reiche Erträge bei gleichzeitiger Ressourcenschonung: das ist das vorrangige Ziel. Die Nutzung mittels Satelliten gewonnener Daten ist beispielsweise in der Landwirtschaft bereits weit vorangeschritten. Ein Traktor wird mittels Satellitennavigation und dank Lenkhilfen und Spurführung zentimetergenau gesteuert.

Die Technik ist verbreitet. Die Hälfte der heute produzierten Mittelklassetraktoren ist bereits  entsprechend ausgestattet. Dadurch werden Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel präzise und ohne Überlappung auf oder in den Boden gebracht. So sollen Betriebsmittel eingespart, die Umwelt geschont und Kosten gesenkt werden. Auf der anderen Seite bedeutet Digitalisierung aber auch Investition. Wir besuchen einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nordsaarland. Dort wird die Digitalisierung intensiv vorangetrieben. Wir wollen wissen, wie läuft es mit der Landwirtschaft per Rechner und Knopfdruck?


Der Weg zur biologischen Landwirtschaft

Bio boomt und das so ziemlich überall. Im Bioladen, auf dem Markt, über Direktvermarktung, im Supermarkt und seit einiger Zeit auch beim Discounter. Kein Wunder, dass sich immer mehr Landwirte für einen Umstieg auf Biolandwirtschaft entscheiden. Doch ein Umstieg bedeutet grundlegende Veränderungen und vor allem muss er gut vorbereitet sein.


Alte Hülsenfrüchte versprechen Genuss mit Zukunft

Wiederentdecken, was unsere Großeltern schon angebaut, geerntet und verwertet haben. Anbauen,  was in Vergessenheit geraten ist und in Zeiten von Klimawandel und bedrohter Natur ein Lebensmittel mit großer Zukunft werden kann. Wie Linsen. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt, sind reich an Mineral- und Ballaststoffen, machen richtig satt und schmecken. Schon Kelten und Römer haben die Hülsenfrüchte in unserer Region kultiviert. Landwirte und Vermarkter arbeiten seit einigen Jahren im Saarland zusammen um die Linsen wieder anzubauen und an die Verbraucher zu bringen. Für einen regionalen Genuss, der die natürlichen Ressourcen schont.


Moral oder Mist?

Was bewirkt das Anti-Küken-Schredder-Gesetz? Es ist ein riesen Erfolg für den Tierschutz. Als eines der ersten Länder überhaupt hat Deutschland das Töten von männlichen Küken verboten. Bisher wurden alleine in Deutschland jedes Jahr bis zu 45 Millionen frisch geschlüpfte Küken getötet, weil sie weder Eier legen noch wirtschaftlich zur Fleischproduktion genutzt werden können. Doch was sind die Folgen? Unter welchen Bedingungen werden die 45 Millionen Küken jetzt aufgezogen und wo? Und wo bekommen unsere Zoos jetzt Futter her?


Tofu made im Saarland

Ob Linsen, Erbsen, Tofu – die vegetarische oder gar vegane Ernährung ist im Trend. Die Nachfrage nach eiweißhaltigen Produkten steigt. Nun wird auch im Bliesgau Soja angebaut aus dem Tofu gemacht wird. Es klingt also als könne die Landwirtschaft vom neuen veganen Trend profitieren. Doch der Anbau ist häufig nicht ohne Risiko. Was wenn die Pflanzen nicht wachsen? Dann schaut der Landwirt in die Röhre. Und trotzdem wagen es einige saarländische Landwirte Neuland zu beschreiten.


Moderation: Marcel Lütz-Binder

Marcel Lütz-Binder (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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