Wir im Saarland - Das Magazin (14.05.2020)

Wir im Saarland – Das Magazin

 

Diese Woche geht es in „Wir im Saarland – Das Magazin“ um LKW, die in Häusern landen, „Rettungspunkte“, die immer häufiger zerstört werden, unterschiedliche Bildungschancen in Corona-Zeiten und einen Hocker als Bliesgaubotschafter.

Sendung: Donnerstag 14.05.2020 18.50 Uhr


Themen der Sendung


Stadt-Land-Streit: Die Navi-Falle von Sengscheid

Die Probleme begannen vor vier Jahren. Als die Fechinger Talbrücke gesperrt war, verirrten sich etliche LKW, die von der Autobahn runter mussten, in den St. Ingberter Ortsteil Sengscheid. Und regelmäßig wurden die Fahrer von ihren Navis in den kleinen Hanfweg gelotst – der viel zu klein für die Riesenlaster ist. Das passiert auch heute noch gelegentlich. Die Folge: Kaputte Zäune, beschädigte Hauswände. Ein inzwischen aufgestelltes LKW-Verbotsschild hat daran nichts geändert – weil es schlecht einsehbar auf der falschen Seite steht, meinen Anwohner.


„Einfach gewissenlos…“ – Umweltministerium beklagt zunehmenden Vandalismus an „Rettungspunkten“

Ein verknackster Fuß, ein Schwächeanfall, ein Arbeitsunfall. Das kann im Wald zu großen Problemen führen, wenn man nicht genau weiß, wo man gerade ist. Deshalb wurden im Saarland vor einiger Zeit 800 sogenannte „Rettungspunkte“ eingerichtet, die klare Informationen über den jeweiligen Standort enthalten und Rettungs- oder Krankenwagen schnell an den richtigen Ort leiten. Für Forstarbeiter, Wanderer, Mountainbiker oder Touristen können solche Punkte sogar lebensrettend sein. Allerdings häufen sich in letzter Zeit Fälle von Vandalismus: Rettungspunkte werden zerstört, unkenntlich gemacht, gestohlen. Das saarländische Umweltministerium schlägt jetzt Alarm.


Wachsende Unterschiede – Bildungschancen in Corona-Zeiten

Die Schließung von Schulen, Kindergärten und Kitas in den letzten Wochen hat alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen gestellt. Lehrer mussten flächendeckend Onlineunterricht aus dem Ärmel schütteln, Eltern mussten Ersatzlehrer oder Ersatzerzieher spielen – und das oft bei gleichzeitigem Homeoffice. Und Jugendliche und Kleinkinder saßen auf einmal den ganzen Tag zuhause, ohne Kontakt zu Gleichaltrigen. Eine Sondersituation, die aber auch bereits bestehende Probleme noch deutlicher gemacht: Eltern, die sich nicht kümmern können oder wollen, teilweise fehlende technische Ausstattung von Haushalten wie Schulen für moderne Wissensvermittlung. Die Befürchtung: Die Unterschiede bei den Bildungschancen werden noch größer werden.

Zu Gast im Studio

In der Krise wird offenbar, was Schulen und Kitas bisher alltäglich abgefedert haben: Schutzraum sein, Versorgung mit Lernmaterial und vieles mehr. Im Homeschooling zeigen sich die Defizite. Einer der kritischen Punkte ist die technische Ausstattung. Im Interview spricht Peter Springborn vom Sozialverband VdK über die Probleme der Bildungsgerechtigkeit.


Hölzerner Botschafter – „Bliesgauhocker“ feiert Jubiläum

Vor zehn Jahren wurde die Idee des „Bliesgauhockers“ geboren. Aus sieben Holzarten – Buche, Apfel, Eiche, Kastanie, Birne, Wildkirche, Zwetschge und Nussbaum - wird im Christlichen Jugenddorf Homburg das einfach wirkende Möbelstück zusammengebaut – ohne Schrauben, nur mit klassischen Schreinerverbindungen. Einfach, aber mit viel Inhalt.  Denn der „Bliesgauhocker“ soll gleichzeitig Botschafters des Biosphärenreservats Bliesgau sein. Jetzt feiert er runden Geburtstag.

Weitere Infos:

https://www.biosphaere-bliesgau.eu/index.php/en/86-lag/lag/287-bliesgauhocker


Moderation: Christine Alt

Christine Alt (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

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