Wir im Saarland - Das Magazin (30.04.2020)

Wir im Saarland – Das Magazin

 

In dieser Woche geht es in „Wir im Saarland – Das Magazin“ um den Protest Saarwellinger Bürger gegen einen LKW-Rastplatz an der A8, neue Erfahrungen von Arbeitnehmern mit Homeoffice, Entdeckungen und Bemerkungen zur „Hexennacht“ und Dauercampen in Zeiten von Corona.

Sendung: Donnerstag 30.04.2020 18.50 Uhr


Themen der Sendung


Trübe Aussichten – Saarwellinger kämpfen gegen LKW-Rastplatz

An der Autobahn bei Saarwellingen soll ein LKW-Rastplatz entstehen. Problem: Er ist in unmittelbarer Nähe eines Wohngebietes geplant. Die Anwohner gehen auf die Barrikaden. Sie sorgen sich nicht nur um die schöne Aussicht auf eine grüne Wiese, sondern vor allem um negative Folgen, die ein solcher Rastplatz mit sich bringen könnte: Lärm, Dreck, Prostitution und Kriminalität...


Neue Erfahrungen – Immer mehr Saarländer*innen im Homeoffice

Seit Corona sind viele Arbeitnehmer im Homeoffice. Dort sitzen sie vor Ihren PCs und Laptops und konferieren mit ihren Arbeitskollegen und -kolleginnen via Bildschirm. Was zunächst gut klingt, kann aber auch Tücken haben: Ruhiges Arbeiten ist vor allem für Mütter und Väter kaum möglich, wenn die Kinder im Haus sind. Viele Homeofficer berichten auch, dass es keine geregelten Arbeitszeiten mehr gibt und deren Erfassung entsprechend schwierig wird. Anders beim Unternehmen „form.bar“,  das maßgefertigte Möbel anbietet. Alle 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten Knall auf Fall ins Homeoffice. Doch sie sind offenkundig zufrieden. Sogar das gemeinsame freitägliche Feierabendbier wird inzwischen am Bildschirm getrunken.

Zu Gast im Studio

Zu Gast im Studio ist die Geschäftsführerin der Arbeitskammer des Saarlandes Beatrice Zeiger. Sie erklärt den Unterschied zwischen Homeoffice und Telearbeit. Außerdem beantwortet sie Fragen rund um die Effektivität und Zukunftsfähigkeit von Homeoffice.


Wolfgang allein zu Haus – Ein Camper trotzt Corona

Seit sieben Jahren lebt Wolfgang Geißler auf dem Campingplatz Mühlenweiher in Kirkel. Nach schwerer Krankheit fanden er und sein Hund hier ein neues Zuhause. Inzwischen ist er ziemlich allein vor Ort. Wegen der Corona-Krise mussten fast alle anderen Camper abreisen – nur wenige haben eine Ausnahmegenehmigung wie Geißler.  Mühlenweiher-Chef Markus Neumann macht deshalb große Verluste. Während die anderen 80 Dauercamper einer Wiedereröffnung des Platzes entgegenfiebern, versucht Frührentner Geißler der Einsamkeit zu entfliehen – auf Tagestouren per Rad oder per pedes.


Trübsinn adé – Rock’ n Roll im Altersheim

Kulturschaffende aus der Region unterstützen und gleichzeitig den Bewohnern der Seniorenheime eine Freude machen – das war die Intention der Gemeinde Riegelsberg, als am vergangenen Freitag zwei Konzerte vor den beiden Seniorenheimen im Ort veranstaltet wurden. Die Aktion kam bei den Bewohnern so  gut an, dass nun weitere Veranstaltungen folgen sollen.


Hexennacht – Die Wiederkehr von Aberglaube und Okkultismus

Burg Siersberg bei Siersburg war im Mittelalter nicht nur eine imposante Verteidigungsanlage, sondern auch Gerichtsstandort für Hexenprozesse. Die dazu gehörigen Folterinstrumente sind noch im Heimatmuseum zu besichtigen. Bis ins letzte Jahrhundert war der Hexenglaube hierzulande noch weit verbreitet. Im Museum des Saarländischen Aberglaubens in Rubenheim belegen allerlei kultische Gerätschaften, dass es „heilkräftige Frauen“ gab, die Warzen und andere Wehwehchen behandelten. – Und heute?  „Der Glaube an Okkultes liegt wieder voll im Trend“, berichtet der „Hexenforscher“ Professor Wolfgang Behringer von der Universität des Saarlandes.


Moderation: Verena Sierra

Verena Sierra (Foto: Pasquale D´Angiolillo)

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