Wir im Saarland - Das Magazin (18.04.2019)

Wir im Saarland - Das Magazin

 

Zum Ende der Fastenzeit befasst sich „Wir im Saarland – das Magazin“ mit „gutem Essen“. Vor allem geht es um die Frage, wie Verbraucher umweltbewusster und nachhaltiger konsumieren können, wie Verpackungsmüll vermieden werden und der Verschwendungssucht schon im Kindergarten begegnet werden kann.

Sendung: Donnerstag 18.04.2019 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Aus der Tonne retten – Saarländer kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung

In den deutschen Privathaushalten werden jährlich pro Kopf 81,6 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Um diese Menge zu erzeugen, wäre eine Anbaufläche von ungefähr 2,4 Millionen Hektar notwendig, eine Fläche, die zehnmal so groß ist wie das Saarland. Gegen diese enorme Verschwendung wollen 300 Saarländer was tun. Als „Foodsharer“ retten sie täglich Essen aus Lebensmittelbetrieben vor der Tonne und verteilen es weiter. Ein einfaches Prinzip, das aber auf Berührungsängste stößt, jede Menge Tücken hat und deshalb noch nicht die erhoffte Breitenwirkung hat. Zwei erfahrene Foodsharer aus Dillingen und Saarbrücken zeigen, warum sie trotzdem am Ball bleiben.


Gerechtigkeit schmackhaft machen - Wie Fairtrade auf den Teller kommt

Gerechtere Handelsbeziehungen schaffen, Kinderarbeit verhindern und Mindestpreise zahlen  - das sind Ideen des Fairen Handels. Im Saarland engagieren sich viele Menschen in Sachen Fairtrade - in ganz unterschiedlichen Initiativen. So bringen sie zum Beispiel in Kitas und Schulklassen Kindern spielerisch globale Zusammenhänge näher. Auch in die Kochtöpfe der Mensa an der Saar-Universität wandern schon seit längerem Produkte aus fairem Handel. Für eine Großküche eine Herausforderung.


Erfolg muss erfinderisch machen – Saarländische Weltläden vor neuen Herausforderungen

Der Absatz im fairen Handel wächst zweistellig. Doch gleichzeitig macht im Saarland der einzige Fairtrade-Großhandel der Region dicht. Wie kann das kommen? Klassische Produkte des fairen Handels wie Kaffee, Saft und Bananen haben längst den Weg in die Supermärkte gefunden. Sie machen den Weltläden Konkurrenz, die jahrzehntelang praktisch alleiniger Anlaufpunkt für Menschen waren, die sich mit verantwortungsvoll produzierten Produkten eindecken wollten. Auch die Läden im Saarland müssen auf diesen Wandel reagieren. Haben sie überhaupt noch Chancen?

Gast im Studio: Thomas Brück, Umweltdezernent Stadt Saarbrücken


Plastik adé – Weshalb Verpackungmüll gar nicht sein muss 

Deutschland ist Europameister! Leider in der nicht gerade erstrebenswerten Disziplin „Müllproduktion“. 220 Kilo pro Kopf fallen jedes Jahr an. Das ist deutlich mehr als der europäische Durchschnitt von rund 167 Kilogramm. Hauptgrund: Kaum ein Lebensmittel gibt es ohne Verpackung. Oftmals sind Gemüse, Brote oder Fleisch  sogar doppelt und dreifach eingepackt. 

Wir haben uns im Saarland umgeschaut, welche Alternativen es zum müll-intensiven Einkauf es gibt. In Saarbrücken boomt ein „Unverpackt“-Laden, in dem es von Müsli bis zur Bambuszahnbürste alles lose zu kaufen gibt. Aber auch große Warenhäuser wie die saarländische Handelskette „Globus“ reagieren auf das Müllproblem und entwickeln Strategien zur Vermeidung von Verpackungsmüll.


Moderation: Jochen Erdmenger

Die Moderatoren des neuen Vorabends: Jochen Erdmenger, Susanne Gebhardt und Marcel Lütz-Binder. (Foto: SR)

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