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„Tatort“-Ermittlungen in Zeiten von Corona

  18.06.2020 | 09:53 Uhr

Mit zehnwöchiger Verspätung beginnen am kommenden Mittwoch endlich die Dreharbeiten des neuen Saarbrücker Tatorts. Aber von Normalität keine Spur – für das Team herrschen strenge Hygienebestimmungen wie Mundschutz und Abstandsregeln.

Die 18-jährige Jessi wird auf grausame Weise ermordet. Bei ihrer Trauerfeier stehen sich radikale Tierschützer und eingefleischte Jäger gegenüber. Der Arbeitstitel „Der Herr des Waldes“ verrät, wo sich vieles abspielt: im Freien. „In diesen Corona-Zeiten kommt uns das natürlich zupass“, sagt Regisseur Christian Theede, der ebenfalls mit Maske am Set sitzt, der Nachrichtenagentur dpa.

Einzige Ausnahme: Die Schauspieler dürfen darauf verzichten, wenn die Kamera läuft - allen voran die beiden Hauptkommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer). Auch sonst haben die Corona-Bestimmungen großen Einfluss auf die Vorbereitungen der 21 Drehtage gehabt. „Wir haben sämtliche unnötigen Komparsen gestrichen und versucht, optional alles nach draußen zu verlegen“, sagt Theede.

Letzte Klappe fällt im Juli

Als Sendetermin steht bereits wie beim ersten Fall Ostermontag fest. „Wenn im Juli die letzte Klappe fällt, kann im Prinzip nichts mehr passieren“, meint SR-„Tatort“-Redakteur Christian Bauer. Fertig sein wolle man mit dem Film jedoch schon im Januar, um ihn traditionell als Premiere beim Filmfestival Max Ophüls Preis vorstellen zu können.

Tätersuche führt nach Frankreich

Wie die Lösung im Mordfall Jessi aussehen wird, das wird natürlich nicht verraten. Nur so viel: Schürk und Hölzer werden die Spur eines verschmähten jugendlichen Verehrers verfolgen. Und Adams Vater wird plötzlich auftauchen und behaupten, zu wissen, wer das Mädchen so grausam ermordet habe.

Auch die beiden Frauen im neuen Ermittler-Team werden dieses Mal eine größere Rolle als im ersten Fall spielen. Und dank der aktuellen Grenzöffnungen auch so wie geplant: Denn die Suche nach dem Täter wird die Hauptkommissarinnen Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) auch ins benachbarte Frankreich führen.

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