Ein malerischer Abschnitt der Mosel (Foto: SR)

Flussgeschichten

Unterwegs an der französischen Mosel

 

Die französische Mosel - europäische, ja sogar weltbewegende Geschichten haben sich an ihren Ufern abgespielt. Herzöge, Könige und Kaiser haben sie geliebt und um sie gekämpft. Sie hat Grenzen geschaffen und überwunden - bis heute.

Sendung: Sonntag 08.08.2021 16.45 Uhr

Die Mosel entspringt in mehreren Quellen am Drumont, einem mächtigen Berg in den Vogesen. Bald schon durchfließt sie das pittoreske Städtchen Epinal. Weiter hat sie mit ihren sich ständig ändernden Mäandern das Natur- und Vogelparadies "Wilde Mosel" erschaffen. Auch Höhlenforscher geraten ins Schwärmen, wenn sie an die geheimnisvollen Grotten denken, die sie der Mosel verdanken.

Historische Stätten

Entlang der Ufer entstanden mittelalterliche Burgen, militärische Bollwerke, prächtige Kathedralen und Strände, die zum Baden einladen. Das Wasser der Mosel trieb aber auch Mühlräder und Eisenhämmer an. Pompey war einst eine bekannte Hüttenstadt - hier wurde auch der Eiffelturm geschmiedet, das Wahrzeichen von Paris. Weitere Flussgeschichten erzählen von großer Ingenieurskunst südlich der Stadt Metz, wo die Römer ein imposantes Aquädukt bauten, um die Mosel zu überwinden. Der geschäftigen City mit der sehenswerten Altstadt hat der Fluss Wohlstand gebracht, heute wird er von Einheimischen und Besuchern für Freizeitaktivitäten genutzt. Hoch über Metz, im Haus des großen Europäers Robert Schumann an den Moselhängen, wurde vor 70 Jahren ein Plan geschmiedet, der für Europa weitreichende Folgen hatte: Es ging um die Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Bei Sierck-les-Bains verlässt die Mosel Frankreich und fließt weiter Richtung Luxemburg und Deutschland - durch eine Landschaft, in der Europa inzwischen zusammengewachsen ist.

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