Die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Rieslings an Mosel, Saar und Ruwer

Die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Rieslings

an Mosel, Saar und Ruwer

 

Was hat Günther Jauch mit Karl Marx zu tun? Eine verwickelte Geschichte, in der der Riesling von Mosel, Saar und Ruwer eine nicht unbedeutende Rolle spielt... Unser Film erzählt Geschichten aus dem größten Riesling-Anbaugebiet der Welt, die kaum einer kennt.

Sendung: Sonntag 12.09.2021 16.30 Uhr

Was haben Moderator Günther Jauch und Philosoph Karl Marx miteinander zu tun? Eine verwickelte Geschichte, in der der Riesling von Mosel, Saar und Ruwer eine nicht unbedeutende Rolle spielt ...

Wein spielt mit im Weltgeschehen

Die Reportage erzählt in zwei Folgen Geschichten aus dem größten Riesling-Anbaugebiet der Welt. Geschichten, die kaum eine*r kennt. Wer weiß schon, dass die Staatsgäste des Bundespräsidenten statt Champagner einen Moselsekt kredenzt bekommen? Dass die Queen bei ihren Tischreden gern mit Moselwein prostet? Dass schon vor mehr als hundert Jahren der deutsche Kaiser seinen Sonderzug gleich dreimal an die Mosel lenken ließ, weil ihm der Riesling so gut schmeckte? Dass eben dieser Wein damals der teuerste der Welt war?

Die Zuschauer*innen schauen den Weinstöcken beim Wachsen und Reifen zu und sind dabei, wenn Kilian und Angelika Franzen in ihren Weinberg klettern, den steilsten Europas mit einer durchschnittlichen Steigung von 65 Prozent. Hier ist alles Handarbeit, denn Maschinen, die diesen Weinberg beackern könnten, müssen erst noch erfunden werden.

"Dangerous Riesling"

Über 5300 Hektar umfasst das Weinbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer, das seit einiger Zeit des besseren Marketings wegen einfach "Mosel" genannt wird, meist in Steillage. Nicht umsonst nennt der Winzer Martin Gerlach sein Erzeugnis "Dangerous Riesling": Die Arbeit in den Weinbergen der Mosel hat schon so manche Weinanbauende das Leben gekostet. Mühsam, gefährlich und nicht immer ertragreich ist das Metier der Winzer*innen an der Mosel.

Einst hatte der Hype um Moselwein zu einer regelrechten Blase geführt, die - geplatzt - viele Winzer*innen in so bittere Armut stürzte, dass der junge Karl Marx durch ihre Lage erstmals auf die Idee kam, Ökonomie von sozialen Fragen her zu denken.
Man sieht: Der Wein von Mosel, Saar und Ruwer spielte schon immer mit - im Weltgeschehen.

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