Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki (Foto: SR/Kuokkasen Kuvaamo Camino)

Der glücklichste Tag im Leben von Olli Mäki

 

Finnland 1962: Olli Mäki hat die einmalige Chance, Boxweltmeister zu werden. Als erster Finne überhaupt kämpft er im Federgewicht um den Titel. Helsinki und ganz Finnland warten auf Ollis großen Sieg, aber der hat was ganz anderes im Kopf: Er hat gerade die Liebe seines Lebens getroffen ...

Sendung: Sonntag 05.01.2020 23:25 Uhr

Olli Mäki, 25, ist ein sanfter und warmherziger Typ aus dem kleinen Städtchen Kokkola, der eigentlich nichts lieber tut, als Zeit mit seiner lebensfrohen Freundin Rajia zu verbringen und nachts mit ihr bei Lagerfeuerschein in finnische Seen zu springen. Aber Olli ist auch Boxer und hat schon einige Amateurkämpfe hinter sich. Nun bietet sich ihm eine einmalige Gelegenheit, die ganz Kokkola in Aufregung versetzt: Ein Profikampf gegen den amtierenden Weltmeister im Federgewicht, den Amerikaner Davey Moore, ein erfahrener Profi mit einer beeindruckenden Bilanz an Siegen durch K.O..

Und eigentlich ist Olli fürs Federgewicht auch ein bisschen zu schwer. Aber Ollis ehrgeiziger Trainer Elis, der früher selbst einmal Champion war, hat bereits Sponsoren für einen spektakulären Boxkampf aufgetrieben, wie man ihn bislang nur aus Amerika kennt und in Finnland nicht für möglich gehalten hätte. Und so fährt Olli nach Helsinki, um sich auf den wichtigsten Kampf seiner Karriere vorzubereiten und Sportgeschichte zu schreiben. Doch Olli ist mit den Gedanken oft bei Raija, sehr zum Missfallen von Elis - und als auch Raija bemerkt, dass sie Olli bei seinen Vorbereitungen eher ablenkt, verlässt sie Helsinki und fährt nach Kokkola zurück. Damit steht Olli bald alleine vor der größten Herausforderung seines Lebens - im Ring und in der Liebe. Und dann kommt jener 17. August 1962, von dem Olli Mäki später einmal sagen wird, es sei der glücklichste Tag in seinem Leben gewesen ...

Voll schöner Melancholie und Menschlichkeit

"Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki" ist ein romantischer Film gespickt mit feinem Humor über eine wahre, in Finnland sehr bekannte Geschichte: herzerwärmend, voll schöner Melancholie und Menschlichkeit. Juho Kuosmanen erzählt in der Tradition der großen finnischen Melancholiker wie Aki Kaurismäki und ergänzt in seinem Spielfilmdebüt die typisch lakonische Schrulligkeit um einen erfrischenden, zutiefst menschlichen Optimismus.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja