Nilkrokodil (Foto: SR)

Das Rätsel der Nilkrokodile

Ursachen des rätselhaften Sterbens von Nilkrokodilen im Krüger Nationalpark

 

Als Besucher am Olifants River im Kruger-Nationalpark von mehreren toten Krokodilen berichten, können sich die Veterinäre des Parks dieses rätselhafte Sterben zuerst überhaupt nicht erklären. Um Klarheit über mögliche Ursachen dieser Katastrophe zu gewinnen, machen sie sich auf zur Olifant-Gorge, einer Schlucht, durch die sich der Fluss hin zur Grenze nach Mozambik zwängt.

Sendung: Samstag 14.07.2018 18.45 Uhr

Und tatsächlich: An beinahe jeder Flussbiegung finden sie einen Kadaver. Nur mit einem Helikopter gelingt es ihnen, in der Schlucht an einen der Kadaver heranzukommen. Die Veterinäre unter der Leitung von Dr. Markus Hofmeyr beschließen, Proben aus den toten Tieren zu entnehmen, um sie später im Labor zu analysieren, denn auf den ersten Blick ist nichts Außergewöhnliches zu entdecken. Ein Damm verändert das Ökosystem Mehrere Monate später, nach der wissenschaftlichen Auswertung der entnommenen Gewebeproben, und den Ergebnissen der toxikologischen Untersuchungen an Fischen aus dem Fluss steht fest:

Der Grund des Übels

Die schlechte Wasserqualität im Fluss ist der Grund des Übels. Verfaultes Wasser Aufgrund eines Dammbaues an der Grenze zu Mozambik erhöht sich der Wasserspiegel, womit sich das gesamte Ökosystem grundlegend verändert. Sandbänke, die bevorzugten Aufenthaltsorte der Krokodile verschwinden - aus einem schnell fließenden Fluss wird ein stehendes Gewässer, dessen Wasser verfault und die Tiere vergiftet. Vorsichtige Entwarnung Nach Verhandlungen mit den zuständigen Behörden der angrenzenden Länder kann glücklicherweise rasch eine Lösung gefunden werden. Jetzt wird der Speicherdamm regelmäßig geöffnet, um das Flussbett zu spülen und in Zukunft solche Naturkatastrophen zu verhindern. Die erste Zählung bestätigt auch den Erfolg dieser Maßnahme: Die Population der Nilkrokodile am Olifants River scheint sich langsam wieder zu erholen.

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