Nicht nur eine Stadt der Hütte - Sellemols in Völklingen

Nicht nur eine Stadt der Hütte

Sellemols in Völklingen

 

Sellemols nimmt die Zuschauer an Pfingstmontag mit auf einen Streifzug durch Völklingen - aber keine Bange, Völklingen ist bei weitem nicht nur die Stadt der Eisenhütte und der qualmenden Schlote. Natürlich beherrschte das weltberühmte Stahlwerk lange das Bild und prägte das Image der Arbeiterstadt. Dass es in Völklingen aber auch Naturidylle, grüne Stadtteile, gute Erholungsmöglichkeiten und sogar Weltmeister gab - darüber hat der SR in eindrucksvollen Filmen berichtet.

Sendung: Pfingstmontag 24.05.2021 19.15 Uhr

Fast die Hälfte der Stadt bestand aus Wiesen- und Waldflächen. "Völklingen - wie man es nicht kennt" - nannte der SR 1980 einen Film über die naturnahen Seiten der Stadt. Zur "grien Stubb" gehörte auch Fürstenhausen. Der Stadtteil wurde 1966 zur besten Kleinsiedlung des Saarlandes erkoren. "Umzingelt von qualmenden Schloten" hatten sich dort die Besitzer kleiner Einfamilienhäuser "mit Liebe und Fleiß ein Stückchen grüne Lunge" geschaffen. Auch die Röchlinghöhe war und ist ein grüner Stadtteil. Ihr 25. Geburtstag wurde 1962 mit Umzügen von Vereinen, Schülerlotsen, mit viel Musik von Fanfarenzügen und Blasorchestern groß gefeiert, und auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Köche der Bundeswehr und des Roten Kreuzes kochten für alle Teilnehmer.

Fußball und Angelsport

Beim jährlichen Preisfischen des Angelsportvereins Völklingen wurde 1964 ein 15-Jähriger Fischerkönig - mit dem Fang einer fast 1 Kilogramm schweren Schleie. Und der Völklinger Pinscherrüde Vito von der Birkenheide wurde ein Jahr später nicht nur Bester Pinscher in der Schweiz, Champion von Luxemburg sondern auch Weltsieger in der Kategorie der Pinscher. Das war der höchste Titel, den ein Rassehund erhalten konnte. In schönen Schwarz-Weiß-Bildern zeigte der SR das Leben des vielfach gekürten mit Frauchen und Herrchen. Als der Fußballverein Röchling Völklingen 1970 den FSV Mainz mit 7:1 schlug, brachte der Saarländische Rundfunk in der Sportschau eine Lobhymne auf die Spieler und den Verein. Der bekannte Schlager "Da kann man Waden sehn, rund und schön ...." diente als passende musikalische Umrahmung.

"Eiserne Erinnerungen"

Schon 1950 produzierte das Röchlingsche Eisenwerk 65 000 Tonnen Rohstahl. In dem Film "Wo arbeitet der Saarländer" wird die Solidarität der Stahlarbeiter beschworen. "Hüttenwerk und Hüttenmann sind untrennbar miteinander verbunden" heißt es da, und die Bilder dokumentieren die Schwere der Arbeit. Nachdem die Hütte 1986 stillgelegt wurde, machten sich die Stadt- und Landesväter Gedanken darüber, was mit dem Areal geschehen soll. Im preisgekrönten SR-Film "Eiserne Erinnerungen" setzte sich sogar der weltberühmte Künstler Christo für die Erhaltung der Hütte als Denkmal und Kulturort ein. Sellemols zeigt außerdem Bilder vom Bau des Völklinger Hallenbades und einer großen finnischen Sauna-Anlage. Die Filme geben Zeugnis, wie vielfältig Völklingen war und ist, und wie sich diese Industriestadt entwickelt hat.

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