Dorfleben digital – kann die Technik unsere Kommunen retten?

Dorfleben digital – kann die Technik unsere Kommunen retten?

SAARTHEMA zur ARD Themenwoche "Stadt.Land.Wandel"

 

Das SAARTHEMA beschäftigt sich in der ARD Themenwoche "Stadt. Land. Wandel" mit der fortschreitenden Digitalisierung und damit, welche Chancen aus ihr für die Verringerung des Gefälles zwischen Stadt und Land resultieren.

Sendung: Donnerstag 11.11.2021 20.15 Uhr

Über Jahrzehnte haben sich die Lebensverhältnisse in den Städten und in der Fläche immer weiter auseinander entwickelt. Die jungen Menschen ziehen in die Oberzentren oder verlassen das Saarland gleich ganz, die Alten bleiben zurück. Geschäfte schließen, Arztpraxen finden keine Nachfolger, der Nahverkehr wird ausgedünnt.

Digitale Infrastruktur muss stimmen

Bester Gradmesser dafür ist der Immobilienmarkt: Während die Quadratmeter-Preise und Mieten für Häuser und Wohnungen in den Cities geradezu explodiert sind, ist es auf dem Land viel schwieriger, überhaupt zahlungswillige Interessenten zu finden. Doch es gibt auch den gegenläufigen Trend: Viele Familien sind nicht mehr bereit oder in der Lage, astronomische Mieten oder Kaufpreise zu zahlen und wollen zurück aufs Land. Sie hoffen auf weniger Stress für die Erwachsenen und mehr Platz für die Kinder. Doch dafür gibt es eine Grundbedingung: Die digitale Infrastruktur muss stimmen.

Standbild: Dorfleben digital (Foto: SR)

Für junge Familien sind eine schnelle Internet-Anbindung und ein stabiler Mobilfunk Grundbedingung - privat wie beruflich. Auch kleine und mittelständische Unternehmen sind dringend auf eine erstklassige Kommunikationstechnik angewiesen, um arbeitsfähig zu sein. Das gilt auch für Handwerksbetriebe, die oft große Datenmengen versenden und empfangen.

Neue Möglichkeiten nach dem Lockdown

Immerhin: Die langen Corona-Monate haben einen Schub für die Arbeit im Homeoffice gebracht. Manche Beschäftigte werden auch künftig nicht mehr jeden Tag vom Land in die Stadt pendeln müssen. Das eröffnet neue Möglichkeiten und spart Pendlern viel Zeit, Stress und Kosten. Und bei der Versorgung mit den täglichen Gütern war der Lockdown ein gewaltiger Booster für die Lieferdienste. Auch wenn deren Arbeitsbedingungen und -methoden umstritten sind: Viele Kunden haben sich an die bequemen Online-Bestellungen gewöhnt und werden auch nach Corona dabei bleiben. Sogar bei der öffentlichen Verwaltung hat es ein paar Fortschritte gegeben, die künftig manchen zeitraubenden Behörden-Besuch überflüssig machen könnten.

Wir machen uns auf Spurensuche: Welche Chancen bietet die Digitalisierung, um das Gefälle zwischen Stadt und Land zu verringern? Was sind die Bedingungen, um aussterbenden Dörfern neues Leben einzuhauchen? Und – wie gut sind Rathäuser und Amtsstuben auf die künftigen Anforderungen eingestellt?

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