SAARTHEMA: Pumpen oder laufen lassen?

SAARTHEMA - Pumpen oder laufen lassen?

Der Streit um das Grubenwasser

Yvonne Schleinhege und Mirko Tomic  

Nach über 200 Jahren ist im Juni 2012 die Kohleförderung im Saarland zu Ende gegangen. Viele Generationen haben ihre Heimatregion unterirdisch ausgehöhlt wie einen Schweizer Käse. Um die Wasserhaltung in den stillgelegten Schächten und Stollen hat sich nun eine handfeste Kontroverse entwickelt, die neben dem Unternehmen und der Landes- und Kommunalpolitik die nachgeordneten Behörden und viele Bürger umtreibt.

Sendung: Donnerstag 07.02.2019 20.15 Uhr

Der Streit um das Grubenwasser
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 07.02.2019, Länge: 03:32 Min.]
Der Streit um das Grubenwasser

Pumpen oder laufen lassen? Da prallen die Meinungen und Zukunftsszenarien mächtig aufeinander. Zu Zeiten des laufenden Betriebs wurde das Grubenwasser zwangsläufig abgepumpt, um das "Absaufen" der Lagerstätten zu verhindern. Nach dem Ende des Bergbaus werde – so hieß es über viele Jahrzehnte – das Grubenwasser weiter abgepumpt, und zwar für immer und ewig. Doch inzwischen hat der Kohle-Konzern seine Meinung geändert: Er will das Grubenwasser nicht mehr auf unbestimmte Zeit abpumpen und die Kosten möglichst weit herunterfahren, die das Pumpen Jahr für Jahr verursacht. Auf der anderen Seite haben viele Bürger Angst, dass damit unkalkulierbare Risiken auf sie zukommen könnten, für die sich später womöglich niemand verantwortlich fühlen würde.

Dieses Feature will möglichst viel Klarheit in die unübersichtliche Gemengelage bringen und einen Überblick schaffen. So sollen sich die Zuschauer auf der Basis von möglichst konkreten Fakten selbst ein Bild machen können. Denn eines ist sicher: Der Streit um das Grubenwasser wird das Saarland noch lange beschäftigen.

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