SAAR3 extra: "Endlich dahemm"

SAAR3 extra: „Endlich dahemm“

– auf den Spuren des saarländischen Heimatgefühls

 

Saarländerinnen und Saarländer sind – so heißt es – besonders bodenständig. Sie lieben ihr Zuhause, ihre gewohnte Umgebung und wenn sie mal „ins Reich“ (also über die Landesgrenze) müssen, wollen die meisten ganz schnell „nix wie hemm“. Aber was macht dieses besondere Heimatgefühl aus? Und wie kann man das in die Zukunft retten? „SAAR3 – das Saarlandmagazin“ hat sich auf Spurensuche begeben.

Sendung: Donnerstag 01.10.2020 20.15 Uhr


Mundartautor Patrik Feltes und Moderator Willibrord Ney zu Gast im Zeitungsmuseum (Foto: SR)


„Dorf-Funk“ – per App in die Zukunft

Die Bürger von Hasborn-Dautweiler kämpfen mit vielen Ideen und Aktionen für ein attraktives Heimatdorf.  Gegen Geschäftsschließungen, öde Ortskerne und aussterbende Vereine setzen sie auf das „Soziale Dorf“ –  und werden dabei sogar über ein Modellprojekt des Bundesumweltministeriums gegen die „Landflucht“ finanziell unterstützt.  Damit die Beziehungen unter den Einwohnern besonders gut funktionieren, werden auch ungewöhnliche Mittel eingesetzt, beispielsweise die spezielle Orts-App „Dorf-Funk“.


Reiner Desgranges und Frank Müller zu Besuch im Bergwerk Velsen (Foto: SR)

Heimatgefühle – Familien zwischen Bergbautradition und Zukunftssuche

Kohle und Stahl haben das Saarland geprägt, nicht nur die Wirtschaft, auch die Lebensart. So ist der Bergbau ein Stück Heimat geworden. Selbst wenn er schon Geschichte ist, viele Saarländer verbinden bis heute mit der Arbeit untertage eine saarländische Tradition. Wir begleiten zwei ehemalige Bergleute in ihrem heutigen Berufsalltag und machen mit ihnen einen Ausflug in die Vergangenheit, in eine Zeit, die sich bis heute auf ihre Heimat auswirkt.


Nieder- und Obergailbach aus der Vogelperspektive (Foto: SR)

Grenzgänge – Zuhause in Deutschland und Frankreich

Ein bisschen deutsch und gleichzeitig französisch, das ist für sie Heimat: Patrice Amann aus Frankreich und Ulrike Amann aus Deutschland. Die beiden wohnen in Obergailbach. Früher trennte ein Schlagbaum den Ort vom saarländischen Niedergailbach. Der ist heute weg. Wir haben uns umgeschaut, was das für die beiden Dörfer und für das Heimatgefühl dort bedeutet. Und was passiert, wenn die Grenzen dann doch plötzlich geschlossen werden…


Mundart- saarländische Begriffe (Foto: SR)

Oh leck! – Mundart-Beobachtungen in Bahn, Bus und Beiz

Die  Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen sind vom Aussterben bedroht. Und auch Mundarten sind davor nicht gefeit. Dabei ist „Saarländisch“ ein wichtiger Bestandteil unserer Identität, sagen Sprachforscher. Der Saarbrücker Lukas Ratius sammelt und veröffentlicht Dialoge, die er im Vorbeigehen, in der Saarbahn oder in Kneipen aufschnappt. Oft skurril, manchmal derb, meist witzig. Ein Großteil des Erlauschten ist rhein- oder moselfränkisch. Wir haben den HBK-Absolventen bei seinen „Lauschangriffen“ begleitet.


Andrea Maria Fahrenkampf unterwegs in Saarbrücken (Foto: SR)

Neinkerje statt New York – zum Heimatgefühl junger Saarländer

Lange schien es, als wären die Verlockungen der großen weiten Welt jungen Leuten wichtiger als ihre Heimatregion. Doch Besuche bei sogenannten „Millennials“, also jungen Leuten, die zwischen Ende der 1980 und der Jahrtausendwende geboren wurden, haben uns eines Besseren belehrt: Nicht nur die Mundart wird von vielen jungen Leuten inzwischen „eschtamiert“, wie man so schön sagt,  sondern auch das Heimatgefühl ist stärker, als wir normalerweise glauben.


Produkte aus der Region (Foto: SR Fernsehen)

„Ebbes von Hei“ – Heimat geht auch durch den Magen

Das neue Qualitätssiegel  „Ebbes von Hei“ ist eigentlich eine Erfindung regionaler Tourismus-Manager. Neben der Vermarktung von saarländischen Wanderwegen und Ausflugszielen,  wollen sie bei Touristen und Einheimischen so auch für regionale Spezialitäten werben. Und damit scheinen sie derzeit auch einen Nerv zu treffen. Immer mehr Saarländerinnen und Saarländer interessieren sich für Lebensmittel aus der Region – aus ökologischen und kulinarischen Gründen, aber auch, weil sie damit ein Heimatgefühl verbinden können…


Essbares Dorf - Dorfbewohner von Wustweiler legen ein Hochbeet mit Kräutern an (Foto: SR)

Notfall – Förderprogramm soll Dörfer am Leben erhalten

Die Bevölkerungszahl im Saarland sinkt. Betroffen sind vor allem Dörfer: Die Jungen ziehen weg, Läden machen dicht, Leerstand macht sich breit. Und vom früher regen Vereinsleben ist häufig auch nicht mehr viel übrig. Das saarländische Umweltministerium will diesen Negativ-Trend jetzt stoppen: mit guten Ideen und Geld aus einem neuen „Sonderförderprogramm für die Ländliche Entwicklung.“

Reinhold Jost und Willibrod Ney im Biergarten  (Foto: SR)

Während unserer Spurensuche hat Moderator Willibrord Ney auch den saarländischen Umweltminister Reinhold Jost, den Sprachforscher Patrik Feltes und das deutsch-französische Ehepaar Ulrike und Patrice Amann getroffen und sie nach „ihrem“ Heimatgefühl befragt.


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