SAAR3 extra – Kleine Fluchten (04.06.2020)

SAAR3 extra – Kleine Fluchten

Entdeckungstouren zwischen Saar, Sulzbach und Glan

 

Warum in die Ferne schweifen? Auch in unserer Heimatregion gibt es viele lohnenswerte Ausflugsziele. Manche sind noch regelrechte „Geheimtipps“. Aber allesamt sind sie eine Reise oder Tagestour wert. Die „SAAR3“-Reporter erkunden lohnende Ziele an den Ufern des Flüsschens Glan, machen „Grenzerfahrungen“ auf dem Paradiesgartenweg bei Hornbach, lassen sich auf dem Sulzbach durch bayrisch-preußische Geschichte und unterirdische Stollen treiben. Sie erleben Wanderfreuden entlang der Saarschleife und entdecken vielfältige touristische Sensationen im Löstertal bei Wadern.

Sendung: Donnerstag 04.06.2020 20.15 Uhr


Geschichten entlang des Glan und die Geheimnisse des Sulzbachs

Tobias Seeger und Philipp Schultheiß unterwegs mit der Draisine (Foto: SR/Tobias Seeger)

Von „Geburt“ ist er Saarländer: Der Fluss Glan entspringt in dem kleinen Ort Höchen im Saar-Pfalz Kreis. Die meisten seiner 90 Kilometer legt er aber in der Pfalz zurück und ist damit deren längster Fluss. Unser Reporter Tobias Seeger hat sich auf eine Entdeckungsreise entlang des Glan gemacht, von der Quelle bis zur Mündung. Auf seiner Tour fährt er unter anderem Draisine, besucht einen mythischen „Kraftort“… und wird von einem Andenkondor-Küken gebissen.


Norman Striegel auf Erkundungstour im Schlauchbootfahrt (Foto: SR)

Auf eigene Faust, zu Fuß und im Schlauchboot, über der Erde und darunter verfolgt Norman Striegel den Sulzbach von der Quelle bei Atltenwald bis zur Mündung an der Berliner Promenade in Saarbrücken.

Auf den ersten Blick ist der Sulzbach eher unscheinbar. Genauer betrachtet aber lässt sich hier Kurioses entdecken: alte Grenzen, Salzbrunnen und ein langer Stollen.


Weiter geht es per pedes – auf Entdeckungstour in Hornbach, an der Saarschleife und dem Löstertal.

Bianca Gade unterwegs auf dem Paradiesgartenweg (Foto: SR)

Alexander M. Groß begleitet die Wanderbloggerin Bianca Gade, auf zwei Touren. Ein himmlische Erlebnis erwartet uns bei Hornbach. Hier verläuft der „Paradiesgartenweg“, ein relativ junger Premiumwanderweg, der auf einer Länge von 11,4 Kilometern gleich drei Biosphären-Regionen streift: den Bliesgau, den Pfälzer-Wald und die Nordvorgesen.

Mystisch – Herbstnebel an der Saarschleife (Foto: SR)

Die idyllische Tour führt über Felder, durch Wälder und belohnt die Wanderer und Wanderinnen mit großartigen Aussichten. Großartige und atemberaubende Ausblicke bietet aber auch die „Saarschleifen-Tafeltour“.  

Die 16 km lange Wanderstrecke gehört zu den schönsten im Land und führt von Mettlach über die Burg Montclair zur Cloef und wieder zurück.


Anke Rehlinger und Willibrord Ney mit einem Kamerateam unterwegs  in Oberlöstern (Foto: Julian Lange)

Wie die Sulzbach- und Glan-Tour ist auch die Wanderung durchs Löstertal eine Erkundung „auf eigene Faust“. Die Löstertal-Tour steht so in keinem Reiseführer. Lohnt es sich trotzdem 13 Kilometer durch diese weitgehend unbekannte Ecke des Hochwalds zu wandern? Gibt es da überhaupt was zu entdecken? Unser Reporter Willibrord Ney hat sich auf die Beine gemacht und ist begeistert. Er entdeckt Spuren römischer Geschichte, eine ganz besondere Pilgerkapelle, waghalsige Modellflieger, ein ungewöhnliches „Hofcafé“, Lamas als Reisebegleiter und eine Gasthaus, in dem die Zeit stehen geblieben sein könnte. [Mehr Infos zu den Touren]

Und schließlich wird Moderator Willibrord Ney „en passant“ einige Ausflugsziele rund um den Litermont erwandern: das traumhafte „Froschparadies“ in einer ehemaligen Sandgrube, das historische Kupferbergwerk in Düppenweiler, den sagenumwobenen vulkanischen „Grauen Stein“ und das im wahrsten Sinnes des Wortes herausragende „Litermont-Kreuz“, von dem aus man eine grandiose Aussicht über das Saartal bis nach Frankreich hat.


Unsere Zuschauer konnten abstimmen, welche Tour Ihnen am besten gefallen hat.
Favoriten waren Litermont, Paradiesgarten und Löstertal. Unter allen Teilnehmern haben wir drei "Wanderungen für Langschläfer Saarland" verlost.


Buch Wanderungen für Langschläfer - Saarland (Foto: Bruckmann Verlag)


Gewonnen haben:
Ursula Daniel, Nonnweiler
Nicole Forve, Ottweiler
Peter Hartmann, Homburg

Flusswärts – Entdeckungsreise auf dem Sulzbach

Karte  Verlauf Sulzbach (Foto: SR)


Den Sulzbach von der Quelle bis zur Mündung zu verfolgen, ist normalerweise schwierig bis unmöglich. Zum einen gibt es gleich zwei Quellen, die zum Teil verborgen sind und die letzten drei Kilometer verschwindet der Sulzbach in einem nicht zugänglichen Stollen, bevor er schließlich in die Saar mündet. Unser Reporter Norman Striegel hat alle Widrigkeiten gemeistert und nimmt Sie auf eine ganz besondere Reise mit.

Erste Kuriosität:
Der Sulzbach hat zwei Quellen, die Quelle des Moorbachs und die des Ruhbachs.

Die Ruhbachquelle bei Elversberg (Foto: SR)

Zweite Kuriosität:
Die Ruhbachquelle ist als Quelle nicht zu sehen, sie liegt nämlich in einem künstlich aufgestauten Teich bei Elversberg gleich hinter der A8. Ein Wanderweg führt an dem kleinen Waldsee vorbei. Der Sulzbach selbst entsteht am Zusammenfluss von Ruhbach und Moorbach im Sulzbacher Stadtteil Schnappach. Der Zusammenfluss liegt auf einem Privatgrundstück.

Ganz unscheinbar schlängelt sich der Ruhbach durch den Wald (Foto: SR)

Dritte Kuriosität:
Der Ruhbach war einst Grenzfluss zwischen Bayern und Preußen. Bei Schnappach mutet noch heute ein Gasthaus bayrisch an. Das Lokal „Bayrisch Zell“ samt Biergarten ist von Dienstag bis Samstag von 15:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen beginnt der Betrieb schon um 11:00 Uhr.

Salzbrunnenhaus (Foto: SR)

Vierte Kuriosität:
In Sulzbach wurde Salz gewonnen. Das Wasser, aus dem das Salz gewonnen wurde, kam aber nicht aus dem Sulzbach sondern aus Brunnen und Stollen. Davon zeugen heute noch die historischen Salzhäuser. Sie können besichtigt werden. Informationen dazu gibt es bei der Stadt Sulzbach. Telefon: 06897-508-412. Ob das Salz der Stadt oder dem Bach den Namen gegeben hat ist nach Angaben der Stadtarchivarin unklar.

Am Güterbahnhof verschwindet der Sulzbach, fließt  3 Kilometer unterirdisch in einem Stollen unter Saarbrücken (Foto: SR)

Mündung des Sulzbachs an der Berliner Promenade (Foto: SR)

Fünfte Kuriosität:
Der Sulzbach verschwindet am Saarbrücker Güterbahnhof unter der Erde und fließt die letzten drei Kilometer unter Saarbrücken hindurch, um nach insgesamt 17 Kilometern an der Berliner Promenade in die Saar zu münden. Zuständig für diesen Stollen ist das Saarbrücker Entsorgungsunternehmen ZKE.


Römer, Lamas, Sahnetorten  - unterwegs im Löstertal

Karte Löstertal-Tour (Foto: SR)

Die Löstertal-Tour steht so in keinem Reiseführer. Lohnt es sich trotzdem 10 Kilometer durch diese weitgehend unbekannte Ecke des Hochwalds zu wandern? Gibt es da überhaupt was zu entdecken? Unser Reporter Willibrord Ney  hat sich auf die Beine gemacht und ist begeistert.


Willibrod Ney und Anke Rehlinger in "Anne's Hofcafé" (Foto: SR)

Gleich zu Beginn erwarten uns zwischen Wadern und Nonnweiler sehenswerte römische Monumentalgrabhügel und eine ganz besondere Pilger-Kapelle. 

Beim Modellflugclub Hochwaldschwalbe erleben wir waghalsige Flugmanöver und bestaunen detailgetreu nachgebaute Flugzeuge. In "Anne's Hofcafé" in Niederlöstern können sich Wanderfreunde bei selbstgebackenen Kuchen und Torten stärken, bevor es in es in Rathen auf Tour mit den Eisbach-Lamas geht.

Willibrord Ney im Gespräch mit Martin Hares der Wandertouren mit Lamas anbietet (Foto: SR)

Kulinarischer Tourabschluss

Willibrord Ney zu Gast bei Hans Peter Schirra im Nostalgierestaurant„Gellbersch Haus“ in Buweiler (Foto: SR)

Und schon geht’s weiter nach Buweiler. Hier lädt das Nostalgierestaurant "Gellbersch Haus" zu einem kulinarischen Tourabschluss ein. Die wenigen Meter bis zum Parkplatz an der Kostenbacher Kirche sind dann kein Problem mehr.

Übrigens: Bei der Tour hat uns die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zeitweise begleitet. Die Wege zwischen Oberlöstern und Gehweiler gehören auch zu ihren Lieblings-Wanderstrecken.

Anke Rehlinger, Willibrord Ney und Patrick Mertl an den Grabhügeln in Oberlöstern (Foto: SR)

Links

Römische Grabhügel
https://de.wikipedia.org/wiki/Grabh%C3%BCgel_von_Oberl%C3%B6stern

Europäische Skulpturenstraße des Friedens
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fe_des_Friedens_(Kunstprojekt)

Hochwaldschwalben
http://www.mfc-wadern.de/

Anne’s Hofcafé
https://de-de.facebook.com/pages/category/Local-Business/Annes-Hofcafe-405055906524434/

Eisbach-Lamas
http://www.eisbach-lamas.de/

Gellbersch Haus
https://gellbersch-haus.de/

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