SAAR3 extra: Schlösser und Burgen

SAAR3 extra: Schlösser und Burgen – eine Zeitreise durch das Saarland

 

Ritter und Burgfräulein, Herrschaften und Diener – sie erinnern uns an längst vergangene Zeiten. Die Menschen leben nicht mehr, doch einige ihrer Wohnorte haben die Jahrhunderte überdauert und zeugen bis heute vom Ruhm oder Fluch der ehemaligen Bewohner. In „SAAR3“ begeben wir uns heute auf die Suche nach Schlössern und Burgen im Saarland und ihren Besonderheiten.

Sendung: Donnerstag 16.01.2020 20.15 Uhr

Burgruine Kirkel. (Foto: SR)

Unser erstes Ziel ist die fast tausendjährige Burg Kirkel, die als weithin sichtbares Wahrzeichen über der Gemeinde trohnt und bis heute Attraktion für Mittelalterfans und Ausflügler ist – Burggespenst inklusive!

Direkt um die Ecke ließ sich die Blieskasteler Gräfin Marianne von der Leyen Ende des 18. Jahrhunderts eine Sommerresidenz am Niederwürzbacher Weiher bauen. Wir schauen nach, wie es heute in den beiden noch erhaltenen „roten“ beziehungsweise „runden“ Bauten zugeht.

Hoch über dem Saartal bei Saarlouis thront die mächtige Teufelsburg, deren einstiger Besitzer – der Sage nach – einen Pakt mit dem Satan eingegangen sein soll. Heute gilt sie als besonderer Anziehungspunkt für Menschen, die ihre kindlichen Ritterspiele ins hohe Erwachsenenalter hinübergerettet haben.

Spielszene Das Burgfräulein von La Motte (Foto: SR)

Im Theeltal bei Lebach stand bis ins 19. Jahrhundert eine imposante Barockanlage. Vom einstigen Schloss Lamotte ist nur noch ein wenig imposantes Torhaus übrig. Wir haben uns mit Heimatforschern getroffen, die uns Erstaunliches über die Geschichte und Mythen rund um das einstige Schloss berichten können.

Mittelalterliche Ritterspiele (Foto: dpa)


Für viele Gemeinden im Saarland sind ihre Schlösser, Burgen und Ruinen ein wichtiges Stück Heimatgeschichte, die man gerne erhalten würde – auch als touristische Attraktion. Doch fachgerechte Restaurierungen sind teuer und manche gut gemeinten Renovierungsarbeiten der letzten Jahrzehnte haben sich als Bausünden herausgestellt, die jetzt auch noch aufwändig  behoben werden müssen. Wir haben uns auf der Liebenburg bei Namborn umgeschaut.

Schlossherr Christian Ebert im Weinkeller (Foto: SR)


Wäre also Burgfräulein oder Schlossherr anno 2019 eher ein Wunsch- oder ein Albtraum? Der Winzer Christian Ebert lebt seit seiner Kindheit auf Schloss Saarstein bei Serrig. Trotz erheblicher Erhaltungs- und Unterhaltungsarbeiten möchte er seinen Wohnsitz nicht tauschen. Er lebe vom Schloss und für das Schloss – sagt Ebert und weiß, dass das wirklich ein Glücksfall ist.

Moderator Willibrord Ney hat sich mit dem Leiter des Historischen Museums Saar, Simon Matzerath auf Burg Siersberg getroffen und mit ihm über die Bedeutung von Schlössern und Burgen für das Saarland, ritterliches und höfisches Leben zur Blütezeit und die Faszination des Mittelalters heute gesprochen.

Luftaufnahme der Liebenburg, Namborn (Foto: SR)

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