SAAR3 extra – Über die Dörfer

SAAR3 extra – Über die Dörfer

 

„SAAR3“, das Saarlandmagazin geht diesmal – im wahren Sinn des Wortes – über die Dörfer. Unsere Reporter haben die besten Ideen gesammelt, wie man Gemeinden und Stadtteile zukunftsfest machen kann. Beispiele, die auch anderenorts Schule machen können.

Sendung: Donnerstag 26.09.2019 20.15 Uhr


Dorfbesichtigung Hoof (Foto: SR)

Lernort Hoof – Ortsvorsteher suchen eine Zukunft für ihre Dörfer

Keine Kneipe, kein Laden, kein Vereinsnachwuchs: So sieht es in vielen saarländischen Dörfern aus. Ein Ort aber stemmt sich mit aller Macht gegen den Trend: Hoof, im Sankt Wendeler Land. Inzwischen machen sich auch Kommunalpolitiker aus anderen Gemeinden auf den Weg, um nachzuschauen, was die Hoofer anders und vielleicht besser machen.


Solardächer in Oberkirchen (Foto: SR)

Pioniergeist – wie Oberkirchen zum Energiedorf wurde

Zwei Dörfer weiter wollen die Bürger von Oberkirchen die Energiewende in Deutschland vorantreiben. Auf dem Dach der Grundschule haben sie Photovoltaikanlagen angebracht; außerdem haben sie eine „Strom-Tankstelle“ für Elektro-Autos eingerichtet und sich zu einer Energie-Genossenschaft zusammengeschlossen, die sich am Bau von Windkraftanlagen beteiligt. Jetzt wollen sie das Blockheizkraftwerk, das im Schwimmbad für warmes Wasser sorgt, nutzen, um das benachbartes Neubaugebiet mit Fernwärme zu versorgen. Tolle Ideen, die auch von der Bundesregierung ausgezeichnet wurden: Der Ortsteil von Freisen im Kreis St. Wendel darf sich jetzt „Energiedorf“ nennen…


Blick auf Herrensohr (Foto: SR)

Ende des Dornröschenschlafs – Herrensohr soll aufblühen

Auch Herrensohr sucht nach Zukunftsperspektiven. Der kleinste Saarbrücker Stadtteil wurde vor 150 Jahren als Bergarbeitersiedlung gegründet und war einmal ein pulsierendes Zentrum mit Geschäften, Kinos und Kneipen. Heute ist von all dem nicht mehr viel zu sehen. „Das soll sich ändern!“, sagen einige Herrensohrer. Sie wollen ihr Dorf jetzt schöner und lebendiger machen. Bei einem „Ortsgespräch“ entstanden nicht nur tolle Ideen sondern es gründete sich auch ein Trupp engagierter „Macher“.


Luftaufnahme von Wiesbach   (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Von Dorffrühstück bis Eigeninitiative – Zukunftsideen aus Wiesbach

Die Wiesbacher haben eigene Ideen, damit ihr Ort lebenswert bleibt. In dem Eppelborner Ortsteil gibt es zum Beispiel Mega-Frühstück in der Wiesbachhalle, das vor allem von den Älteren gerne besucht wird. Aber es gibt auch privates Engagement: So haben zwei Familien das ehemalige Landheim gekauft, um es vor dem Verfall zu retten. Jetzt sollen Wohnungen, Arztpraxen und Büroflächen entstehen.


Claudia Ohlau in ihrem Laden auf dem Heidstock (Foto: SR Fernsehen)

Zusammen geht’s besser – Heidstocker Bürger organisieren ihre Nahversorgung

Die Schließung des Supermarkts auf dem Heidstock hat viele Bürger schockiert. Fast 5000 Menschen leben in dem Völklinger Stadtteil – entsprechend groß ist die Betroffenheit. Vor allem bei vielen Älteren, die nicht mehr mit dem Auto zum Einkaufen fahren können. Doch die Heidstocker sind erfinderisch und versuchen, die Versorgung in ihrem Stadtteil nun selbst zu organisieren: mit besseren Busverbindungen, mobilen Verkaufsstände oder einem kleinen Wochenmarkt. Die Betreiberin des Lottoladens hat zudem ein "Notkauf-Regal" mit Grundlebensmittel aufgestellt. "Wir Heidstocker müssen jetzt zusammen-halten!", sagen die Bewohner.


Maroder Wanderweg (Foto: SR Fernsehen)

In der Zwickmühle – sparen aber wie?

Viele Kommunen haben in den vergangenen Jahren „Premiumwege“ und „Traumschleifen“ angelegt – eine Zukunftsinvestition in das "Wanderland Saarland", das Touristen anlockt. Doch viele dieser Wege sind inzwischen in die Jahre gekommen. Hölzerne Brücken und Steige sind morsch, Geländer verrotten. Ein teures Problem für die betroffenen Gemeinden, die für die Verkehrssicherungspflicht verantwortlich sind. - In Nalbach setzt man deshalb jetzt auf den naturnahen Rückbau der Wanderwege.

Ein teurer Spaß ist für saarländische Kommunen auch das eigene Freibad. Vor allem dann, wenn es – wie in Wallerfangen – schon über 50 Jahre alt ist und eigentlich komplett saniert werden müsste –  Geld, das die Gemeinde nicht hat. SAAR3-Moderator Willibrord Ney hat den Kaiserslauterner Experten für Kommunalfinanzen, Professor Martin Junkernheinrich, nach Lösungsmöglichkeiten gefragt.


Willibrord Ney (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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