SAAR3 – Das Saarlandmagazin (14.02.2019)

SAAR3 – Das Saarlandmagazin

 

„SAAR3 – Das Saarlandmagazin“ berichtet über schwere Herausforderungen für Krankenhäuser und Rettungsdienste, sorgenvolle Senioren im Straßenverkehr, winterliche Wanderfreuden im Hunsrück, gründungswillige Flüchtlinge, tierische Waldarbeiter und einen durch und durch geerdeten Winzer im Elsass.

Sendung: Donnerstag 14.02.2019 20.15 Uhr


Themen der Sendung


 Patientin geht durch einen Krankenhausflur (Foto: dpa)

Übergewicht – Neue Herausforderungen für Kliniken und Rettungsdienste

Menschen mit extremem Übergewicht haben oft nicht nur ein gesundheitliches Problem. Auch sonst gibt es Schwierigkeiten: Sie passen nicht auf jeden Stuhl oder sie finden im Flugzeug nur schwer Platz. Was aber, wenn diese Menschen mal ins Krankenhaus müssen? Da ist schon der Transport in die Klinik eine Herausforderung. Und dort müssen sie hoffen, dass es geeignete Behandlungstische und Betten gibt. Für Rettungsdienste und Krankenhäuser bedeutet das besondere und oft auch teure Herausforderungen, zumal inzwischen jeder fünfte Bundesbürger unter krankhaftem Übergewicht leidet.


Autofahrer schaut in den Seitenspiegel seines Fahrzeuges (Foto: dpa)

Testpflicht, nein danke! – Warum Fahrtüchtigkeit nicht nur eine Altersfrage ist

Senioren am Steuer sind immer wieder Grund hitziger Diskussionen. Sollen sie bis ins hohe Alter Auto fahren? Oder besser darauf verzichten und sogar den Führerschein abgeben? Dabei stechen Senioren in der Verkehrsunfallstatistik gar nicht besonders hervor. Vielmehr sind es junge Fahrer, die mehr Unfälle verursachen. Unsere Reporter haben junge und alte Fahrer im Auto begleitet und zeigen freiwillige und gesetzliche Lösungen auf.

Gast im Studio:
Rudi Schmidt, Seniorenbeauftragter ADAC


Wandern nach Jahreszeiten – diesmal die Traumschleife „Gipfelrauschen“ (Foto: SR)

Wandern im Winter – „Gipfelrauschen“ im Hunsrück

Bianca Gade ist begeistere Wanderin. Ihrem Internet-Blog folgen 10.000 Menschen, dreimal so viele wollen von der 40-jährigen Saarländerin monatlich wissen, wo es was zu entdecken gibt. Beispielsweise rund um den Erbeskopf. Die Traumschleife „Gipfelrauschen“ führt 7,4 Kilometer über den höchsten Berg von Rheinland-Pfalz und den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Wandern – einmal ganz in winterlicher Stimmung.


Ibrahim Obeid in seiner Änderungsschneiderei (Foto: SR)

Fitt für den Firmenstart – Wenn Flüchtlinge gründen

Wer als Flüchtling in Deutschland ein Unternehmen gründen will, hat es schwer: Eine fremde Sprache und die komplizierte Bürokratie sind hohe Hürden für einen beruflichen Neuanfang. Hier setzt das Projekt „Perspektive Neustart“ der HTW-Tochter Fitt an. Das bereitet ausgewählte Migranten in einem einjährigen Programm auf die Existenzgründung vor. Pünktlich zum Auftakt der zweiten Runde treffen wir die Gründer in spe, fragen, wo die größten Schwierigkeiten liegen und zeigen, was aus den Absolventen des ersten Projektjahres geworden ist. Schließlich besuchen wir Abdul Saymoa, dessen Projekt einer saarländisch-arabischen Käserei Pioniercharakter hat.           

Gast im Studio:
Doris Bechtel, Interkulturelles Kompetenzzentrum, Arbeitskammer des Saarlandes   


Lothar Walter mit seinem Pferd "Mannheimer" im Wald (Foto: SR)

Nationalpark – ein Rückepferd im Einsatz

Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald steht der Schutz der Natur an oberster Stelle. Damit der sensible Boden durch schwere Holzernte-Maschinen nicht zu Schaden kommt, wird "der Mannheimer" eingesetzt – ein 800 Kilo schweres Kaltblut der Rasse Pfalz-Ardenner. Mannheimer zieht die Baumstämme bis zur Rückegasse, wo sie mit einem Kran verladen werden. Lothar Walter dirigiert sein Pferd mit wenigen Kommandos zentimetergenau zwischen den Bäumen hindurch. Die beiden sind ein eingespieltes Team.


Auszeichnung für den Winzer Jean-Michel Deiss (Foto: SR)

Vergesst die Rebsorten! – Elsässischer Winzer beschreitet neue Wege

In seinen Weinbergen baut Jean-Michel Deiss die unterschiedlichsten Rebsorten an – allerdings nicht wie üblich getrennt, sondern kunterbunt durcheinander. Denn nicht die Rebsorte macht am Ende den Wein, findet der ungewöhnliche Winzer, sondern das Terroir, also der Boden und dessen Geschichte. Der Elsässer aus Bergheim folgt damit alten Traditionen, die verloren gegangen waren und zieht immer mehr junge Winzer an, die seine Methode erlernen möchten. Vor kurzem wurde Jean-Michel Deiss für seine Wege abseits des Üblichen von einer renommierten Jury ausgezeichnet.


Moderation: Willibrord Ney

Willibrord Ney (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

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