Marokko - Die Straße der Kasbahs

Marokko - Die Straße der Kasbahs

Ein Film von Peter Kruchten  

Marokko ist ein Land der Gegensätze. Moderne Autostraßen wechseln sich mit alten Karawanenrouten ab, Stein und Geröllwüsten mit fruchtbaren Tälern und Oasen. Kommen Sie mit auf eine faszinierende Reise in den Orient.

Sendung: Sonntag 15.08.2021 14.30 Uhr

Le Grand Sud – Großer Süden – nennen die Marokkaner das Land südlich des Hohen Atlas. Es sind die Stein- und Geröllwüsten, die jenseits der algerischen Grenze in die Sanddünen der Sahara übergehen. Es sind aber auch die fruchtbaren Täler von Draa und Dadès, die Oasen mit ihren Zigtausend Dattelpalmen, Maisfeldern, Mandel-, Oliven- und Aprikosenbäumen. Und mit Städten wie Telouet, Ouarzazate, Zagora oder Erfoud. In Zagora steht heute noch ein verblichenes Schild mit dem Hinweis: 52 Tage bis Timbuktu.

Der Orient wie aus dem Bilderbuch

Zagora lag an einer der wichtigsten Karawanenwege Nordafrikas, war ein Glied in einer Kette von Kasbahs, Lehmburgen, die den Handel kontrollierten und schützten. An den Türmen, Mauern und Speichern aus Stampflehm ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen.

 (Foto: SR)

In unmittelbarer Nachbarschaft entstehen moderne, klimatisierte Wohnhäuser, Karawanenpfade werden zu asphaltierten Autostraßen. Den Fortschritt hat seine Majestät, Mohamed VI, seinem Land gebracht. Aber immer noch und immer wieder fühlt sich der Reisende ins frühe Mittelater zurück versetzt. Le Grand Sud, die Straße der Kasbahs, ist Orient wie aus dem Bilder- oder Märchenbuch. Von Marrakesch aus, dem Handelszentrum und Ziel vieler Karawanen aus dem Süden, reist unser Filmteam über den Hohen Atlas und besucht Stationen entlang der alten Handelswege. Wir sehen, was von der Vergangenheit noch geblieben ist und wie die Menschen heute leben.

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