Marokko: scheinbar idyllisch (Foto: Claas Vorhoff/SR)

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„Ich wäre nie auf die Idee gekommen mit so einem alten Auto in die Wüste zu fahren“, erklärt Sebastian Gerloff. Aber dann hat ihn sein Kommillitone Jannis Metken gefragt, ob er mit ihm die 4L-Trophy fahren will. Ein Rallye von Biarritz in die Sahara an der nur Studenten und R4s teilnehmen dürfen (das Kultauto heißt in Frankreich 4L).

An der Fachhochschule Südwestfahlen, an der die beiden Maschinenbau studieren, hat die Teilnahme an der Rallye eine lange Tradition. Die alten Autos gehen von Hand zu Hand und müssen fast jedes Mal komplett restauriert werden. Dafür und für alle weitere Kosten, allein die Startgebühr beträgt 3000,- € pro Wagen, müssen die Teams fast 10.000 € aufbringen. Das gelingt über Spenden und Sponsoren aber auch durch so profane Dinge wie Waffel- und Glühweinverkauf.

Im Februar 2019 geht es endlich los

„Für mich ist der soziale Aspekt sehr wichtig“, betont  Jannis Metken. Die Studenten sind verpflichtet in ihren Autos 50 kg Hilfsgüter, in erster Linie Schulmaterialien und Spielsachen in den nordafrikanischen Staat zu transportieren. „Meine Familie hat eine lange Tradition in der Kolping-Bewegung und da ist Bildung besonders wichtig.

Nach einem Jahr Spenden sammeln, Waffeln verkaufen und immer wieder Schrauben und Schweißen geht es im Februar 2019 endlich, los. Über Paris und Biarritz geht es nach Algeciras in Südspanien. Von dort mit der Fähre nach Nordafrika. In Merzouga waren auf Jannis und Basti drei Tage mit Wüstentouren in Staub und Hitze. Wie sich herausstellen wird, ist es durchaus von Vorteil Maschinenbaustudent zu sein und auch schon mal einen Schraubenschlüssel in der Hand gehabt zu haben.

Die ganze Tour ist voll von unerwarteten Widrigkeiten und Rückschlägen. Trotzdem ist es am Ende Für Jannis eine Traumreise: „Mir hat diese Woche hier in Afrika einen Riesenspaß gemacht. Einfach mit den anderen Studenten ständig in Kontakt zu sein, wenn man sich gegenseitig die ganze Zeit hilft, dass man andere Leute kennen lernt und dass man auch eine Menge Spaß mit dem Auto hat. Auch wenn es mal kaputt geht, hat man trotzdem eine Menge Spaß.“

Und nachdem Sebastien nie auf die Idee gekommen wäre mit einem alten Auto in die Wüste zu fahren, würe er es jetzt sogar nochmal machen: „Das ist ein Erlebnis, das ist einmalig, das kann man jetzt nicht wiederholen oder mit irgendeinem anderen Auto machen. Das wäre der Grund, warum ich sagen würde, ich würde das auf jeden Fall noch einmal machen, wenn ich die Chance dazu hätte.“

Weitere Infos (Bilder, Videos und Teilnahmekonditionen) unter: https://www.4ltrophy.com/

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