Expresspizza mit Hähnchen und vielen Kräutern (Foto: SR Fernsehen)

Iss besser - Krasse Kräuter vom Schaalsee

Tariks wilde Küche

 

Tarik Rose, Spitzenkoch von der Elbe, begibt sich auf die Suche des nachhaltigen Geschmacks in der norddeutschen Region. Dabei besucht er quer durchs Land Züchter, Bauern und kleine Betriebe, die mit ganzem Herzen in ihrer Arbeit aufgehen.

Sendung: Samstag 11.07.2020 18.15 Uhr

Auf seiner zweiten Tour geht es für Tarik Rose in die Region Schaalsee in Mecklenburg-Vorpommern. Hier besucht er Dirk Endrulat und Hajo Kahl auf ihrem Kastanienhof. Mit ihrer Arbeit engagieren sich die beiden dort Tag für Tag für den Erhalt und Anbau alter und vom Aussterben bedrohter Obst- und Gemüsesorten.

Den Bauerngarten haben sie nach altem Vorbild angelegt. Dort herrscht Natur pur, die "Chemiekeule" hat hier keine Chance! Denn gegen das meiste "Unkraut" haben die beiden ein viel besseres Vernichtungsmittel: einfach aufessen! Tarik Rose findet dort ein blühendes Paradies, in dem er frei wildern darf! Er präsentiert als Ergebnis zwei perfekt abgestimmte Gerichte mit nachhaltigen Zutaten aus der Region, die natürlich, gesund und einfach nachzukochen sind.


Die Rezepte


Tariks Gurken-Involtinis mit Büffelfeta und Wildkräutersalat (3 Personen)

Zutaten

1-2 feste Schlangengurken (am besten Bio, da die Schale mitgegessen wird)
200g (Büffel-) Feta am Stück
1 Hand voll geröstete Erdnüsse (am besten nicht gesalzen)
4 EL salzarme Sojasauce
2 Limetten
2 Chilischoten
4 EL Olivenöl
1 TL Honig
120 g falls verfügbar Wildsalat, ansonsten Rauke und eine frische Kräutermischung nach Belieben – z.Bsp. frische glatte Petersilie, Basilikum, Sauerampfer, Dill, Fenchelgrün, etc.

Tipp: oder haltet im Supermarkt mal Ausschau nach der frischen Kräutermischung für „Frankfurter grüne Sauce“- das ist eine Mischung aus Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Kerbel, Kresse, Borretsch und Pimpinelle. 

Außerdem 3 Holzspieße

Zubereitung

Als erstes die Marinade zubereiten. Dazu Sojasoce, Saft von 2 Limetten, Olivenöl und Honig zusammengeben und verrühren.

Tipp: die Limetten nicht wie eine Zitrone quer aufschneiden, sondern längs in Viertel zerteilen. So lässt sich der Saft der Limette einfach per Hand heraus pressen.

Chilischoten halbieren, entkernen und kleinhacken. Ebenfalls dazu geben.

Dann die Gurken waschen und der Länge nach mit einem Gemüse- oder auch Käsehobel in lange Streifen abziehen.

Die Gurkenscheiben müssen dünn genug sein, um sie später leicht rollen zu können, ohne dass sie durchbrechen. Der innere weiche Kern-Teil der Gurke eignet sich leider nicht für die Involtinis, da er zu „labberig“ ist.  Dann die langen Gurkenscheiben in der fertigen Marinade etwa 10- 15 Minuten ziehen lassen.

Das Fetastück in gleichgroße Würfel schneiden. Pro Portion benötigt ihr 3 Würfel des Fetas. Dann die Erdnüsse grob hacken. Die Würfel des Fetas und die Erdnüsse in eine Schale geben und vorsichtig vermischen.

Als nächstes den Salat und die Kräuter waschen, trocknen und zupfen, bzw. ganz grob kleinschneiden.

Nun die mit Erdnüssen ummantelten Fetawürfel wie eine Roulade in je einer langen Gurkenscheibe einrollen und pro Portion drei dieser Röllchen aufspießen.

Den geputzen Salat in die Marinade geben in der zuvor die Gurken durchgezogen sind und ordentlich durchmengen.

Den Salat auf einem Teller anrichten, die Involtini-Spieße darauf legen. Die restliche Marinade darüber geben, mit ein paar zusätzlichen Erdnüssen dekorieren.

Und: Fertig ist ein tolles Gericht mit dem man auch Vegetarier glücklich macht!


Tariks Pfannenpizza mit Ofenhuhn (4 Personen)

Zutaten

Für die Pfannenpizza

250 g Dinkelmehl
250 g griechischer Joghurt
1 gestrichener TL Backpulver
1 Prise Salz
1-2 EL Olivenöl
Mehl zum ausrollen, Öl zum ausbacken

Für den Belag

1 Hühnerbrust auf der Karkasse (normale Hühnerbrust geht natürlich auch)
200 g Tomaten
3 Stangen Frühlingslauch oder Knoblauchgras
200 g Kohlblätter (zB Spitzkohl, Kohlrabiblätter, Rote Bete-Blätter)
80- 100g Alter Gouda oder Parmesan
Olivenöl
gereifter Balsamico
Liebstöckel (alternativ Basilikum)
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
½ Chilischote
frischer Zitronensaft
Harissa
Salz
frischer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Zuerst den Teig für den Pizzaboden zubereiten. Dazu das Backpulver in das Dinkelmehl mischen, Joghurt, Salz und Olivenöl dazu geben und alles zu einem homogenen Teig verkneten. 10-15 Minuten quellen lassen.

Weiter geht es mit dem Hühnerfleisch. Dazu das zuerst das Hühnchen waschen, trocken tupfen und mit einer guten Prise Salz und einer ordentlichen Prise Harissa würzen. Danach bei 160°C für ca. 30 Minuten in den Backofen.

Tipp: wer keine Hühnerbrust auf dem Knochen bekommt kann natürlich auch ein normales Hühnerfilet verwenden. Das garen auf der Karkasse (dem Knochen) macht das Fleisch allerdings schmackhafter und saftiger.

Sämtliches Gemüse und Kräuter natürlich zuerst abwaschen.

Für die Pizza-Soße Tomaten, 3 EL Olivenöl, 2 EL Balsamico, 2-3 Stiele Liebstöckel (alternativ Basilikum), 1 rote Zwiebel, ½ Chilischote und 1 Knoblauchzehe grob schneiden und in hohes Gefäß geben. Mit Pfeffer und Salz würzen. Dann alles mit dem Pürierstab ordentlich durchmixen.

Für den Pizzabelag das Frühlingslauch in Ringe schneiden.

Die Kohlblätter in schmale Streifen schneiden und zusammen mit einer Prise Salz, 2-3 EL Olivenöl und dem Saft ¼ Zitrone leicht durchkneten und darin marinieren lassen.

Tipp: Kohlrabi- oder auch rote Bete-Blätter sind ideal für dieses Rezept und sind auch sonst eine gesunde Ergänzung in Salaten & Co.

Nun den Teig in 4 gleichgroße Stücke aufteilen und auf einer mit Mehl bestreuten Fläche zu gleichmäßigen Pizzafladen ausrollen. Sobald das Hühnchen fertig gegart ist werden die Pizzafladen in einer Pfanne mit Öl ausgebacken. Natürlich vorsicht, damit nichts anbrennt!

Die ausgebackenen Pizzafladen ganz leicht auskühlen lassen. Währenddessen das Hühnerfleisch in Stücke schneiden. Dann die Fladen zuerst mit der Tomatensause, bestreichen. Die marinierten Kohlblätterstreifen darauf geben. Mit ein paar Streifen Hühnerfleisch belegen und zum Schluss nach Belieben Käse darüber reiben- und einfach nur noch schmecken lassen!

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