Fahr mal hin - Auf Urmeer-Spuren

Fahr mal hin: Auf Urmeer-Spuren zwischen Blies und Maas

 

Der zweite Teil unseres "Fahr mal hin - Auf Urmeer-Spuren" führt uns vom Bliesgau nach Lothringen. Auch dort finden sich überall Zeugnisse des urzeitlichen Meeres. Salzwiesen-Mühlen und Steinbrüche mit Kalkstein erinnern daran, dass hier einmal ein riesiger Ozean das Land bedeckte.

Sendung: Freitag 01.05.2020 18.15 Uhr

Impressionen einer Reise auf Spuren des Urmeeres

Weite Teile des Südwestens bis nach Frankreich und Belgien waren vor hunderten Millionen Jahren von Urmeeren bedeckt. Ihre Spuren zu finden ist gar nicht so schwer. Versteinerungen, ja sogar ganze Landschaften erzählen aus diesen längst vergangenen Zeiten.

Die Reise auf Urmeer-Spuren beginnt im saarländischen Bliesgau, ganz in der Nähe der deutsch-französischen Grenze. Wie Schnüre ziehen sich hier Pilgerwege und ehemalige Handelsstraßen durch die Landschaft. Auf Ihnen wurde Jahrhunderte lang Salz transportiert, ein Schatz aus Urmeerzeiten. Es kam aus dem benachbarten Lothringer Salzland und wurde bis in die Rheinebene gebracht. Die Wege bestehen bis heute aus Millionen zerkleinerter Kalksteine, sie stammen aus der Kalkschicht, die beim Austrocknen des Urmeeres durch das Absinken von Abermillionen Kalk-Schalentieren entstand.

Eine faszinierende Welt aus reinem Salz

Wenig weiter, direkt an der deutsch-französischen Grenze hat das kleine saarländische Kurbad Rilchingen seine salzhaltigen Quellen, sein Heilwasser und die heutige Saarlandtherme ebenfalls dem Urmeer zu verdanken. Und jenseits der Grenze in der Nähe von Nancy in Lothringen verbirgt sich tief unter der Erde eine faszinierende Welt aus reinem Salz. Pflanzen, die sonst nur am Meer gedeihen, wachsen in den Wiesen des Lothringer Salzlandes. Unschätzbare Kunstwerke, ganze Städte und Schlösser aus feinkörnigem Urmeerkalkstein, der aus den großen Steinbrüchen an der Maas stammt, prägen Kultur und Landschaft Lothringens. Auch die Studenten der nahen Universität Nancy sind regelmäßig den Geheimnissen der riesigen Kalksteinbrüche an der Maas auf der Spur.

Das französische Dorf Liverdun. (Foto: SR)

Touristische Informationen

 Office de Tourisme du Pays de Commercy
Château Stanislas
55200 COMMERCY
Tél : +33 (0)3 29 91 33 16 
E-mail : ot.commercy@wanadoo.fr

Office de tourisme du Pays du Saulnois
10 Place du palais Hôtel de la Monnaie,
57630 Vic-sur-Seille, Frankreich
Tel:  0033 3 87 0116 26
http://www.tourisme-saulnois.com/
contact@tourisme-saulnois.com

Biosphärenzweckverband Bliesgau
Paradeplatz 4
66440 Blieskastel
Tel: 0 68 42 9 60 09-0

 info@biosphaere-bliesgau.eu
www.biosphaere-bliesgau.eu

Office de Tourisme  Saargemünd
11 Rue du Maire Massing,
57200 Sarreguemines, Frankreich
Telefon:+33 3 87 98 80 81
https://www.sarreguemines-tourisme.com/de

Office de Tourisme St.  Mihiel – Coeur de Lorraine
Rue du Palais de Justice,
55300 Saint-Mihiel, Frankreich
Telefon:+33 3 29 89 06 47
http://www.coeurdelorraine-tourismus.de
accueil@coeurdelorraine-tourisme.fr

 

Sehens- und Erlebenswertes

Weite Teile des Südwestens bis nach Frankreich und Belgien waren vor hunderten Millionen Jahren von Urmeeren bedeckt. Ihre Spuren zu finden ist gar nicht so schwer. Versteinerungen, ja sogar ganze Landschaften erzählen aus diesen längst vergangenen Zeiten. Auch im Saarland und im benachbarten Lothringen. Im saarländischen Bliesgau, dem Lothringer Salzland und entlang der Maas in Lothringen bestimmen die Schätze aus Urmeerzeiten bis heute das Leben und den Alltag, sind überall noch sichtbar.

Der Bliesgau

Wegen seiner reichen Natur- und Kulturlandschaften wurde der Bliesgau 2009 von der Unesco als Biosphärenreservat ausgezeichnet.

Geologisch gehört der Bliesgau zum Pariser Becken. Vor etwa 230 Millionen Jahren ist die Gegend von Paris bis zum Saarland und darüber hinaus unter den Meeresspiegel abgesunken, so konnte ein flaches warmes Meer vorstoßen. Dieses Meer war bewohnt von  Abermillionen Kalkschalentieren, die Kalkschalen sanken auf den Meeresgrund und bildeten eine dicke Muschelkalkschicht. Aus ihr besteht der Boden des Bliesgaus, fruchtbares Ackerland, wo Getreide wächst, aber auch Obst, Gemüse und sogar Wein. Wer im Bliesgau wandert, läuft also über Abermillionen Kalkschalentiere: Muscheln, Krebse, Ammoniten und  Seelilien.

Der helle Kalkstein prägt das Bild der Landschaft, Häuser wurden aus ihm gebaut und wie weiße Schnüre ziehen sich die Kalkstein-Wege durch die Landschaft. Als Handelstraßen und Pilgerwege verbanden sie einst die Dörfer des Bliesgaus mit  Städten wie Speyer, Mainz und Metz.

Kreutzeck

Das Kreuzeck ist ein Waldstück, das sich kilometerweit am Hang des lothringischen Grenzdorfes Spichern hinzieht – es steht unter Naturschutz, und man kann es auf verwunschenen Wanderwegen erkunden. Es war früher ein riesiger Kalksteinbruch und Arbeitsplatz vieler Männer aus den umliegenden Dörfern.

Der Steinbruch war eine Zeit lang in Vergessenheit geraten, mit Leiden-schaft und Ausdauer halten die Mitglieder des Vereins „Die Falken“ (Les Faucons) die Wege instand und sorgen dafür, dass die Erinnerung an das industrielle Erbe wach bleibt.Die Kalksteine wurden mit Hilfe einer kleinen Bahn zum Sammelplatz transportiert. Tausend Loren  wurden pro Tag gefüllt und dann im 5 Kilometer entfernten Bübingen - auf deutscher Seite - zu  Kalk zermahlen. Der war wichtig für die Eisenherstellung in den saarländischen Eisenwerken. Zum Teil besteht der Kalk aus versteinerten Seelilien. Ihre Stiele konnten bis zu 8 Meter lang werden. Als winzige Punkte kann man sie heute noch in den Felsen erkennen.

C.P.N. les Faucons
3 impasse des Champs
57350 SPICHEREN
E-mail : cpn.lesfaucons@free.fr

Internet : http://cpn.lesfaucons.free.fr

Saarland-Therme

In der sanften Hügellandschaft bei Rilchingen-Hanweiler liegt ein ungewöhnliches Gebäude: Die Saarland Therme. Das Bad mit dem salzhaltigen Thermalwasser ist bei Deutschen und Franzosen gleichermaßen beliebt. Weil ganz in der Nähe schon seit über 200 Jahren salzhaltige Quellen sprudeln, glaubten einige Saarländer fest daran, dass man hier auch Thermalwasser finden würde. Und tatsächlich stießen die Bohrer Ende der 90er Jahre auf 21 Grad warmes Wasser.

In einer komplexen Anlage wird das Heilwasser nun aufbereitet. Es  kommt aus einer  Tiefe von 750 m, es ist eine floridhaltige Natriumchloridquelle, sie soll  positiv wirken bei Gelenkerkrankungen und bei Erkrankungen der innern Organe.

Andreas Schauer, Bäderspezialist vom Bodensee und Besitzer und Betreiber der Anlage, schaut regelmäßig nach dem Rechten.

Saarland Therme
Zum Bergwald 1
66271 Kleinblittersdorf
Telefon: +49 (0)6805 60000-0#
www.saarland-therme.de

Rilchingen-Hanweiler

Marianne Gräfin von der Leyen, die einst im 20 Kilometer entfernten Blieskastel residierte, musste das lebensnotwendige Salz für ihren Hofstaat und ihre Untertanen mühsam aus dem Lothringer Salzland importieren lassen. Bis ihre Berater 1790 in Rilchingen auf das kostbare Wasser der Augustaquelle stießen. Schon bald wurde das salzhaltige Wasser gefördert.  In einem riesigen Gradierwerk ( 224m lang, 11m tief und 8,50m hoch) ließ man das Wasser verdampfen, um das Salz daraus zu gewinnen. Wie groß die Ausbeute an Salz und heilender salzhaltiger Luft war – ist heute nur noch schwer vorstellbar.

Später wurde noch eine zweite Quelle erschlossen, deren Wasser auch zu Heilzwecken genutzt wurde. Rilchingen stieg zum Kurbad auf – mit Kuranlagen, Kurpark und sogar einem eigenem Weinberg.

Saarkanal

Im Tal bei Rilchingen ziehen Saar und Saarkanal nebeneinander ihre Bahn. Der Saarkanal (früher Saar-Kohle-Kanal) wurde als Transportweg für Kohleschiffe gebaut. Er verbindet noch heute Saarbrücken mit dem Rhein-Marne-Kanal, der bis nach Straßburg führt.  Zuvor war allerdings bereits ein anderer Wasserweg geplant, er sollte Saarbrücken mit dem  Lothringer Salzland verbinden – wo bis in die 1970er Jahre Salz gewonnen wurde - fertig wurden allerdings nur wenige Teilstücke.

Das Lothringer Salzland

Das Lothringer Salzland ist landschaftlich sehr reizvoll und geschichtlich überaus interessant. Die größten Städte des Saulnois sind Château-Salins und Dieuze (früher Duß). Weitere für die Salzgeschichte wichtige Orte in der Region sind Marsal und Vic-sur-Seille.

Im Tal der Seille im Saulnois wird seit der Hallstattzeit (750 bis 450 v. Chr.) Salz abgebaut. Die Merowinger führten die Technik der Salinen ein. Zuerst gehörten die Salinen verschiedenen Abteien, dann dem Bistum Metz und dem Herzogtum Lothringen. Besonders die Salinen von Marsal waren schon in der Merowingerzeit von wirtschaftlicher Bedeutung. Das Salz wurde auf der Seille zum Stadtteil Port-Sailly (Salzhafen) von Metz transportiert. Im Mittelalter war Salz nicht nur als Konservierungsmittel für Lebensmittel wichtig, sondern auch wegen der „Gabelle“, der Salzsteuer. So sorgte das weiße Gold für hohe Einnahmen der jeweils Herrschenden.

Marsal

Das Örtchen Marsal ist umgeben von Wällen und Gräben. Das zeigt – genau wie die stattliche Kirche -, dass hier etwas geschützt werden musste. Marschall Vauban, der Militärbaumeister des französischen Königs Ludwig XIV. hat den Ort befestigt, um das wertvolle Gut, das hier gewonnen wurde, zu schützen. Salz war so wertvoll wie Gold und musste geschützt werden. Das mächtige Eingangstor erzählt bis heute davon.

Heute hat Marsal nur noch ein paar hundert Einwohner. Früher herrschte hier Hochbetrieb. Schon 500 Jahre vor Christus wurde in großem Stil Salz gewonnen.

Rund um Marsal dringt das Salzwasser bis an der Oberfläche, und lässt ein Kraut wachsen, das man sonst nur am Rand des Meeres findet -  und das auch Menschen schmeckt. Seespargel, auf Französisch Salicorne,  ist gesund, reinigt das Blut und wirkt entzündungshemmend. Schon die Kreuzritter haben ihn mitgenommen auf ihre langen abenteuerlichen Seefahrten.

Dieuze

Das Städtchen wurde durch den Salzabbau berühmt und mächtig.  Es stand durch die Jahrhunderte unter dem Schutz von Herzögen, Königen und schließlich von Kaiser Napoleon. Danach wurde die Salzgewinnung zu einem richtigen Industriezweig ausgebaut.   Seit kurzem kann man die Salzgewinnungsanlagen wieder besichtigen. Die Kosten für den Wiederaufbau und die Restaurierung betrugen 12 Millionen Euro, Gelder kamen auch von der Europäischen Union.  In der so genannte Manege trieben einst vier Pferde rund um die Uhr eine riesige Kurbel an. Über ein System von Rädern, Bändern und Eimern wurde Salzlauge aus dem Boden geschöpft. 700 Arbeiter  schufteten in mehreren Schichten. In jedem Liter Lauge waren etwa 300 Gramm Salz gelöst, das ist enorm. Gleich neben der Manege stand das Salzlager – ein überdimensionales Gebäude mit 13 abgetrennten Speicherhallen. In jeder saß ein Zöllner, der die Ausgabe des Salzes organisierte und das Geld kassierte. Das Salz stapelte sich bis unter die Decke und wurde rund um die Uhr bewacht.

Vic-sur-Seille

Auch das Städtchen  Vic-sur-Seille war durch Salz reich geworden. Hier herrschten die Bischöfe von Metz. Sie hatten sich aus der Freien Reichsstadt zurückgezogen, als gegen Ende des Mittelalters die Bürger immer einflussreicher wurden. Die Geistlichen  machten daher Vic zur Hauptstadt eines eigenen kleinen Kirchenstaates - umgeben von zahlreichen Klöstern.

Vom trutzigen Wohnsitz der Bischöfe sind heute nur noch das Eingangsportal und ein paar  Grundmauern übrig. Und natürlich war es auch dem Reichtum des Salzlandes zu verdanken, dass ein Junge aus armen Verhältnissen, der Sohn des Bäckers, zum Star der damaligen Kunstszene aufsteigen konnte. Seine Werke hängen heute in den berühmtesten Museen der Welt  - im Louvre, Prado,  Metropolitain  -  und im Musée Georges de la Tour in Vic-sur-Seille. Seine Auftraggeber waren die Herzöge von Lothringen und der König von Frankreich, die Herren zahlten hohe Preise. Nach einem Aufenthalt 1639 am Hof König Ludwigs XIII. in Paris durfte sich Georges de la Tour sogar „Maler des Königs“ nennen. Doch bald schon zog es ihn nach Lothringen zurück. Seine Bilder strahlen eine geheimnisvolle Stille aus. Es sind dunkle Szenen, kein Licht dringt von außen in diese gemalten Augenblicke hinein.

Einville

Wie in den großen Salinen der Camargue wird in Einville  aus Salzwasser feinstes Gourmetsalz gewonnen. Gregory Bott ist Produktionsleiter der Saline von Einville. Etwa alle zwei Wochen kann er tausende glitzernde Kristalle ernten. Das Wasser wird erhitzt bis es verdampft und schließlich bleibt fast nur noch Salz übrig. Vor hundert Jahren pumpten und schöpften hier bis zu 130 Mitarbeiter. Als Kühlschränke Fisch und Fleisch haltbar machten und der Salzpreis ins Bodenlose fiel, wurde die Saline geschlossen. 

Heute werden wieder 25 000 Tonnen Salz pro Jahr gefördert, nur ein kleiner Teil davon ist Tafelsalz, das meiste wird in der chemischen und pharmazeutischen  Industrie gebraucht.

Haraucourt

Auf einer Wiese mitten in Haraucourt stehen ein Förderturm und ein überdimensionaler Salzstreuer. Beide gehören zum Maison du Sel, dem Haus des Salzes - einem modernen Museum nicht nur für Kinder. Hier erfährt man alles über Salz, auch weit über Lothringen hinaus sogar über verschiedene Salze aus unterschiedlichen Erdteilen.

La Maison du Sel Haraucourt

Rue des Écoles,
54110 Haraucourt,
Telefon:+33 3 83 30 15 15
www.lamaisondusel.fr

Varangéville

Hier liegt die letzte Salzmine Frankreichs. Sie gehört zu den Salines du Midi und de l’Est, die auch in Südfrankreich aus Meerwassern Salz gewinnen. 160 Meter müssen die Bergleute mit dem Aufzug in die Tiefe fahren, dann betreten sie eine Welt aus Salz. Kilometer weit nichts als Salz. Die Salzschicht zieht sich bis nach Paris, allerdings ist sie nirgendwo so nahe an der Oberfläche wie in Varangéville. Außerdem ist sie ist hier ausgesprochen dick – ungefähr 60 Meter.

Die  Salzbrocken sind nicht ganz rein, sie enthalten dunkle Ablagerungen. Deshalb sind sie als Tafelsalz ungeeignet - als Streusalz aber voll tauglich.

Salins du Midi et de l’Est
www.salins.com 
www.tourisme-pays-de-commercy.fr
www.maillardeuville.wixsite.com/euville

 

Boncourt-sur-Meuse

Trüffel lieben kalkhaltige Böden, kein Wunder also, dass sie in dieser Gegend wachsen. Im 17. Jahrhundert war die Region erster Trüffellieferant Frankreichs. Durch die beiden Weltkriege gerieten die Knollen in Vergessenheit. Erst vor rund 40 Jahren wurden die wilden Trüffel wiederentdeckt – und später auch gezüchtet.

In Boncourt-sur-Meuse können Besucher während des Herbstes im Haselnusshain eine Führung mitmachen und erleben, wie Hund Milo Trüffel findet. Im Haus der Trüffel  kann man anschließend die Geheimnisse der  Aromen der schwarzen Knollen kennenlernen. Ob als würziger Belag zwischen einem Brie, dem lothringer Weichkäse, oder als Trüffelbutter – für Jean-Sébastien Pousse sind die Knollen eine Frucht des Urmeeres. Außerdem gibt es eine kleine Austtellung.

Maison des Truffes
5 Rue du 1er Septembre 1944,
55200 Boncourt-sur-Meuse, Frankreich
Telefon:+33 3 29 91 68 54
www.maisondestruffes.com/de

Commercy

Schon von weitem sieht man die Fassade des Schlosses von Commercy in der Sonne leuchten. Die Sommerresidenz von Stanislas Leszczyński, dem einstigen Herzog von Lothringen und entthronten König von Polen, ist natürlich aus Kalksteinen erbaut. Sie stammen aus dem Steinbruch von Euville, nur ein paar Kilometer entfernt.

Commercy ist heute ein lebhaftes Städtchen mit etwa 6000 Einwohnern. Rund um das Schloss stehen noch viele Häuser der ehemaligen Hofbeamten. Die Tochter von Stanislas war mit dem französischen König verheiratet, also lebten auch der lothringischen Herzog und Hofstaat in Saus und Braus.

Office de Tourisme du Pays de Commercy

Château Stanislas

55200 COMMERCY

Tél : +33 (0)3 29 91 33 16 

E-mail : ot.commercy@wanadoo.fr

Saint Mihiel

Die berühmte Benediktiner Abtei von St. Mihiel wurde schon im 8. Jahrhundert gegründet. Schnell gelangte der Ort zu Ansehen und Wohlstand. Später siedelten sich die Rechtsgelehrten der Herzöge von Lothringen hier an und bauten sich stattliche Häuser.

Auch zahlreiche Künstler zog es in die Stadt. Besonders ein Name wurde  weit über die Grenzen des Herzogtums hinaus bekannt: Ligier Richier . Um 1500  kam er in St. Mihiel  zur Welt, sein Vater war Steinmetz. Ligier entwickelte sich zu einem wahren Meister und wurde  „Michel Angelo Lothringens“ genannt.

In der Kirche St. Etienne ist eines seiner Hauptwerke zu sehen „Le Sépulcre“ – entstanden aus schönstem  feinkörnigem Kalkstein -  aus den nahe gelegenen Steinbrüchen. Die Grablegung

Euville

Aus dem kleinen Ort Euville – bzw. dem Steinbruch von Euville – stammen die Steine, denen halb Paris sein Aussehen verdankt. Die Opera Garnier ist aus ihnen gebaut, das Große und das Kleine Palais, Teile des Louvre und die Fundamente ganzer Straßenzüge. Kaiser  Napoleon III. liebte den weißen Stein und sein Stadtplaner Haussmann schätzte seine Härte.

Die historischen Steinbrüche von Euville sind geschlossen. 200 Meter tiefe Galerien durchziehen den Kalksteinfelsen. Den Wald samt Steinbrüchen hat der Graf von Saarbrücken vor mehr als 600 Jahren den Einwohnern von Euville geschenkt. Der Graf war gleichzeitig auch der Herrscher von Commercy. Die beiden Grafschaften gehörten damals zusammen. Ein Glück für Euville, denn die Steine aus diesem Steinbruch sind besonders fest, halten jeder Witterung stand und sie machten Euville in Frankreich berühmt.

Die Steinbrüche von Euville

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