Leuchtturm Foz do Douro (Foto: SR)

Touristische Informationen

Alte Trambahnen, spektakuläre Aussichten, morbider Charme und jede Menge Wein – das ist Porto. Lange Zeit galt Portugals zweitgrößte Stadt als kleinere, eher unansehnliche Schwester Lissabons und bestenfalls als Geheimtipp. Inzwischen zieht die Stadt am Douro Jahr für Jahr immer mehr Besucher an.

Wer heute durch die zum Unesco Welterbe gehörende Altstadt von Porto bummelt, kann sich kaum vorstellen, dass die Straßen und meisten Häuser dort vor rund zehn Jahren noch verwaist und verlassen waren. Riberira, der historische Stadtteil am Douro-Ufer war dabei, komplett zu verfallen.

Heute ist Ribeira mit seinem strahlenden Licht, den bunten Häuserwürfeln und alten Gassen das touristische Aushängeschild Portos, das noch immer den Charme des langsamen Verfalls versprüht. Aber das Flussufer säumen Cafés und Restaurants – mit Blick auf das Wahrzeichen: die Ponte Luis I. Die imposante Brückenkonstruktion überspannt den Douro und ist Sehenswürdigkeit und wichtiger Verkehrsweg zugleich. Liegender Eiffelturm nennen manche das Bauwerk – kein Wunder, wurde die Brücke doch von einem Schüler Gustave Eiffels konstruiert.

Ein paar hundert Meter weiter rumpeln die alten Straßenbahnen durch die Altstadt – und auch fast bis vor die Tür des Palacio da Bolsa. Auch wenn der Börsenpalast von außen ziemlich bescheiden daherkommt, Portos Kaufleute haben sich den imposanten Bau im 19. Jahrhundert gegönnt. Der heute vor allem von Besuchergruppen frequentierte Kuppelsaal diente einst als Börsenparkett. 
palaciodabolsa.com

Wer sich zu Fuß vom Flussufer aus auf den Weg macht, nimmt am besten die Rua das Flores. Viele Cafés und kleine Geschäfte säumen die Fußgängerzone, die bis hinauf zum Bahnhof Sao Bento führt. Die meisten Besucher zücken hier nicht ihre Fahrscheine, sondern die Fotoapparate. Die Bahnhofshalle gleicht mit ihren kunstvollen Azulejos, den handgemalten Fliesen, einem Museum. Sie finden sich an vielen alten Bauwerken, vor allem an den Fassaden der Kirchen in der Altstadt.

Eine der bekanntesten Kirchen, wenn auch ohne Wandfliesen, ist die barocke Igreja dos Clérigos mit ihrem Turm, einem weiteren Wahrzeichen der Stadt. Wer ihn erklimmt, bekommt einen der schönsten Blicke über Porto und bis zum nahen Atlantik geboten.
www.torredosclerigos.pt

In Sichtweite steht schon morgens um zehn die Schlange vor dem berühmtesten Geschäft der Stadt, der Livraria Lello. In der Buchhandlung ließ sich Autorin J.K. Rowling für ihren ersten Harry Potter-Roman inspirieren. Kein Wunder, schließlich gehört Laden zu den schönsten Buchhandlungen der Welt. Wer hierherkommt, sollte allerdings Geduld mitbringen. Trotz der inzwischen fünf Euro Eintritt, die beim Buchkauf verrechnet werden, kommen täglich tausende Besucher hierher.
www.livrarialello.pt

TIPP!
Eine gute Möglichkeit, Porto auch etwas abseits touristischer Pfade zu erkunden, sind die Guiding Architects. Ein weltweiter Zusammenschluss von Architekten, die Führungen durch ihre Heimatstädte anbieten. Auch in Porto gibt es dieses Angebot. Dabei erfahren Besucher mehr über die Architektur und den aktuellen Wandel der Stadt.
www.cultour.com.pt

Wem das zu viel Lauferei ist, der kann die Stadt vom Wasser aus erkunden. Verschiedene Reedereien bieten nicht ganz günstige knapp einstündige Douro-Touren am Kai von Ribera an. Die Ausflugsboote legen auch auf der anderen Flussseite ab, in der Nachbarstadt Vila Nova de Gaia. 
rotadodouro.pt

Von dort, und nicht wie der Name vermuten lässt, aus Porto, kommt der Portwein. Am Flussufer säumen sich zwischen Kneipen, Cafés und Restaurants die Keller der berühmten Weinproduzenten. Millionen Liter lagern hier. Jedes Weinhaus bietet Touren durch die Keller mit anschließender

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