Ischia, da will ich hin!

Ischia, da will ich hin!

Sven Rech  

Thermalbäder und Fango-Packungen - damit verbinden die meisten Menschen Ischia. Dass die italienische Insel aber viel mehr zu bieten hat als Kurhotels entdeckt Simin Sadeghi bei ihrem Streifzug über die ''Isola verde".

Sendung: Samstag 10.08.2019 17.00 Uhr

Die Insel Ischia im Golf von Neapel hat in Deutschland ein ganz anderes Image als in Italien. Das liegt unter anderem daran, dass Ischia-Aufenthalte bis vor einigen Jahren gern auch mal von deutschen Krankenkassen bezahlt wurden – die Insel galt als idealer Kurort für Menschen, die von Rheuma und anderen Gebrechen geplagt wurden. (Heute muss man sich bei den Krankenkassen mit mehr Nachdruck darum kümmern, einige Kosten erstattet zu bekommen.) Dass die deutsche Bundeskanzlerin seit Jahren zu den treuen Gästen Ischias zählt, hat das Rentner-Image der Insel nicht eben verbessert.

Für Italiener hingegen ist der Name Ischia mit der mondänen Welt des „dolce vita“ der 50er und 60er Jahre verbunden, als die großen Filmstars im Gefolge von Luchino Visconti auf die noch unberührte Insel flohen, um sich von den Strapazen der Hauptstadt zu erholen. „Isola verde“, grüne Insel, nennen die Italiener die fruchtbare Vulkaninsel bis heute.

Und die Insulaner selbst sind stolz darauf, in der Antike die erste Kolonie gewesen zu sein, von der aus die Griechen das italienische Festland eroberten, um dann kurz darauf Rom zu gründen… Über Ischia, so diese Lesart, kam die Kultur nach Italien: Kunst, Wissen, Philosophie und nicht zuletzt: der Wein.

Alle diese Bilder und Klischees wollen wir unter die Lupe nehmen und dabei eine Insel zeigen, die weit mehr ist als ein verstaubter Kurort für deutsche Rentner. Trotzdem – oder gerade deswegen – beschäftigt uns die Frage der Fragen: Hilft Ischia tatsächlich gegen Ischias?

Simin Sadeghi bummelt stilecht mit einer Vespa über die Insel und plaudert mit den verschiedensten Leuten über das Insel-Dasein: über (Thermal-)Wasser und Wein, über Fumarolen und Fangopackungen und natürlich über „La Merkel“.

Artikel mit anderen teilen