Touristische Informationen

Die Innenstadt

Aus dem Bahnhof kommend, erschallt bereits klassische Musik aus den Bahnhofslautsprechern – schon ist man mitten drin in der Kulturstadt! Überquert man dann die Straße und Straßenbahngleise auf dem Willy-Brandt-Platz, hat man schon die Innenstadt erreicht. Und kann durch die Geschäfte bummeln, vor allem aber einen Blick auf die prächtigen früheren Messehäuser mit ihren zahlreichen Innenhöfen und Passagen werfen. Am bekanntesten sind Specks Hof und die Mädlerpassage. In letzterer befindet sich Auerbachs Keller. Früher waren dort trinkfreudige Studenten  Stammgäste – auch Goethe. In seinem „Faust“ hat er Auerbachs Keller ein Denkmal gesetzt. 

https://speckshof.de/

www.maedlerpassage.de/

www.auerbachs-keller-leipzig.de/

Augustusplatz

Auf dem Augustplatz, Leipzigs größtem Platz, stehen sich zwei große Kultureinrichtungen gegenüber – die Oper und das weltweit bekannte Gewandhaus. Sehenswert wegen seiner modernen Architektur ist auch der Universitäts-Campus mit dem Neuen Augustinum und dem neuen Paulinum. Letzteres benannt nach der Paulinerkirche, der alten Universitätskirche, die die DDR sprengen ließ. Das Besondere am Paulinum: Es ist zur einen Hälfte eine Kirche, zur anderen ganz weltlich die Aula der Universität. Auch Nichtstudenten können einen Blick hineinwerfen.
https://www.uni-leipzig.de/universitaet/service/medien-und-kommunikation/event-portal/campusfuehrungen/

Stadtführungen

Moderatorin Simin Sadeghi war mit Stadtführerin Susanne Schottke unterwegs. Sie oder zahlreiche andere Führungen mit sehr unterschiedlichen Themen können Sie buchen unter:   www.leipzig-erleben.com

Wasserstadt Leipzig

Leipzig ist durchzogen von zahlreichen Kanälen und Flüssen. Bis kurz nach der Wende standen z.B. am Karl-Heine-Kanal noch viele Fabriken, die Wasser und Luft verschmutzten. Mit der DDR wurden die meisten davon Mitte der 90er Jahre abgewickelt. Heute sind die Wasserstraßen und Flüsse Reviere für Freizeitkapitäne, vor allem Paddler. Meist befinden sich links und rechts Wege für Radfahrer und Fußgänger und geben Leipzig ein gutes Lebensgefühl. Es gibt auch viele Möglichkeiten, sich Paddelboote zu mieten.
Infos: Verein Wasserstadt Leipzig e.V.:  www.wasser-stadt-leipzig.de
Bootsverleih:  www.leipzig.travel/de/region/freizeit/wasser-und-vital/bootsverleih/

Leipziger Neuseenland

In den vergangenen 20 Jahren wurden acht Restlöcher aus dem Braunkohletagebau geflutet. Entstanden ist das Leipziger Neuseenland – eine völlig neue Landschaft und ein großes Nacherholungsgebiet für die Leipziger. Viele der Seen sollen in Zukunft miteinander verbunden werden. Bereits heute kann man schon von der Innenstadt von Leipzig in zwei-drei Stunden zum Cospudener See paddeln. Und im Sommer dort baden gehen. Auch Wassersportler und Radwanderer haben dort viele Freizeitmöglichkeiten.
https://www.leipzig.travel/de/leipzigerneuseenland/

Neue Nutzung früherer Fabriken:

Das Westwerk

Im Westwerk in der Karl-Heine-Straße, direkt am Karl-Heine-Kanal im Stadtteil Plagwitz, wurden bis Mitte der 90er Jahre Armaturen hergestellt. Seit 2007 wird es zu einem Kulturort und einem Stadtteilzentrum umgebaut. Heute gibt es dort viele Werkstätten und kleine und größere Läden. Moderatorin Simin Sadeghi war in der Schmiedewerkstatt von Johannes Schütz, bei Weinbaums, wo Tische und Stühle hergestellt werden. Sie besuchte Enzo Forciniti, der Brillen aus Holz herstellt, und deckte sich im „Buchladen“ mit gebrauchten Büchern für 1 Euro ein. Sie stöberte im „WestFach“ und fand in den Regalen viel Kreatives der Leipziger, und im Restaurant mit Bar „Kaiserbad“ kostete sie von den Cocktails, für die es bekannt ist.
www.westwerk-leipzig.de
www.enzoforciniti.com
https://westfach.de/
www.kaiserbad-leipzig.de
www.weinbaums.com


Das Kunstkraftwerk

In dem früheren Heizwerk Lindenau wurde früher Kohle verfeuert. Inzwischen haben es private Investoren entkernt und in den alten Hallen das Museum „Kunstkraftwerk“ eröffnet. Es ist ein außergewöhnliches Museum. Die Fotos und Bilder sind keine Originale, sondern digitalisiert, animiert und aufwändig in Szene gesetzt. „Immersive Kunst“ heißt diese Art der Präsentation. Sie will Grenzen aufheben, eine neue, dreidimensionale Realität schaffen, den Betrachter in die Bilderwelt hineinziehen. Zur Zeit läuft dort eine Ausstellung mit digitalisierten Gemälden der Uffizien in Florenz. Es geht um die Darstellung des neuen Menschenbildes in der Renaissance.  Unbedingt sehenswert!
www.kunstkraftwerk.de

Die Feinkostgenossenschaft

Auch die Feinkostgenossenschaft in der Karl-Liebknecht-Straße war früher eine Fabrik. Bei VEB Feinkost wurden bis nach der Wende Konserven produziert. Von den drei Gebäudeteilen sind inzwischen zwei abgerissen. Der verbliebene Teil wird von Ladenbesitzern betrieben, die sich zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben. Längst ist diese Feinkostgenossenschaft ein Anziehungspunkt für die alternative Szene geworden. Genossenschaften zu gründen liegt mittlerweile im Trend, selbst bei jungen Startups. Die Ladenbesitzer sind auch Miteigentümer des Geländes, das bedeutet mehr Mitspracherecht und eine bessere Möglichkeit, Ideen zu verwirklichen. Auch die Löffelfamilie genießt ihr Leipziger Dasein sichtlich. Ihre Fans haben sie zu neuem Leben erweckt – die Reklame für Dosenessen vom VEB Feinkost leuchtet seit kurzem wieder.
www.feinkostgenossenschaft.de

Zoo Leipzig / Gondwanaland

Im Gondwanaland, einem Teil des Leipziger Zoos, kann man Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Doch um sie zu finden, muss man schon genau hinschauen! Ganz natürlich ist der Regenwald mitten in Leipzig natürlich nicht, er wurde hierher verpflanzt. Damit die Weltreise nicht zu lang wird, liegen Afrika, Asien und Südamerika unter einem Dach. Um das tropische Klima und die Pflanzenwelt auf sich wirken zu lassen, kann man erst einmal ganz gemütlich auf dem Urwaldfluss Gamanil entlang schippern. Zu Fuß gelangt man dann z.B. auf die Insel der Totenkopfaffen. Sie stammen aus Südamerika und klettern auf ihrer Insel frei herum. Für sie sind die Menschen eine willkommene Unterhaltung. Die Dschungelpfade bieten immer wieder überraschende Ausblicke. Vor allem von den beiden Hängebrücken aus auf die Urwaldwipfel.

Der Zoo Leipzig ist vielen Fernsehzuschauern bekannt durch die Serie „Elefant, Tiger & Co“. In der Doku-Soap spielen die Tiere aus aller Welt natürlich die Hauptrolle. Sie leben nicht in Käfigen, sondern in großen Arealen, die ihrer Heimat nachempfunden sind und in denen sie auch Rückzugsräume haben.

Zu seinen Aufgaben zählt der Zoo Leipzig auch die Erhaltung von Arten sowie die Forschung, vor allem an Menschenaffen wie den Orang-Utans. Besonders aufregend ist es, bei der Fütterung dabei zu sein. Höhepunkt ist die Fütterung der Elefanten beim Baden.

www.zoo-leipzig.de

Zwei hippe Straßen für den Nachmittag/Abend

Die Karl-Heine-Straße in Leipzigs Westen, im Stadtteil Plagwitz, ist eine der beiden Straßen. Sie hat nach der Wende mehrere Wandlungen erfahren. Heute wohnen viele junge Familien dort, es gibt viele Restaurants, Kneipen und Cafés und viele kleine individuelle Läden, durch die man bummeln kann. Dort liegt auch das Westwerk.

Ähnlich und doch ganz anders: die Karl-Liebknecht-Straße in der Südvorstadt von Leipzig. Dort befindet sich u.a. auch die Feinkostgenossenschaft.

Es gibt in beiden Straßen/Stadtvierteln auch viele kleine alternative Theater und Clubs.

Allgemeine Informationen:

LTM Leipzig
Katharinenstraße 8
04109 Leipzig
Tel.:  0341 / 7104 260
info@ltm-Leipzig.de
www.leipzig.travel

Reiseführer Leipzig


Es gibt natürlich sehr viele Reiseführer über Leipzig von unterschiedlichen Verlagen. Wer das alternative Leipzig kennenlernen will, dem sei folgendes Buch empfohlen:

Stadtschwärmer Leipzig. ISBN 978-3-00-049983-8.

Mit vielen besonderen Tipps zum Bummeln, Essen und Übernachten.

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