Frankfurt, da will ich hin (Foto: SR)

Touristische Informationen

Frankfurt ist Weltstadt, Finanzzentrum, Wirtschaftsmetropole und Messestadt, außerdem Trendsetter in Sachen Kultur, Geschichte und Lifestyle.

Zwar gilt die Mainmetropole auf den ersten Blick nicht unbedingt als Königin der Herzen, aber für viele Menschen ist Frankfurt eine Inspirationsquelle und ein Ort zum Wohlfühlen. Ein Hauch von Manhattan, gepaart mit provinzieller Gelassenheit – eine Stadt der Gegensätze: Die Stadt wird zwar manchmal auch „Bankfurt“genannt, aber sie hat sich trotzdem etwas Kleinstädtisches, Heimeliges bewahrt. So schreibt die New York Times: „Vergesst alle andern Städte in Deutschland, Frankfurt hat alles.“ Vor allem war und ist Frankfurt eine Stadt der Bürger. Schon früh kamen sie zu Macht und Reichtum und ließen andere daran teilhaben, sie gründeten eine Vielzahl von Stiftungen, darunter zahlreiche Museen. Frankfurt ist daher auch eine Museumsstadt.

Allgemeine Infos
Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main
Kaiserstraße 56
D- 60329 Frankfurt am Main
Tel: 069 212 38800
info@infofrankfurt.de
www.frankfurt-tourismus.de

Zu den Drehorten im Film

Das Bahnhofsviertel
Der Hauptbahnhof  wurde 1888 außerhalb des damaligen Stadtzentrums auf dem Galgenfeld erbaut. Auf dem Brachland zwischen Bahnhof und Stadt entstanden danach neue  Geschäfts- und Wohnhäuser. Im Erdgeschoss befanden sich teure Einzelhandelsgeschäfte, z.B. für Aussteuer, Tischwäsche, Gold, maßgeschneiderte Klamotten. Im 1. Stock waren die Kontore und in den oberen drei Geschossen Wohnungen untergebracht. Hier wohnten 11000 Menschen. Es war ein Luxusviertel, erbaut von reichen Bürgern.

Heute sind am Bahnhof täglich rund eine halbe Million Reisende unterwegs. Die Zeiten, in denen das Bahnhofsviertel vor allem für  Drogenhandel und Prostitution stand, sind vorbei. Heute trifft man hier viele Studenten und Banker, Anwohner und Reisende. Kulinarisch ist die Auswahl groß, vom Schnellimbiss bis zum Sternerestaurant, von der Stammkneipe bis zum Kultkiosk. So ist zum Beispiel das  Yok Yok  mehr als nur ein Biermarkt, sein Name ist Programm: „gibt’s nicht - gibt’s nicht“. Am Abend stehen die Gäste  Schlange bis zur nächsten Straßenecke.

Hammermuseum
Das Hammermuseum gehört zu den skurrilsten Museen in Frankfurt. Der Stadtteilbildhauer Oskar Mahler hat es 2005 im 1. Stock der Schuhmacherei LENZ installiert. Ob ausgefallen oder witzig – die meisten der mehr als 1000 Hämmer erzählen Geschichten von ihren Besitzern und Benutzern. So war der Zahlenhammer zum Beispiel die Mordwaffe in einem ARD-Tatort.

Hammermuseum
Münchener Str. 36, 60329 Frankfurt am Main
www.vollderhammer.eu
Telefon: 069 37560402

Kaisermarkt
Zu einem Rundgang durchs Bahnhofsviertel gehört natürlich auch der Besuch des Kaisermarktes in der Kaiserstraße (jeden Dienstag und Donnerstag). Das Angebot reicht von regionalen Produkten bis zu internationalen Spezialitäten. Die Kundschaft ist bunt und facettenreich, das macht den Charme dieses Marktes aus. Da steht der Topmanager aus der Bank neben dem Mann von der Müllabfuhr.

Die Attraktion ist allerdings die Marktfrau Gisela Paul mit ihrer „grünen Soße“ über  Pellkartoffeln und gekochten Eiern. Die Soße muss 7 Kräuter enthalten: Schnittlauch, Sauerampfer Pimpernelle, Petersilie, Borretsch und  Kerbel.

www.gruene-sosse-on-tour.de

Das ehemalige Hotel Kaiserhof – heute das Le Méridien
Das Bahnhofsviertel hat weltweit die höchste Hoteldichte der Welt. Es gibt dreimal so viele Hotelgäste pro Nacht wie Einwohner. Einige Hotels haben eine lange Geschichte. Vor 130 Jahren ließ ein ungarischer Hotelier den „Kaiserhof“  erbauen - um die Ecke vom Hauptbahnhof an einem kleinen Park. Heute befindet sich hinter der üppigen Fassade und im angebauten Neubau das Hotel Le Meridien.

Architektur und Kunst im Le Meridien spielen eine große Rolle. Das Geländer im  Treppenhaus des Altbaus ist handgeschmiedet und ein wahres Kunststück. In den Zimmern hängen Werke von Kunststudenten der Städelschule. In der Lobby und im Eingangsbereich sind  Kreationen zum Thema Reisen und Ankommen ausgestellt.

Hotel Le Méridien
Wiesenhüttenpl. 28-38, 60329 Frankfurt
Telefon: 069 26970
www.marriot.com/LeMerdien/Frankfurt

Bankenviertel
In Frankfurt ist seit je her viel Geld im Umlauf, schon im Mittelalter war die Stadt ein bedeutender Handelsplatz. Grund genug also für die Ansiedlung von Wechselhändlern und Banken. Der Wolkenkratzerboom begann Mitte der 1990er Jahre und ist längst noch nicht abgeschlossen. Mittlerweile messen 31 Gebäude mehr als 100 Meter. Viele davon sind Banken, sie brauchen Platz und den gibt’s vor allem nach oben. 70 000 Menschen arbeiten im Finanzgewerbe und Tausende kommen noch hinzu, wenn nach dem Brexit viele Banken von London nach Frankfurt ziehen.

Besucherplattform auf dem Main Tower
Schwindelerregende 200 Meter ist der Wolkenkratzer hoch. Er ist ebenfalls ein  Bankhaus. Ganz oben gibt es jedoch eine Besucherplattform. Bei schönem Wetter kann man von dort über die ganze Stadt bis zum Flughafen und zum Taunus sehen.

Neue Mainzer Str. 52-58,
60311 Frankfurt
www.maintower.de/besucherplattform

DomRömerQuartier
Der Römer ist das Frankfurter Rathaus und so etwas wie der Balkon der Stadt, hier lassen sich siegreiche Sportler oder frisch verheiratete Paare gern feiern. Jahrhunderte lang wurden hier sogar Könige und Kaiser gewählt. Der Römer ist eines der ältesten Rathäuser Deutschlands. Vor dem 2. Weltkrieg gehörte die Altstadt am Römerberg zu den  schönsten und größten Fachwerkvierteln Europas. 1944 fiel bei Luftangriffen nahezu alles in Schutt und Asche.  Ein paar der Fachwerkhäuser wurden schon kurz nach dem Krieg rekonstruiert. In einem einzigartigen Bauprojekt hat die Stadt jetzt  weitere 35 Häuser wieder aufgebaut – viele davon detailgetreu. Natürlich ist die „neuste Altstadt der Welt“ nicht nur ein Geschenk an die Frankfurter, sondern auch Image-Projekt und Touristenmagnet. Schon vor der eigentlichen Eröffnung 2018 zog sie Besucher magisch an.

Zwischen den rekonstruierten Häusern sind auch moderne Fassaden versteckt. Allerdings enthält jeder Neubau ein Originalteil historischer Häuser: ein Portal, ein Relief oder eine Skulptur. Sie waren im Mittelalter Zeichen von Wohlstand. Den zeigten die Bürger gern, denn immerhin schritten hier Könige und Kaiser vorbei. Sie gingen nach der Wahl im Rathaus zur Krönung in den Dom – auf dem „Krönungsweg“. Mit der schmucken neuen Altstadt haben die Frankfurter ein Stück ihrer Geschichte wieder belebt und gleichzeitig in die Zukunft gedacht.

www.domroemer.de

Museumsufer
Das Südufer ist bei schönem Wetter ein beliebter Treffpunkt der Frankfurter und vor allem der Studenten. Frankfurt hat viele Hochschulen, deren Schüler kommen aus allen Teilen der Welt und  verleihen der Metropole eine gewisse Leichtigkeit.

Am Schaumainkai und darüber hinaus sind viele der Frankfurter Museen angesiedelt: z.B. das Deutsche Filmmuseum, das Museum für angewandte Kunst, das Museum für Kommunikation, das Ikonenmusuem, das Deutsche Architekturmuseum und das Städelsche Kunstinstitut.

Das Städel-Museum zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Es zeigt 700 Jahre Kunstgeschichte. Die Keimzelle des  Museums ist die Kunstsammlung des Bankiers Johann Friedrich Städel.Vor über 200 Jahren stiftete er sie den Bürgern seiner Stadt.

Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
info@staedelmuseum.de
+49(0)69-605098-200
https://www.staedelmuseum.de

Ostviertel
Wer eine Schifffahrt auf dem Main unternehmen möchte, sollte auf keinen Fall die Tour Richtung Osten verpassen. Denn dort ist in den letzten Jahren ein ganz neues, dynamisches Viertel entstanden - im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Zukunft. Güterwagen und Kräne im ehemaligen Osthafen erinnern an die Zeit, als hier Öl, Kohle und Getreide umgeschlagen wurden. Jetzt ist hier ein echter Bürgerpark entstanden, viele Frankfurter haben sich an der Planung beteiligt und genießen heute ihre Freizeit  vor gigantischer Kulisse. Denn mittendrin steht der Neubau der Europäischen Zentralbank EZB,  der obersten Währungsbehörde der EU. In dem  1,3 Milliarden Euro teuren Wolkenkratzer arbeiten 2600 Menschen.

Hafenpark,  Mayfarthstraße
Schifffahrtslinie Primus-Linie
Frankfurter Personenschifffahrt
Anton Nauheimer GmbH
Mainkai 36, 60311 Frankfurt
mail@primus-linie.de
069 / 13 38 37 - 0

Kunstverein Familie Montez
Wer sich vom Sport erholen oder einfach nur abhängen und die Sonne genießen möchte, ist im Montez  genau richtig. Das Café wird vom „Kunstverein Familie Montez“ betrieben und ist ein außergewöhnlicher Treffpunkt. Er befindet sich unter den denkmalgeschützten Rundbögen der Honselbrücke, zum Konzept gehören flippige Partys, ausgefallene Konzerte und schräge Ausstellungen.

Kunstverein Familie Montez
Honsellstraße 7
60314 Frankfurt am Main
Telefon: 069 29723577
www.kvfm.de

Der Hochhausturm der EZB
Der Eingang der EZB liegt im Ostviertel in der Sonnemannstraße. Der Doppelturm, der ein bisschen aussieht wie ein stumpfes Messer, steht auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle und ist mit dem denkmalgeschützten Bau zu einem spannenden Ensemble verschmolzen.

Gedenkstätte an der EZB
Am Philipp-Holtzmann-Weg östlich der EZB (zwischen Sonnemannstraße und Hafenpark) sieht man noch die  alten Bahngleise, auf denen die Waren zur Markthalle transportiert wurden. Doch sie erzählen nicht nur von Waggons voller Obst und Gemüse, sondern auch davon, dass von hier aus die Frankfurter Juden während der Nazizeit in die Vernichtungslager abtransportiert wurden. Vorher waren sie im Keller des Großmarktes zusammengepfercht. Ein Mahnmal erinnert an die mehr als 10.000 Opfer.

Brückenstraße und Brückenviertel
Östlich vom Museumsufer liegt ein noch junges Szene-Viertel aus alteingesessenen Geschäften, kleinen hippen Designerläden und alternativen Cafés. Rund um die Brückenstraße in Sachsenhausen leben viele junge Frankfurter Familien. Hier gibt es lustige Accessoirs und selbstgeschneiderte Mode, dazu jede Menge Krimis. Viele Krimifans nicht nur aus Frankfurt kennen den Laden mit dem Namen „Die Wendeltreppe“. Vor 30 Jahren gründeten Jutta Wilkesmann und Hilde Gansmüller die  erste Krimibuchhandlung auf dem europäischen Kontinent.

Antiquariat Die Wendeltreppe
Brückenstr. 34
60594 Frankfurt am Main
Telefon: 069-611341
E-Mail: www.die.wendeltreppe@t-online.de 

Das Amüsierviertel in Alt-Sachsenhausen
Nur ein paar Schritte weiter liegt reiht sich im Amüsierviertel  Alt-Sachsenhausen eine Apfelwein-Kneipe an die andere. Abends und vor allem am Wochenende tobt rund um die Große und Kleine Rittergasse der Bär. Tagsüber ist es eher ruhig - kaum vorstellbar, dass abends kaum ein  Platz frei bleibt! Die Zeiten von Apfelwein-Romantik und „Blauem Bock“ sind allerdings längst vorbei und die Anwohner eher genervt vom nächtlichen Trubel.

Eine wahre Kultkneipe mit gutem Restaurant ist das Lorsbacher Thal: an die 300 Äppelwoi-Sorten hat der Chef auf Lager – hier gibt es Apfelweine – natürlich - aus dem Rhein-Maingebiet, aber auch aus der Rhön, dem Schwäbischen, aus der Uckermark, Dänemark, Holland, Norwegen, Schweden, Lettland, Irland, England, ja sogar aus Japan.

Lorsbacher Thal
‫Große Rittergasse 49
‫60594 Frankfurt am Main
Tel: +49 (0) 69 61 64 59
info@lorsbacher-thal.de 
www.lorsbacher-thal.de 

Außerdem gibt es noch einige positive Entwicklungen. Vorreiter ist das Hotel/Café  Libertine Lindenberg, wo sogar Prominente gerne ihre Zeit verbringen. Libertine Lindenberg - der Name ist Programm. Frei sollen sich die Gäste fühlen und ein bisschen wie Udo, der ewige Hotelbewohner in Hamburg. Hier übernachten tatsächlich nicht nur Kurzzeitgäste – manche Hotelgäste bleiben 2-3 Monate. Sie können in der modernen Küche selbst kochen und abends im Wohnzimmer einen Wein genießen. Und die Waschmaschine benutzen. 

Libertine Lindenberg
Frankensteiner Str. 20
60594 Frankfurt
Telefon: 069 66161550
www.das-lindenberg.de/libertine

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