Alle Volontäre 2016 (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Die Liga der außergewöhnlichen Volontäre

  20.12.2019 | 15:57 Uhr

Wir sind glücklich, dass der SR uns seit 1. Mai 2015 in die Liga aufgenommen hat. Wir alle haben unterschiedliche und besondere Fähigkeiten, wie bereits viele Volontäre vor uns. Deshalb gehören auch wir in die Liga der außergewöhnlichen Volontäre. Wir freuen uns auf das Universum Saarländischer Rundfunk.


Carolin Dylla (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Carolin Dylla

Welcher Superheld steckt in dir?

Nach Aussage einiger guter Freunde eindeutig der tapfere kleine Hobbit Sam – genügsam, friedliebend, verantwortungsbewusst und immer bereit, für die Menschen und Dinge zu kämpfen, die mir wichtig sind. Zur hobbit-typischen Ruhe kommen bei mir noch eine gehörige Portion Idealismus und der Drang, den eigenen Horizont auch über den Rand des Auenlandes hinaus zu erweitern. Auf die Dauer wäre Gärtner allein auch definitiv nichts für mich – mein Daumen ist so schwarz wie der Himmel über Mordor.

Vor der Aufnahme in die Liga …

… führten mich die Lehr- und Wanderjahre von Magdeburg nach Münster über Lille nach Beirut – und jetzt ins Saarland.

Mit kaum mehr als meinem Abitur in der Tasche ging es deshalb 2009 zum Studium nach Frankreich. Zwei wunderbare, extrem lehrreiche Jahre zwischen Europapolitik und savoir-vivre - voilà das Resümee meiner Zeit in Lille. Das Ziel war dabei immer klar – schon seit ich mit 13 Jahren angefangen habe, für die Schülerzeitung zu schreiben. Mit der Arbeit beim Studentenradio an der Uni Münster kam dann auch die Begeisterung für den Hörfunk – obwohl auch die Liebe zum Print nie ganz erloschen ist und durch Beiträge in verschiedenen Online-Magazinen sorgsam gepflegt wurde.

Die Reise zum Journalismus ging thematisch und geographisch trotzdem erst einmal auf Umwegen weiter: als Praktikantin bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut.

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget

Ein bisschen aus der Zeit gefallen, aber unersetzlich: der kleine schwarze Kalender. Weil analog einfach das bessere digital ist. Ideenhalde, externes Gedächtnis und Malbuch in einem – der Kalender ist mein treuester Gefährte und heißt nur liebevoll ‚Kaleidoskop der Neugier‘.

Meine Ziele in der Liga

Die Liga ist die nächste große Reise ins Unbekannte. Ich freue mich vor allem darauf, das Saarland, seine Bewohner und deren Geschichten kennenzulernen. Das Beste daran sind die vielen – im wörtlichen und im übertragenen Sinne – Grenzgänge, die warten. Mit dem Fernsehen betrete ich persönlich journalistisches Neuland, und im Hörfunk suche ich ganz viele neue Möglichkeiten und Anregungen, Geschichten besser zu erzählen. Das ‚Kaleidoskop der Neugier‘ ist natürlich dabei und wird neu justiert. Hurra!

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin …

… lasse ich doch ab und an mal die hobbit-typische Gemütlichkeit hinter mir und tobe mich kreativ und sportlich aus – da sind neben Fotografieren, Zeichnen, Laufen und Möbel bauen noch ganz viele andere Dinge, die ich unbedingt mal ausprobieren möchte. Und wenn der Akku mal aufgeladen werden muss, werde ich eben doch wieder gemütlich und beehre mit einem guten Buch meinen anderen treuen Gefährten: das Sofa.


Isabel Heine (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Isabel Heine

Welcher Superheld steckt in dir?

Als Kind habe ich alle Pippi-Langstrumpf-Bücher verschlungen und als Verkleidung an Fasching wünschte ich mir immer ein solches Kostüm. Deshalb hoffe ich, wenn ich mir jetzt einen Superhelden aussuche, dass etwas von Pippi in mir steckt. Hilfsbereit, gerechtigkeitsliebend und fröhlich. Aber auch selbstbewusst und stark, wenn es darauf ankommt. Möglicherweise habe ich auch dank Pippi Langstrumpf das Volo-Auswahlverfahren bestanden. Nur die Frisur von Pippi möchte ich nicht übernehmen – außer damals zu Fasching.

Vor der Aufnahme in die Liga?

Habe ich das Pflegepferd meiner Schwester in meiner Heimatregion am Bodensee gestemmt - vielleicht saß ich aber auch nur auf dem Rücken des Pferdes und bin ganz langsam durch die Apfelplantagen geritten. Am Bodensee habe ich die vergangenen vier Monate in dem kleinen SWR Regionalstudio in Friedrichshafen als Radio-Reporterin und im Online-Bereich gearbeitet, bis mir kurz nach Jobbeginn der SR mitteilte, dass ich in die Liga aufgenommen wurde. Da war ich sofort dabei! Vor der Jobstation in Friedrichshafen habe ich unter anderem als sogenannte frei freie Mitarbeiterin beim SWR in Mainz Fernsehbeiträge gedreht.

Meine Villa Kunterbunt steht am Bodensee in dem kleinen Ort Langenargen, wo ich aufgewachsen bin. Herr Nilsson hält dort die Stellung, der in meinem Fall ein kleiner weißer Hund ist und nur selten auf meiner Schulter sitzt. Für mein Studium hat es mich nach Freiburg, Straßburg und Nizza verschlagen. Währenddessen habe ich die ersten journalistischen Praktika absolviert und viel Freude und Sinn in dieser Arbeit gefunden. Deshalb habe ich einen Journalismus-Aufbaustudiengang an der Hochschule für Musik Karlsruhe drangehängt. Dort lernt man unter anderem, wie wichtig Musik in Fernsehbeiträgen ist, dass Hochkultur-Themen nicht nur bitterernst sind und dass neben klassischer Musik und Neuer Musik auch Pop, Reggae oder Jazz im Radio funktionieren. Ganz nach dem Motto, „2 x 3 macht 4 -widdewiddewitt und 3 macht 9e. Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...“

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget:

Ist mein fliegendes Auto, das mit einer geheimen Klebstoff-Mischung angetrieben wird. Damit fliege ich um die Welt, am liebsten nach Taka-Tuka-Land oder nach Frankreich. Um mich dort nicht zu verlaufen und auf dem neuesten Stand zu bleiben, habe ich das andere wichtige Gadget immer dabei: mein Smartphone.

Meine Ziele in der Liga:

Einmal meinen vollen Namen „Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf“ im Radio sagen oder in ein Insert quetschen. Außerdem alles ausprobieren und auskosten, fremde Themengebiete bearbeiten, mehr über Online-Journalismus lernen und die Saarländische Lebensfreude mitleben.

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin...

Bin ich gerne draußen – am liebsten in der Sonne. So habe ich schon den Staden in Saarbrücken kennen und lieben gelernt. Wenn dann noch gute Musik und liebe Menschen dabei sind, bin ich nicht außergewöhnlich, sondern glücklich.


Isabel Schaefer (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Isabel Schaefer

Welcher Superheld steckt in mir?

Meine absolute Superheldin ist Marion Dönhoff, weil sie …
… ein zähes, preußisches Luder war
… auf der Flucht vor den Russen mit ihrem Pferd ganz Deutschland durchquert hat
… trockenen, aber guten Humor besaß
… am Widerstand gegen das NS-Regime mitgewirkt hat
… als Journalistin Aufrichtigkeit, eine kritische Haltung, unabhängigen Geist und Empathie bewiesen hat
… immer auf ihre Intuition und die eigenen Maßstäbe vertraute
… schon in den 90ern dazu aufgerufen hat, den Kapitalismus zu zivilisieren
… sich stets für Völkerverständigung, Toleranz und Vielfalt eingesetzt hat

Ich hoffe, es steckt auch etwas von dem Mut der Gräfin in mir - auch wenn ich neulich erst ganz hasenfüßig aus den Baumkronen im Hochseilgarten gerettet werden musste.

Vor der Aufnahme in die Liga…

… bin ich in Bonn am Rhein groß geworden. In meiner Freizeit war ich für den Bürgerfunk von Radio Bonn/Rhein-Sieg unterwegs oder bin mit Isländern durch die Eifelwälder gefetzt. Bereits die Eltern hatten Reisehummeln im Hintern. Also bin ich nach dem Abi dieser Tradition gefolgt. Zum Studium ging es nach Maastricht, Berkeley und Berlin. Später bin ich durch Nordindien gebackpackt. Dort habe ich richtig hartes Handeln und die Vorzüge von hypersüßem Chai nach einer Fahrt im Nachtzug kennengelernt. Um mich für die außergewöhnliche Liga zu qualifizieren, ging es zum Deutsche Welle Radio und Fernsehen sowie in die Online-Redaktion der Mediengruppe RTL. Doch der Liga war das noch nicht genug. Also habe ich drei Jahre lang unermüdlich gekämpft und nebenbei meine Brötchen als Referentin im Auswärtigen Amt verdient. Dann endlich hieß es „Sesam öffne dich“.

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget:

Meine Intelligenz, meine Empathie und mein rheinischer Frohsinn.

Meine Ziele in der Liga:

Jetzt bin ich endlich am Ziel angelangt: ich werde trimediale Journalistin - und noch dazu in einem Bundesland, das mir von seiner Mentalität her sehr sympathisch ist. Ich freue mich darauf, das Saarland mit Beobachtungsgabe und Humor zu ergründen, in die Lebenswelten seiner Protagonisten einzutauchen und herausfinden, was diese im Inneren bewegt. Das Gute an erreichten Zielen ist, dass sich umgehend neue auftun: Im Volo würde ich gerne lernen, als VJ meine eigenen Beiträge zu produzieren und zu schneiden. Genauso gespannt bin ich aber auch auf das multimediale Erzählen und neue Herausforderungen im Hörfunk.

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin…

… findet man mich draußen auf der Wiese mit einem Bier, im Sattel meines Fahrrads „Jim“ oder hypnotisiert im Bett, die neueste HBO-Serie guckend.


 Jonathan Janoschka (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Jonathan Janoschka

Welcher Superheld steckt in mir?

Professor X (aber mit mehr Haaren) 

Vor der Aufnahme in die Liga...

..habe ich als gebürtiger Saarbrücker an der (noch Voll-)Universität des Saarlandes studiert (InfoWiss, Germanistik, Anglistik). Über mein Studium, genauer über ein Proseminar zum Videotext bei Marie-Luise Bersin und die anschließende Hospitanz im SAARTEXT (2007) kam ich zum SR und blieb hier. Es folgten Einsätze als Themenscout (seit 2012) und eine Hospitanz bei SR3. 2012 gönnte ich mir eine Pause vom Journalismus und ging für dreieinhalb Monate an die schottische Westküste nach Oban - Auslandsaufenthalt für die Anglistik. Zurück in Deutschland folgten die Abschlussprüfungen, meine Magisterarbeit und die Bewerbung auf ein Volontariat beim SR, alles mit Erfolg.

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget:

Cerebro (Mein Laptop, Smartphone, der nächste Dienstrechner oder irgendein anderer Zugang zum Internet)

Meine Ziele (oder Rolle) in der Liga:

Alles auprobieren. Ob Fernsehen oder Hörfunk, Nachrichten oder Reportagen, Information oder Unterhaltung - ich will rausfinden, was mir liegt. 

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin...

... sitze ich am Staden in der Sonne, springe ich auf irgendeinem Musikfestival herum oder trinke einen guten Scotch.


Nelly Theobald (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Nelly Theobald

Welcher Superheld steckt in mir?

Als Kind stand ich total auf Sailor Moon. Vielleicht, weil diese Comicfigur einfach ein ganz normales Mädchen ist, das sich gerne schön anzieht. Wer aber genauer hinsieht, erkennt, dass ganz schön viel in ihr steckt. In mir verbirgt sich auch eine Prise Nils Holgerson. Ich liebe das Reisen. In Nils Heimat Schweden habe ich ein Auslandssemester gemacht. Und dann wäre da noch das Unkonventionelle von Madita und Heidi. An Fasching bin ich gerne auch als Karla Kolumna unterwegs. Als rasende Reporterin muss ich mich ja jetzt nicht mehr verkleiden.

Vor der Aufnahme in die Liga...

bin ich durch Australien gereist und habe einen Ausflug in die Medizin gemacht mit drei Pflegepraktika im Krankenhaus und den Scheinen Chemie für Mediziner und Terminologie für Mediziner. Ich habe viel Zeit in Turnhallen verbracht, als Tänzerin einer Jazz- und Modern-Dance Formation in der zweiten Bundesliga und als Trainerin einer Jugendligamannschaft. Eine erste Ausbildung in Richtung Liga habe ich bei der Journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung absolviert, journalistische Seminare u.a. in Hamburg, Köln, Berlin und Madrid besucht. Praktika beim ZDF, dpa audio, der Rheinpfalz und beim SR, sowie meine freie Mitarbeit bei 103.7 UnserDing, SR 1 und SR.de haben mich in die Liga gebracht. Mein Masterstudium der Medienwissenschaft und Politikwissenschaft habe ich an der Universität Trier abgeschlossen.

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget:

Der kleine tragbare Taschencomputer: Smartphone. Neben der richtigen Routenberechnung, dient es als Aufnahmegerät und ein schnelles Recherchieren der wichtigsten Infos ist ebenfalls drin. Empathie ist aber mein Superhelden Gadget Nummer eins und die Nummer zwei ist unter Zeitdruck die Nerven behalten.

Meine Ziele in der Liga:

Auch eine Superheldin ist neugierig auf Neues und so bin ich besonders gespannt mich im Fernsehen auszuprobieren. Dabei ist mir wichtig so zu berichten, dass die Inhalte auch verstanden werden. Bei den Zuhörern und Zuschauern bleiben und wirklich den Mehrwert für sie in den Themen entdecken – Das möchte ich beim Saarländischen Rundfunk lernen, so möchte ich arbeiten. Der Politik und Wirtschaft im Saarland auf den Zahn fühlen und meine Gadgets einsetzen um Skandale zu wittern, das verlangt mein Superheldinnen-Dasein von mir. Auch, dass ich weiterhin fürs Radio Inhalte produzieren kann, vielleicht Neues in diesem Bereich ausprobieren kann, freut mich. Und der letzte Schritt: Von „Superheldinnen-Hand“ Fernsehen, Radio und Print im Online-Bereich zusammenbringen.

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin...

sitze ich im Viertel, am Staden oder auf dem Markt in Saarbrücken und unterhalte mich mit Freunden.


Nicole Pusch (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Nicole Pusch

Welcher Superheld steckt in mir?

Eine ziemlich wilde Mischung aus Robin Hood, Pippi Langstrumpf, König David und irgendeiner Märchenprinzessin…aber nicht die mit dem Froschkönig, die find ich total bescheuert! Ach ja: Batman ist auch irgendwo dabei. Batman rockt.

Vor der Aufnahme in die Liga…

…galten für mich die poetischen Worte „In Lautre gebor, in Lautre dehääm“. Diese Tatsache schließt automatisch eine innige und gleichzeitig schmerzhafte Liebe zum einzig wahren Fußballclub mit ein. Ansonsten habe ich ein beschauliches und bescheidenes Leben geführt - Pfarrerinnen arbeiten schließlich nur sonntags…Nein, im Ernst: Schule in Kaiserslautern, Studium in Saarbrücken, Jena und Mainz. Nach dem Abschluss gings dann weiter mit dem Vikariat in der Saarpfalz inklusive Spezialvikariat bei der Rheinpfalz in Zweibrücken und beim SWR in Kaiserslautern. Dann noch ein Haufen Prüfungen und zwei Monate Pfarrdienst – jetzt bin ich bereit für das Kirchenvolontariat!

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget:

Music was my first love…ohne Musik geht gar nichts, mit Musik ist alles möglich! Ich tobe mich vor allem beim Heartchor und bei fresh! (beide in Kaiserslautern) aus, gerne und ausdauernd auch im Auto und sonst eigentlich überall, wo es geht. Leider könnten sich Feinde dieses Gadget auch zunutze machen: Gezielt eingesetzte Musik führt bei mir angeblich zu Persönlichkeitsveränderungen, unkontrolliertem Bewegungsdrang und hemmungslosem Mitsingen von Liedern aller denkbaren Genres – so sagt man. Ich glaub das ja nicht.

Meine Ziele in der Liga:

Wenn mich jemand in der letzten Zeit gefragt hat, wie es mir denn gerade so geht, dann war die Antwort meistens: Ich bin uffgerescht. Die Aufregung hat sich mittlerweile ein klitzekleines bisschen gelegt, meine Mithelden sind auf jeden Fall echt gut drauf.

Ein bisschen Anspannung ist natürlich immer noch da, aber ich freue mich einfach auf viele Begegnungen und Kontakte. In zwölf Monaten kann man eine Menge lernen, und das möchte ich auch gerne nutzen. Und wer weiß, vielleicht verrät mir der eine oder andere auch seine Geheimwaffe?

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin...

…dann bin ich halt bemerkenswert, leidenschaftlich, furchtbar, sündhaft, wundervoll, abenteuerlich, schrullig, himmlisch oder grandios… (vgl. Synonymwörterbuch Ihrer Wahl.)


Peter Sauer (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Peter Sauer

Welcher Superheld steckt in mir?

Ich habe die Spürnase von Inspector Gadget, den Pizzahunger der Turtles und (manchmal) die Koteletten von Wolverine.

Vor der Aufnahme in die Liga...

... war ich im Trainingslager. Nach meiner Bankkaufmann-Ausbildung hat mir meine Inspector-Gadget-Spürnase dabei geholfen, das sinkende Bank-Schiff unmittelbar vor dem Ausbrechen der Subprime-Krise zu verlassen und stattdessen alles auf die Karte Journalismus zu setzen.

Wer was mit Medien machen will, der kann auch was mit Medien studieren, dachte ich mir und habe Medien- und Politikwissenschaft an der Uni in Trier studiert. Getreu dem Motto: Während des Studiums ist vor dem Volo, habe ich parallel zu Vorlesungen, Seminaren, Klausuren und Hausarbeiten viel in Print, Fernsehen, Radio und Online gearbeitet, unter anderem als freier Mitarbeiter für den WDR, die Sportschau und – als Saarländer natürlich – den SR.

Ob als Sprinter mit Bändern oder Disks unter dem Arm auf den SR-Fluren auf der Suche nach den kürzesten Wegen zu den Schnitträumen für den Sport, mit Nachrichten am Mikro für UnserDing, als Schreiber und Betreuer von SR.de und der SR-Mediathek oder mit Aufnahmegerät auf den saarländischen Straßen für SR 3: Ich habe auf dem Spielfeld des Halbergs schon einige Trainingseinheiten und Pflichtspieleinsätze absolviert und freue mich jetzt auf die Volo-Verlängerung.

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget:

Neben Go-Go-Gadgeto-Arm kann ich, wenn es sein muss, auch schneller reden als Lucky Luke seinen Colt zieht und verfüge über reichlich unnützes Nerdwissen wie Geburtsjahre von Fußballern oder Basketballern.

Meine Ziele in der Liga:

Die Spürnase weiter verfeinern, den Pizzahunger etwas eindämmen und die Koteletten behalten. Zudem gebe ich dem Kaffee vielleicht doch noch eine Chance. Dass ich keinen Kaffee trinke, hat beim Volo-Auswahlgespräch für gewisse Irritationen bei der Jury gesorgt. #jederjournalisttrinktkaffee #klischee

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin...

... dann verbringe ich außergewöhnlich viel Zeit vor Laptop und Fernsehen, ziehe mir Serien rein, ärgere mich über Schiedsrichterentscheidungen und langsame Autofahrer. Und wenn der Geldbeutel mal nicht außergewöhnlich leer ist, dann bereise ich gerne die Welt.


Stefanie Otto (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Stefanie Otto

Welcher Superheld steckt in mir?

die Neugier von Karla Kolumna; die Reiselust von Charlotte Wiedemann; das Sprachtalent vom Babelfisch; der Gourmet-Gaumen von Sarah Wiener.

Vor der Aufnahme in die Liga...

... drehte sich mein Leben schon immer ums Radio. Schon als Teenager im schönen Brandenburg nahm ich heldenhaft Kassetten von meinem Lieblingssender Fritz auf und lauschte nachts dem „Blue Moon“. Meine ersten Heldenschritte am Mikrofon machte ich ganz unverhofft als Gast beim Greifswalder Studentenradio. Die eigentlichen Lehrjahre verbrachte ich an der TU Berlin. Danach zog es mich in die weite Welt. So fand ich mich in einem Lokalradio in Togo wieder, berichtete aus kalifornischen Erdbeerfeldern oder studierte die französischen Helden bei Radio France International in Paris.

Für den Aufstieg in die Volo-Liga habe ich zuletzt in Leipzig noch einen Master im Hörfunk drangehängt und die Redaktion von Radio Mephisto zu meinem Zuhause gemacht. Nach Berlin und Leipzig habe ich nun genug vom Hype und glaube als Heldin im Saarland gut aufgehoben zu sein.

Mein meistgenutztes Superhelden-Gadget

... ist mein Aufnahmegerät, das mich seit meinem 16. Lebensjahr fast überall hin begleitet. Mit ihm habe ich viele besondere Momente festgehalten und es hilft mir dabei Schurken anhand ihrer eigenen Aussagen zu entlarven.

Meine Ziele (oder Rolle) in der Liga:

Ich freue mich erst einmal darauf, als Reporterin durchs Saarland zu tingeln und Land und Leute kennenzulernen. Später möchte ich durch meine hoffentlich heldenhaften Radiofeature und Dokus in die Liga der investigativen Hörfunkhelden aufsteigen.

Wenn ich gerade mal nicht außergewöhnlich bin...

... segle ich durchs sommerliche Mittelmeer und strande abends in einem kleinen Hafenrestaurant.

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