Die neuen SR-Volontäre (Foto: SR)

Sieben auf einen Streich

Volontäre  

Sieben junge, engagierte und unerschrockene Nachwuchsjournalisten haben am 1. September ihr Volontariat beim Saarländischen Rundfunk angetreten. 18 lehrreiche Monate liegen vor ihnen. Um sie besser kennen zu lernen, stellen sich die Volontäre selbst vor - jeder auf seine Art.


Was geht in den Redaktionen ab? Welche Promis treffen die Volos auf dem Halberg? Und was passiert sonst noch so? Einen Einblick in das Leben als Volontär beim Saarländischen Rundfunk gibt's auf dem Voloblog.


Robert Hecklau - Klick zum Vergrößern (Foto: SR)

Robert Hecklau  

Nach dem Abi...
... wollte ich den Thüringer Wald verlassen und in die Großstadt gehen! Gelandet bin ich am Saarbrücker Flughafen. Genau genommen etwas unterhalb: Ich durfte ein Jahr lang abseits der Landebahn wohnen, in einer (nur halb) gemütlichen Hütte im Wald. Zivildienst und Selbstständigwerden - dafür war ich hergekommen. Das habe ich mir in kalten Nächten jedenfalls mantra-mäßig eingeredet.

Mein Happy-End bestand dann aus einer kleinen Wohnung in Saarbahnnähe in der Saarbrücker Innenstadt. Ein Diplom in Psychologie sollte mein nächster Lebensinhalt sein. Nebenbei habe ich dann versucht, meinen Lebenslauf auf drei Seiten zu strecken (Zitat Chef: Unter drei Seiten brauchst du dich gar nicht erst irgendwo zu bewerben!). Als ich die drei Seiten voll hatte, habe ich mich um das Volontariat beim Saarländischen Rundfunk beworben. Und hier bin ich!

Geheime Superkraft:
Ich kann ein Riesen-Kirmessahne-Eis in unter einer Minute essen.

Letzte Nacht habe ich...
… mich mit Bauchschmerzen wegen zu viel Kirmessahne im Bett gewälzt.

Mein aktueller Facebookpost:
"Lustige Dinge, die man mit Katzen tun kann #463: Strumpfhosen! #hihi"

Dazu habe ich einen Link zu einem Blog gepostet, in dem Katzen Strumpfhosen tragen. Der ist mega. Müsst ihr euch unbedingt mal anschauen!

Meine letzte Mail an den Chef:
„Schau dir unbedingt diesen Katzenstrumpfhosenblog an! Machen wir was drüber.“

Das Saarland ist für mich...
… das große Rigatoniwunderland. In Thüringen gibt es etwas so wunderbares wie Rigatoni gar nicht.

Beim SR möchte ich gerne mal...
... eine eigene Sendung haben, in der ich ausschließlich Rigatoni koche und Kirmessahne herstelle. Im Hintergrund liegt eine Katze mit Strumpfhose. Und auf der zugehörigen Website möchte ich mal Blogs wie diesen verlinken dürfen: meowtfit.tumblr.com.


Simin Sadeghi - Klick zum Vergrößern (Foto: SR)

Simin Sadeghi

Nach dem Abi...
… wollte ich am liebsten direkt ein Volontariat machen. Zum Glück ging das nicht, denn ich hatte damals von Tuten und Blasen keine Ahnung. Zweite Idee: Ich wollte irgendwas mit Medien studieren. Und noch mal Glück gehabt, denn „Irgendwas mit Medien“ wollte mich nicht und so gab mir meine damalige Chefin beim emsländischen Lokalradio den Tipp: Suche dir Fachgebiete, studiere sie und als Journalist wirst du davon profitieren. Klasse, dachte ich und schrieb mich in Trier für Germanistik ein.

Mhhh naja, heute weiß ich, dass fast jeder Journalist Germanistik studiert hat. Doch bei meinem zweiten Fach habe ich auf sie gehört und Kunstgeschichte studiert. Da war ich dann in Trier goldrichtig. Und dort konnte ich mich mit der südwestdeutschen Mentalität schon mal vertraut machen. So ist das Saarland für mich Norddeutsche nun kein Kulturschock mehr. Und nach vielen Semestern, Praktika und dreijähriger Mitarbeit beim SWR befand auch der SR mich für geeignet, um ins Saarland zu ziehen.

Geheime Superkraft:
Ich kann überall und immer einschlafen: In der Bahn, im Billigflieger, in Bussen, auf Partys…

Letzte Nacht habe ich...
… versucht, die letzte Staffel von Breaking Bad zu Ende zu schauen. Hat nicht geklappt, ich bin eingeschlafen. Siehe oben!

Mein aktueller Facebookpost:
Ein Kommentar zur „Mitholerzentrale“, eine Fahrgemeinschaft die entlang der Mosel gegründet wurde. Wäre doch auch was für das Saarland, oder?

Meine letzte Mail an den Chef:
„Mir geht's gut hier im Saarland. Alle sind nett zu mir. Komme bei Gelegenheit mal auf einen Kaffee vorbei.“

Das Saarland ist für mich...
… bisher immer eine Art schwarzes Loch gewesen, das meine saarländischen Kommilitonen in Trier jeden Donnerstag verschluckt und erst montags wieder ausgespuckt hat. Und jetzt bin ich mittendrin und merke, wie mich das schwarze Loch immer mehr in sich hineinzieht.

Beim SR möchte ich gerne mal...
…auf's Dach steigen. :-D


Michael Schneider - Klick zum Vergrößern (Foto: SR)

Michael Schneider  

Nach dem Abi...
... hat das Saarland begonnen, mich magnetisch anzuziehen. Also ging es unweigerlich Richtung Südwesten. Allerdings sehr langsam und mit Zwischenstationen in Marburg, Mainz und Mannheim. Jetzt muss ich mich erstmal daran gewöhnen, dass es nicht „Maarbrücken“ heißt und in „SR“ kein „W“ vorkommt.

Geheime Superkraft:
Volo-Ersatzteillager. Egal was gerade gebraucht wird, bei mir fliegt es irgendwo rum. Schlagbohrer, Nähmaschine, matte Kerzenleuchten (40W) oder ein Kazoo – you name it!

Letzte Nacht habe ich...
...  erst beim Stehempfang die Buffetfräse gespielt, dann in guter Journalistenmanier das ein oder andere Gläschen Gratis-Merlot mitgenommen. Anschließend noch ein bisschen Kellerdisco, ein bisschen Studienzeit-Revival-Abend und zum Schluss von meiner schlafenden besseren Hälfte wohlverdiente nächtliche Prügel bezogen. Gelungener Samstag!

Mein aktueller Facebookpost:
„Unverschämtes Glück muss man sich verdienen!“

Meine letzte Mail an den Chef:
„Adios, ich geh’ ins Volo! Ihr seht mich nie wieder…“ (sinngemäß). Die Antwort: „Dann bring denen beim SR mal was bei“ (wörtlich).

Das Saarland ist für mich...
... ein sympathisches kleines Bundesland, von dem ich noch vor einem halben Jahr nicht den blassesten Schimmer hatte.

Beim SR möchte ich gerne mal...
... auf den Antennenmast steigen. Um die Dinge mal aus einer neuen Perspektive zu betrachten.


 (Foto: SR)

Sabine Wachs

Nach dem Abi...
... wollte ich einfach nur raus. Raus aus dem kleinen Saarland und weg aus Saarbrücken. Soweit es geht. Also auf ans andere Ende der Welt. Ab nach Neuseeland. Neun Monate am sprichwörtlichen A**** der Welt. Ohne Handyempfang und Internetzugang nur über Modem. Die tollen Menschen und die wunderschöne Natur haben mich aber allemal entschädigt. Wieder zurück in Europa, hatte ich immer noch genug vom Saarland.

Bienvenue chez les Chtis, hieß es dann: Politikstudium im Nord Pas de Calais in Lille (mit Handyempfang und W-Lan). Aber zu lange an einem Ort ist ja langweilig. Deshalb musste es ein Doppeldiplom sein. Umzug im Neun-Monatsrhythmus. Von Lille nach Münster, von Münster nach Lille. Sechs Umzüge und vier Wohnungen später hatte ich mein Diplom in der Tasche. Und nochmal hieß es Umziehen, von Lille ins Saarland, auf Stippvisite zum Praktikum bei SR3.

Vier Wochen später schon wieder Umzug - ja, ich bin geübt im Kistenpacken. Sechs Monate Berlin, ein Praktikum beim "bureauexport de la musique francaise" und beim ZDF waren eine tolle Zeit. Und dann hat sie mich doch gepackt, die Lust auf Dibbelabbes, Lyoner und Schwenker. So sind se halt die Saarländer. Am scheenschte iss es jo dehemm. Also Kisten packen, ab ins Auto und zurück ins Saarland, directement zu SR3. Seit Oktober 2012 fahre ich jetzt fast täglich uff de Bersch (allerdings meist ohne Handyempfang).

Geheime Superkraft:
Singen. Wenn ich aus vollem Hals mal wieder alles mitgröle (ich bin verdammt textsicher, egal ob Backstreet Boys, Beatles oder die französischen Damen von Brigitte) was aus meinen Boxen kommt, dann schlage ich jeden Bösewicht in die Flucht.

Letzte Nacht habe ich...
... geträumt, ich hätte durch eine falsche Eingabe den SAARTEXT kaputt gemacht.

Mein letzter Facebookpost:
"Sommer, Sonne, Kaktus"

Meine letzte Mail an den Chef:
„Braucht man für die Wirtschaftsredaktion viele Vorkenntnisse? Die habe ich nämlich nicht.“

Das Saarland ist für mich:
„Das Trentino liegt zwischen den Dolomiten im Norden und dem Gardasee im Süden ... auf einer Fläche, fast drei Mal so groß wie das Saarland.“ (Hamburger Morgenpost, 12.4.2000); „Der Eisberg mit der Bezeichnung >B-15A< ... ist so groß wie das Saarland.“(Geolino, 1.7.2005); „590 000 Hektar Wald werden jährlich weltweit für deutsche Papier- und Zellstoffimporte gerodet ... Diese Fläche ist doppelt so groß wie das Saarland.“ (taz, 25.1.2006)

Das Saarland ist für mich mehr als eine bundesweit bekannte Maßeinheit. Es ist Käse aus Frankreich, es ist Kaffee aus Luxemburg, es ist Lyoner vom Schröder und am allerwichtigsten, es ist Europa. Die Grenzen spielen keine Rolle, einfach rüber und das Privileg genießen, in einer Grenz- bzw. Großregion zu leben. Hier bin ich dehemm.

Beim SR möchte ich gerne mal...
... Handyempfang haben. Vielleicht müsste ich dafür aufs Dach steigen.


Kim Stoppert - Klick zum Vergrößern (Foto: SR)

Kim Stoppert

Nach dem Abi...
... hab' ich als freie Mitarbeiterin beim Lokalradio investigative Recherchen auf dem „Dattelner Mai“, dem „Waltroper Parkfest“ und dem „Dorstener Altstadtfest“ durchgeführt. Dann kam es zu einem Studium von Asbest mit Abschluss in Krebs (auch bekannt als Bachelor und Master in Komparatistik und Medienwissenschaft an der Ruhr-Uni Bochum).

Nebenher hab' ich meine Seele ans Campusradio verkauft. Unentgeltlich, natürlich - war dumm, aber geil. Nach einem kurzen Zwischenspiel in den Fängen eines unbekannten Kölner Senders, erbarmte sich UnserDing und holte mich ins Saarland. Hier habe ich endlich viel reden und viel Musik hören dürfen UND dafür tatsächlich Geld bekommen. Nachdem mein Leben bisher nur aus „Jux und Tollerei“ (Zitat: Mein Bruder) bestand, bin ich jetzt endlich seriös (Jippie) und frische Volontärin. 

Geheime Superkraft:
Lautstärke (uuuups, stand da etwa geheim?)

Letzte Nacht habe ich...
... natürlich geschlafen. PFFF – Hallo, ich bin jetzt seriös!

Mein aktueller Facebookpost:
"Hat jemand Bock auf Garage? Schlaf wird überbewertet!"

Meine letzte Mail an den Chef:
"Hey, in der Kantine gibt’s Pommes, Currywurst"

Das Saarland ist für mich...
... lecker.

Beim SR möchte ich gerne mal...
... nackt durchs Wetter laufen (aber ganz ehrlich: Das trau selbst ich mich nicht).


Andrea Sippel - Klick zum Vergrößern (Foto: SR)

Andrea Sippel

Nach dem Abi...
... wollte ich Journalismus studieren, aber mein Notendurchschnitt hat mir ein Bein gestellt. Irgendwie bin ich bei der Studienberatung der Agentur für Arbeit gelandet, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die sich damals schon so genannt haben. Die haben mir jedenfalls geraten, in Bamberg Dipl.-Germanistik mit Schwerpunkt Journalistik zu studieren und mir für das dafür nötige Vorpraktikum einen kleinen lokalen Radiosender in Uelzen empfohlen. Ab da war die Sache gelaufen…

Geheime Superkraft:
Grandiose Singstimme, allerdings nur im Auto, wenn sonst keiner da ist.

Letzte Nacht habe ich...
... meine Socken im Bett angelassen.

Mein aktueller Facebookpost:
Ein Bild von Philippe, dem blauen Schal, den ich grade stricke. Das Ziel sind drei Meter, drückt mir die Daumen!

Das Saarland ist für mich...
... eine große Chance und eine ewige Parkplatzsuche.

Beim SR möchte ich gerne mal...
... ganz legal aufs Dach steigen.


Frauke Feldmann - Klick zum Vergrößern (Foto: SR)

Frauke Feldmann

Nach dem Abi...
... wollte ich eigentlich Medizin studieren. Glücklicherweise hat das nicht geklappt. Ein ausbeuterisches Praktikum bei einem unverschämten Privatsender hat mich dann auf die Medienschiene gebracht. Irgendwann bin ich dann als Studi-Kraft hier gelandet.

Geheime Superkraft:
Gegner schnell um den Verstand reden. Mit gefühlt 1000 Wörtern pro Minute. Das ist allerdings kein Geheimnis.

Letzte Nacht habe ich...
... wahrscheinlich irgendwo im Nauwieser Viertel ein Bier verhaftet.

Mein aktueller Facebookpost:
... ist meist ein Link zu Artikeln von bekannten Satirezeitungen. Ich liebe schwarzen Humor!

Meine letzte Mail an den Chef:
…waren sicherlich Dienstwünsche. Wenn ich wirklich was zu besprechen habe, gehe ich lieber selbst hin.

Das Saarland ist für mich...
... meine Heimat. Ich mag hier einfach alles: die gechillten Menschen, den leckeren Schwenker und natürlich Dummschwätzen – Eijo!

Beim SR möchte ich gerne mal...
... etwas machen, auf das ich stolz sein kann.

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