Die Volontäre 2012

Sechs Volos sollt Ihr sein...

 

Das sind die neuen Volontäre: Daniel Weiland, Florian Possinger, Julia Kaster, Magnus Neuschwander, Sophie Wenkel und Yvonne Schleinhege. Und wer wissen will, was die Volos so bewegt, der schaue einfach mal im "Voloblog" 'rein...


Die Volontäre im Überblick


Julia Kaster

Mein Weg hierher:
Nach meinem Abi war mir klar: ich will studieren. Was? Irgendwas mit Medien. So landete ich bei der Informationswissenschaft in Saarbrücken. Relativ schnell nach meinem Studienstart dann der erste Job, bei einem wissenschaftlichen Buchverlag. Plötzlich kam aus heiterem Himmel die Kündigung „aus betrieblichen Gründen”. Zack, stand ich ohne Job da. Trotzdem: Im Rückblick war es in den letzten Jahren wohl das Beste, was mir passiert ist. Nach einer kurzen „kreativen Schaffenspause” bewarb ich mich auf eine freie Redaktionsstelle bei UnserDing und schon war ich drin in der „Anstalt”. Drei Jahre lang war ich die Ein-Mann/Frau-Nachrichtenredaktion. Dann kam der Studienabschluss, die Bewerbung und jetzt bin ich hier…

Wäre ich nicht Volontär:
Würde ich vermutlich dank einer netten Bekanntschaft in einem IT-Projekt beim Finanzministerium arbeiten. Mehr als ein suboptimaler Plan B wäre es aber nicht gewesen. Naja, wer hoch pokert…

Nach dem Aufwachen:
…bin ich alles andere als ein Morgenmuffel. Brauche dennoch ein paar Minuten und literweise Kaffee, um richtig wach zu werden. Am Wochenende kann das auch mal ein bisschen länger dauern.

Meine erste CD:
Bin mir nicht mehr sicher: entweder war’s eine Single von der Kelly Family oder das erste Album von den Spice Girls. Großfamilie versus Girlpower: etwas kontrovers. Aber mein heutiger Musikgeschmack lässt sich genauso wenig in eine Schublade stecken. Von Hip Hop über Pop bis hin zu Elektro, Rock und Punk ist alles dabei, frei nach dem Motto: alles, was gefällt.

In diesem Film wäre ich die Hauptrolle:
Klick mit Adam Sandler: Mit einer Fernbedienung das Leben vorspulen, Abschnitte überspringen und zurückspulen, um dann zu merken: Das Leben ist, so wie es ist, doch am besten.

Ein Tag mit:
…Günther Jauch, interessanter Mann. Zuerst soll er mir erzählen, was er alles erlebt hat. Dann soll er mir Tipps und Tricks für „Wer wird Millionär” verraten. Danach gewinn ich die Million.


Magnus Neuschwander

Mein Weg hierher:
Kindergarten – Grundschule – Deutsch-Französisches Gymnasium; zuvor geboren und aufgewachsen in Saarbrücken. Man könnte mich als wahren Lokalpatrioten bezeichnen. Allerdings habe ich immer eine gepackte Reisetasche im Hausflur stehen, die stets bereit ist für diverse Städtetrips. So bin ich schon ein wenig rumgekommen, unter anderem während meines Psychologiestudiums an der Saar-Uni (wo schließlich auch sonst??). Im Schwerpunkt Medienpsychologie lernte ich auch diverse Interviewtechniken. Das dazugehörige Seminar brachte mich 2007 als freien Mitarbeiter zu SR 2 KulturRadio auf den Halberg. Dort bin ich dann einfach geblieben – und jetzt gespannt auf viele neue Einblicke…

Wäre ich nicht Volontär:
Würde ich vermutlich als angehender Therapeut den psychischen Krankheiten auf Basis der Lehren von Sigmund Freud auf den Grund gehen. Ob Trauma oder Konflikt – vor meiner Psychoanalyse wäre niemand sicher. Vielleicht säße ich aber auch nicht neben, sondern eher auf der Couch; in einem falunroten Holzhäuschen auf einer kleinen Schären-Insel vor den Toren Stockholms, den Laptop auf den Knien, bei der Entwicklung meiner eigenen Geschäftsidee. 

Nach dem Aufwachen:
Betätige ich meistens sehr gerne erst einmal die „Schlummer“-Taste meines Weckers. Danach stehe ich in der Regel auf…

Meine erste CD:
Bekam ich vor 15 Jahren von einem Freund zum Geburtstag geschenkt. Es handelte sich um eine Live-CD des ostfriesischen Blödelbarden Otto. Und so begann ich die Gymnasialzeit mit Songs und Witzen zu Hänsel und Gretel. Irgendetwas wird bei mir hängen geblieben sein – sagen mir doch manche einen gewissen Hang zu Kalauern nach.

An meinen ersten (legalen!) Download erinnere ich mich übrigens etwas besser: das war damals „The kids aren’t alright“ von The Offspring. Allerdings in vergleichsweise grausamer Qualität – obgleich es schon digital aus dem Shop kam…

In diesem Film wäre ich die Hauptrolle:
Hm, das ist nicht einfach…gibt schließlich eine Menge Filme, in denen man sich eine Rolle vorstellen könnte. Ich glaube, ich würde mich aber spontan für Psychiater Dr. Ben Sobel in „Analyze This“ entscheiden. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, einen depressiven Mafioso zu therapieren? Und dann noch seine Rolle auf einer Konferenz einzunehmen…

Ein Tag mit:
Dem kultigen Moderatorenteam von BBC Top Gear. Durch das immense Fachwissen könnte man da eine Menge lernen – und die Beiträge sind fast immer ziemlich irre. Ich glaube, da gäbe es viel zu lachen.


Florian Possinger

Mein Weg hierher:
Begann mit 16 beim Offenen Kanal in Berlin, wo ich mit Freunden drei Jahre lang ein TV-Magazin produziert habe, das noch bis ich 25 war auf dem OKB wiederholt wurde. Der Weg führte mich weiter über diverse Praktika bei Print- und Fernsehmedien in ein unerwartetes Studium der politischen Wissenschaften und Sinologie in Erlangen, hin zur erwarteten Arbeitslosigkeit in Saarbrücken. Diesen Zustand konnte ich aber zum Glück nach wenigen Wochen ändern und beim SAARTEXT anheuern. Der war bis vor wenigen Tagen meine Heimat.

Wäre ich nicht Volontär:
Ich versuche mich so wenig wie möglich in den Welten des Konjunktivs zu bewegen. Außer es sind gute Gedankenexperimente.

Nach dem Aufwachen:
Geht die Hand zum Handy, um den Wecker auszustellen und im zweiten Schritt zur Eishockey-App, um zu sehen, wie die Colorado Avalanche in der Nacht in der nordamerikanischen Profiliga gespielt hat.

Meine erste CD:
Mief von den Doofen.

In diesem Film wäre ich die Hauptrolle:
Natürlich in Zurück in die Zukunft. So könnte ich mit meinem kompletten Star-Trek-Zeitreisewissen endlich etwas gegen alle Zeitreise-Paradoxa des schlechten zweiten Teils unternehmen…und ganz nebenbei einmal Hoverboard fahren.

Ein Tag mit:
Neal Stephenson über Orgeln, Datenkodierung, Online-Rollenspiele und das Zeitalter der Aufklärung sprechen.


Yvonnne Schleinhege

Mein Weg hierher:
Über die A1: in Münster-Süd nach Abitur und Europareise die Auffahrt genommen, dann am Ende in Saarbrücken angekommen: Studium der Kulturwissenschaften, Geschichte und BWL. Schließlich vor gut vier Jahren mal die A 620 ausprobiert, nach der Abfahrt Ostspange auf einem kleinen Berg, bei einem feinen Sender gelandet und journalistische Luft bei 103.7 UnserDing und (später) bei Aktuell geschnuppert. Zwischendurch mehrfach „fremdgefahren“ über die A8, Abfahrt München-Freimann: mitgearbeitet in der Geschichtsredaktion des BR. Die nächsten 18 Monate bleibe ich aber meinem Weg treu: A620, Ostspange, Funkhaus Halberg…

Wäre ich nicht Volontär:
… wäre ich verdeckte Ermittlerin bei der Kriminalpolizei – aber pssst! TKKG, Drei??? und Co lassen grüßen! 

Nach dem Aufwachen:
Bitte, bitte – noch 5 Minuten snoozen! Und nochmal 5… 30 Minuten später wird’s Zeit: von 0 auf 100, in unter 10 Sekunden. 

Meine erste CD:
Bravo Hits Vol. 13 zum 11. Geburtstag! Sie wurde direkt getestet bei meiner ersten Keller-Geburtstagsparty. Zur Einstimmung: Blümchen „Kleiner Satellit (Piep, Piep)“, feiernde Meute bei: Mr. President  „Coco Jamboo“, in der Endlosschleife: Los del Mar „Macarena“! Fazit des Tages: Take That “Never Forget”…

In diesem Film wäre ich die Hauptrolle:
Lizzy Bennet (Keira Knightley) in „Stolz und Vorurteil“. Eine starke, stolze und integere junge Frau und die Suche nach der „wahren“ Liebe.  Das klingt hoffnungslos romantisch, ist aber dennoch grandios; und ja, – ich gestehe – in hübschen Korsettkleidern und edlen Kutschen durch den Süden Englands zu fahren ist auch mein Mädchentraum. Als Alternative: Mélanie Laurent  als Kinobetreiberin Shosanna Dreyfus in „Inglourious Basterds“!

Ein Tag mit:
… meiner Familie und/oder meinen Freunden in der Natur – besser als 14 Tage Urlaub!


Daniel Weiland

Mein Weg hierher:
Nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Mediengestalter beim sympathischen, aber nicht immer ganz ernstgenommenen Lokalsender SaarTV folgte das obligatorische Studium. Natürlich in Saarbrücken – so ist das halt, als geborener Saarländer! Praktisch, dass sich dann auch eine “Hamsterstelle” bei “aktuell” beim SR ergeben hat und ich schonmal Hausluft schnuppern konnte. Als Fächer an der Uni eigneten sich Germanistik und Englisch, das hatte neben guten Büchern auch den Vorteil eines längeren Aufenthalts in London. Nach einer zugegeben etwas ernüchternden Rückkehr nach Saarbrücken bin ich dann auch fast nahtlos gleich nach dem Bachelor als Volontär auf dem Halberg angekommen.

Wäre ich nicht Volontär:
Würde ich vermutlich immer noch an meiner Berufsmusikerkarriere arbeiten und feststellen, dass das Arbeitsamt gar keine Berufsmusikerstellen für Gitarristen im Angebot hat, die eher härtere Musikrichtungen spielen. Ob ich dann wohl doch irgendwann mit der Akustikgitarre durch Pubs ziehen müsste? So sah das in meiner Vorstellung aber nie aus, das Tourleben!

Nach dem Aufwachen:
Versuche ich verzweifelt, im Halbschlaf Kaffee herzustellen. Wenn das geschafft ist, bin ich dann auch wirklich ansprechbar, versprochen!

Meine erste CD:
Für einen Gitarristen, der eher härtere Musikrichtungen spielt, war das natürlich die erste Wahl: Rednex mit Cotton Eye Joe (als Single) sorgte schon im Grundschulalter für…also die waren ja auch wirklich musikalisch…und hatten die nicht auch schon…ok ok ich weiß, es gibt einfach keine Entschuldigung!

In diesem Film wäre ich die Hauptrolle:
Ganz klar in High Fidelity! Von der Schallplattenzahl, die Protagonist Rob besitzt, bin ich zwar noch weit weg, aber hey, jeder fängt mal irgendwo an. Was mich noch mit ihm verbindet: Naja, der ganze Film wird von ihm erzählt…und auch mir sagt man nach, ich wäre gut im Vielreden. Ähem. Keine Ahnung woher das kommt…mal sehen, ob ich es in die Top 5 der – ich nenne es mal unterhaltsamen – Mitarbeiter bringe.

Ein Tag mit:
Jimi Hendrix wäre praktisch. Ich will endlich wissen, wo diese Insel ist, auf der die sich alle verstecken…


Sophie Wenkel

Mein Weg hierher:
Direkt nach dem Abi immer im Zickzack zwischen Bonn und Paris! Ein Jahr arbeiten in Paris, zurück nach Bonn zum Studium (Deutsch-Französische Studien), noch mal zwei Jahre nach Paris, um mich an der Sorbonne Paris IV quälen zu lassen. Endspurt dann wieder in Bonn, den Master in der Tasche dann direkt ins Volo! Und das auch noch im französischsten Teil Deutschlands. Herrlich! Zwischendrin gab’s aber natürlich auch bei mir Zwischenstopps und Praktika bei France Inter, Deutsche Welle, Deutsche Welle TV und SWR.

Wäre ich nicht Volontärin:
Wäre ich wahrscheinlich Lehrerin. Zumindest im Fach Französisch sogar mit Leidenschaft, aber trotzdem auch eine der vielen Lehrer, die mal einen Plan A hatten…Oder als Serienschreiberin. Ich wollte immer schon mal Sätze schreiben wie: “Ich will endlich wissen, woran ich bin!” oder “Es ist nicht so, wie du denkst!” – Umso schöner, dass ich mir den Plan B einfach sparen konnte!

Nach dem Aufwachen:
Kaffee und Tagesschau-App.

Meine erste CD:
Bravo Hits 6, von meiner Schwester vererbt. Darauf war auch eine Technoversion von „LaLeLu, nur der Mann im Mond schaut zu…“

In diesem Film wäre ich die Hauptrolle:
Auf jeden Fall ein Film mit Audrey Hepburn! Allein schon wegen der Mode. „Charade“, „Frühstück bei Tiffanys“ oder auch „Wie klaut man eine Million“!

Ein Tag mit:
Ulrich Wickert und Karl Lagerfeld im Taxi durch Paris

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